Warnung vor allem an Tourengeher

Trotz der aktuell geringen Alarmstufe I: Gestern Großeinsatz wegen Nassschnee-Lawine

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Einen dringenden Hinweis hat das Polizeipräsidium Rosenheim am heutigen Sonntag an alle Wintersportler: Aufgrund der aktuellen Schönwetterlage und der damit verbundenen Sonneneinstrahlung auf die Berghänge weist die Polizei – insbesondere die Skitourengeher abseits präparierter Strecken – auf mögliche Gefahren von Lawinenabgängen hin …

Trotz der geringen Lawinenwarnstufe I: Am gestrigen Samstag nämlich ging gegen 17 Uhr im Spitzinggebiet im Bereich der Schönfeldalmen eine große Nassschnee-Lawine ab. Etwa 130 Einsatzkräfte von Bergwacht, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei suchten unter Beteiligung von drei Hubschraubern über drei Stunden nach möglichen Verschütteten. Trotz der geringen Lawinenwarnstufe 1 ist aufgrund der frühlingshaften Bedingungen in exponierten Lagen größte Vorsicht geboten.

In den späten Samstag-Nachmittagsstunden stießen Skitourengeher im Bereich der Schönfeldalmen oberhalb des Spitzingsees auf eine sehr große Nassschneelawine, die offensichtlich erst kurz zuvor abgegangen war.

Die Bergfreunde suchten den Kegel der im Gesamten etwa 400 Meter langen, 70 Meter breiten und bis zu 6 Meter hohen Lawine ab und informierten die Rettungsleitstelle, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich Personen unter der Lawine befinden.

Die Integrierte Leitstelle sowie die Polizeieinsatzzentrale entsandte ein Großaufgebot an Rettungskräften ins Einsatzgebiet, um die Lawine gezielt nach Verunglückten abzusuchen und eventuelle abgängige Personen ausfindig zu machen. Unter Zuhilfenahme von Sonden, Lawinenhunden und Lawinensuchgeräten wurde das Lawinenfeld professionell abgesucht. Da sich bis 21 Uhr keine Hinweise auf verschüttete Personen ergaben, wurde die Suche eingestellt werden.

Neben einem deutschen Rettungshubschrauber wurden auch Luftretter mit einem Helikopter aus dem benachbarten Tirol sowie eine Polizeihubschrauber ins Spitzinggebiet entsandt.

Im Einsatz war außerdem der Einsatzleiter Rettungsdienst, ein Leitender Notarzt sowie mehrere Besatzungen des BRK. Des Weiteren beteiligten sich  knapp 60 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren, etwa 50 Retter der Bergwacht mit Lawinensuchhunden sowie mehrere Alpinbergführer der Polizei und Beamte der Polizeiinspektion Miesbach an der Absuche und Einsatzbewältigung.

Foto. pixabay

 

 

 

 

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