Kein Kinderbecken fürs Hallenbad

Haager Gemeinderat diskutiert über Generalsanierung - Kosten wären zu hoch

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Bereits vor Weihnachten hatte sich der Gemeinderat mit der Überlegung beschäftigt, zusätzlich zur Generalsanierung der Schwimmhalle ein Kinderbecken und Dampfkabinen einzubauen. Nun stellte in der jüngsten Sitzung das Architekturbüro den Entwurf sowie die anfallenden Kosten vor.

Ein Becken für Kinder ab dem dritten Lebensjahr, etwa 75 Zentimeter tief, für die ersten Schwimmversuche der Kleinen – so war die Überlegung des Gemeinderates vor einigen Monaten. Nun stellte das Architekturbüro die Entwürfe dazu vor.

 

Für die Lüftung und die Wasseraufbereitung benötigt das Kinderbecken allerdings einen größeren Platzbedarf, als bisher angenommen. Darüber informierte Architekt Uwe Zickert die Mitglieder des Gemeinderats. So sei ein dreigeschossiger Anbau nötig, in dem im Untergeschoss die Schwimmbadtechnik und im Obergeschoss die Lüftungstechnik angebracht werden.

 

„Die Kosten für den zusätzlichen Anbau fallen aufgrund der Technik höher aus, als ursprünglich gedacht“, so der Architekt.

 

Die Kosten von beinahe 460.000 Euro schreckten die Mitglieder des Gemeinderates ab. „Leider ist keine Förderung möglich“, stellte Bürgermeisterin Sissi Schätz zu Beginn klar. Finanziell wäre hier also der Markt Haag in der Pflicht. Man bliebe auf den Kosten sitzen.

 

Kosten, die für Stefan Ott (PWG) nicht tragbar sind. Auch Konrad Lipp (PWG) sieht in dem Kinderbecken keinen Mehrwert: „Ich sehe das Hallenbad in Haag als Schwimmbad.“ Eine Meinung, die auch Stefan Högenauer (CSU) teilt: „Das Badria oder das Prienavera sind Bäder mit Aufenthaltsqualität. Das Haager Bad hat allerdings einen anderen Charakter.“ Zwar wäre das Kinderbecken „nice-to-have” für Schwimmanfänger, aber auch der bisherige Nichtschwimmerbereich sei dafür gut geeignet.

 

Anderer Meinung ist Peter Bauer (SPD), der mit einem Kinderbecken die Gelegenheit sieht, das Bad für neue Gruppen zu öffnen. Auch Dr. Bernhard Grabmeyer (FW Haag) findet: „Die Anschaffung ist eine Aufwertung.“ So habe Haag etwas Besonderes zu bieten.

 

Insgesamt beschloss der Gemeinderat, das Vorhaben, ein Kinderbecken anzubauen, nicht weiterzuführen. Die geplanten Dampfkabinen allerdings bleiben weiterhin Thema.

 

„Dampfkabinen sind eine super Sache“, so Konrad Lipp. Hier gab es die Möglichkeit, zwischen zwei Einzelkabinen für je eine Person oder eine größere Kabine für drei bis fünf Leute abzuwägen. „Wenn die Entscheidung steht, ob das Dampfbad umgesetzt wird, kann die Form noch entschieden werden“, stellte Schmuck klar. Tendenziell zeigte sich aber, dass ein größeres Dampfbad mehr Zustimmung im Gemeinderat fand. Die meisten Mitglieder stimmten dafür, dieses Thema weiterzuführen. JF

 

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