„Gemeinsam“ ist das Stichwort

2018 war ein relativ ruhiges Einsatz- und Vereinsjahr für die Haager Feuerwehr

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Die Feuerwehr Haag richtete ihre Jahreshauptversammlung auch in diesem Jahr wieder im Hofcafé Grandl aus. 2018 war ein vergleichsweise ruhiges Einsatz- und Vereinsjahr im Vergleich zum Jubiläumsjahr. Trotzdem wurde es nicht langweilig. Und auch für dieses Jahr sind wieder einige Aktivitäten geplant.

Vorsitzender Robert Kinzel freute sich über die zahlreichen Anwesenden, darunter auch die Feuerwehren Allmansau und Winden sowie die österreichischen Kollegen aus Haag am Hausruck.

 

„Das vergangene Vereinsjahr war ruhig im Vergleich zum turbulenten arbeitsreichen Jubiläumsjahr“, begann die stellvertretende Vorsitzende Doris Noller ihren Bericht. Trotzdem fanden zahlreiche Termine für die Feuerwehr oder den Verein statt – Feiern, Veranstaltungen, Einsätze. Es wurde nicht langweilig. So wurde im April die Filmvorführung über das historische Haag von Sepp Huber gezeigt, für das es im Jubiläumszelt zu hell war. Und zum Hallenfest im Mai gab es etliche Neuerungen. Die Schenke wurde in die Waschhalle verlegt, um mehr Plätze für Bierzeltbänke zu schaffen und der Bauhof mit viel Holz und Feuerwehrdekoration in eine urige Floriani-Alm verwandelt. Im September gab es außerdem wieder ein Jubiläum: Die Haager Jugendfeuerwehr feierte mit knapp 400 Jugendlichen aus den umliegenden Feuerwehren ihr 40-jähriges Bestehen.

Auch für dieses Jahr stehen schon wieder etliche Termine fest: Neben ein paar Hochzeiten und dem Hallenfest wird im Mai auch wieder ein neuer Maibaum in Haag aufgestellt.

 

Unter dem Stichwort „Gemeinsam“ stand der Bericht des Kommandanten Tom Göschl. „Wir haben viele Dinge erreicht.“ Die 70 Aktiven und 21 Jugendlichen waren an diversen Schulungen und Veranstaltungen beteiligt und auch in Zukunft soll das Gemeinsam mit dem Markt Haag, der Bevölkerung und der Geschäftswelt eine große Bedeutung für die Feuerwehr haben.

 

Es folgten die Berichte über die Ausbildungsschwerpunkte von Stefan Reger und über Atemschutz und Gefahrengut von Thomas Schober. Ein Highlight für die Atemschutzträger: Der Besuch bei der Feuerwehr Traunreut. „Sie haben im Keller ein kleines Brandhaus eingerichtet“, so Schober. Anhand der Wohnung mit gasbefeuerten Übungsstellen und Nebelmaschinen ließe sich realitätsnah für den Ernstfall üben. Jugendrat Josef Einberger fasste das vergangene Jahr der Jugendfeuerwehr zusammen, die ihr 40-jähriges Bestehen feierte. In diesem Jahr soll aktiv Werbung für die Jugendfeuerwehr gemacht werden, so Einberger.

 

Mit 18 Brandeinsätzen und 36 technischen Hilfeleistungen war 2018 ein relativ ruhiges Jahr. „Allein schon mit den Schäfflern und dem Schneeschaufeln werden die Einsatzzahl in diesem Jahr wieder höher sein“, weiß Kommandant Göschl.

 

Für ihre langjährige aktive Dienstzeit wurden Rudi Neumann und Jürgen Przybyla geehrt. Außerdem wurde Laura Spindler für den Aufstieg zur Feuerwehrfrau geehrt, Julian Wahl und Andreas Bauer zum 10-jährigen und Philipp Buresch zur 20-jährigen Dienstzeit.

 

 

„Dankeschön für die Arbeit“, richtete Landrat Georg Huber seine Grußworte an die fleißigen Feuerwehrler. Er griff das Thema „Gemeinsam“ auf, freute sich über die starke Jugendmannschaft und lobte die große Leistung der Führungsmannschaft, dass sie ihre Leute so gemeinschaftlich zusammenführen. Besonders bedankte er sich auch bei den Familienmitgliedern und Firmen, die es mittragen, „wenn draußen die Sirene pfeift oder der stille Alam geht“.

Für 25 Jahre aktiver Dienstzeit ehrte er Florian Haas und Jürgen Przybyla. „Das sind wunderbare Beispiele für die Jungen“, so Landrat Huber.

 

Als „kleine Überraschung zwischendrin“ wurde außerdem Kreisbrandmeister Herbert Rutter aufgrund besonderer Leistungen zum zweiten Ehrenkommandanten ernannt. „Er hat das Amt des Kommandanten in einer sehr schwieriger Zeit übernommen“, so Göschl.

 

Auch Bürgermeisterin Sissi Schätz zeigte sich stolz auf die Feuerwehr. „Danke für das, was ihr auch über die Grenzen der Gemeinde leistet.“ So kam es auch zum Schneeräum-Einsatz in Berchtesgaden, wo zwei Feuerwehrler einem älteren Herrn helfen und vermutlich das Leben retten konnten.

 

„Die Haager Feuerwehr ist eine Feuerwehr, auf die man sich grundsätzlich immer verlassen kann“, so Kreisbrandrat Harald Lechertshuber, „wie erst kürzlich bewiesen beim Einsatz in Berchtesgaden.“ Und auch der Polizeichef Dirk Schreyer bemerkte, dass die Zusammenarbeit zwischen Polizeistation und Feuerwehr super funktioniert. „Eine funktionierende und engagierte Feuerwehr ist für eine Gemeinde lebensnotwendig.“ Gerade nach dem Katastrophenalarm aufgrund unerwartetem Schneefall war es notwendig, Dächer von Schneelasten zu befreien und bedrohte Häuser zu evakuieren – hier war die Feuerwehr mit großem Einsatz dabei.

 

In diesem Jahr standen außerdem wieder Neuwahlen an. Alle vier Jahre wählt die Feuerwehr ihre Vorstandschaft, die Kommandanten haben eine Amtszeit von sechs Jahren. Vorsitzender Kinzel bedankte sich für die letzten vier Jahre: „Es war eine schöne Zeit.“ Und diese musste für niemanden der Vorstandschaft enden: Robert Kinzel wurde als erster Vorsitzender wiedergewählt, seine Stellvertretung übernimmt wieder Doris Noller. Florian Huber bleibt Kassenwart und das Amt des Schriftführers unterliegt weiterhin Michael Buresch. JF

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