Unser Kino-Tipp: Reiß di zamm!

Das Bayerische Outdoor Filmfestival 2019 am Sonntag in Wasserburg

image_pdfimage_print

Das Bayerische Outdoor Filmfestival 2019 – zwei Stunden lang steht es am kommenden, frühen Sonntagabend auf dem Programm des Wasserburger Kinos! Bayerisch und weltoffen zugleich – für das B/O/F/F ist das nicht der geringste Widerspruch, denn das Festival-Format verbindet Liebe zur Heimat mit der Sehnsucht nach Ferne! Es zeigt Natur-, Berg- und Bergsportfilme, die auf unterschiedlichste Weise mit Bayern zu tun haben …

Entweder stammen die Protagonisten aus dem Freistaat und/oder die Filmemacher und Produzenten und/oder der Streifen wurde in Bayern gedreht.

Und das sind die Filme:

Expedition/Klettern: Allein (10 Min.) – Der Film „Allein“ von Regisseur Franz Walter (Kempten) zeigt Robert Jasper in der Wildnis Grönlands.

Zu seinem 50. Geburtstag macht sich Jasper ein besonderes Geschenk – eine Expedition ganz für sich allein. Der Alpinist und Bergführer ist ein Minimalist, der heikle Situationen am Berg gelassen und konzentriert meistert. Im Seekayak verlässt er das Dorf Kulusuk an der Ostküste Grönlands, um nach zwölf Tagen Paddeln und Schleppen sein Basislager am Fuß des Molar Spire zu errichten. Solo steigt er in eine knapp 500 Meter hohe Felswand ein… Zu den Kletterschwierigkeiten und der enormen Anstrengung gesellt sich die drückende Last der Einsamkeit. Robert Jasper muss an seine Grenzen gehen.

Ski/Freeride: Iceland / Skiing the Elements (15 Min.) – Island ist eine Insel der Superlative: Jüngste Insel Europas, die mächtigsten Gletscher Europas, die größte Vulkaninsel der Welt! Wo nordamerikanische und eurasische Erdplatte aufeinandertreffen, entladen sich unvorstellbare Energien. Genau das richtige Terrain für eine Gruppe Abenteurer: „Die Freireiter“ aus dem bayerischen Oberland machen sich in Island auf die Suche nach spektakulären Freeride-Spots. Dabei erleben sie weit mehr als extreme Skiabfahrten in entlegenen Bergen. Und sie lernen ein Land kennen und lieben, das rau und stürmisch ist und zugleich so warm und freundlich wie seine Menschen – ein Land voller Kontraste. Ein Land, in dem die Elemente spürbar werden.

Skitour/Tauchen: Skitour in die Unterwelt (30 Min.) – Die Gottesackerwände und der Hohe Ifen in den Allgäuer Alpen bieten einen unverwechselbaren Anblick. Der Fels besteht aus Schrattenkalk, entstanden vor 120 Millionen Jahren im Flachwasserbereich des Urmeeres Thetys. Zwischen den Felswänden liegen zu beiden Seiten flache Täler. Wo sich im Sommer eine wüstenhafte Felslandschaft präsentiert, formen im Winter Wind und Schnee die Landschaft. Darunter verborgen liegen geheimnisvolle Höhlen wie das berühmte Hölloch, eines der größten unterirdischen Systeme Deutschlands. Jürgen Schafroths Film begleitet drei Allgäuer Abenteurer, die sich seit zwei Jahrzehnten der Erforschung dieser Landschaft widmen – und sich dort sogar eine „Ferienwohnung“ eingerichtet haben.

Wüste/Motorrad: Ginger (12 Min.) – Ein meisterhaft inszenierter Kurzfilm von Regisseur Markus Stoll (München), der in der Weite der bolivianischen Salzpfanne Salar de Uyuni eine skurrile Parabel zum Thema „Freiheit“ erzählt. Gedreht wurde der Film an einem Tag – seine inhaltliche Dichte ist dennoch, oder gerade deshalb, beeindruckend. Ohne erhobenen Zeigefinger zeichnet „Ginger“ das Verhältnis des modernen Menschen zu sich selbst und seinen Mitmenschen nach. Und legt den Schluss nahe, dass Freiheit zuletzt nicht Freiheit von etwas, sondern nur Freiheit zu etwas sein kann.

Mountainbike/Freeride: Variety (5 Min.) – Downhill-Biken

Modernes Downhill-Biken findet in der Regel zwischen Berg- und Talstation einer Seilbahn statt. Auf diese Weise sammeln Aktive die meisten Abfahrtsmeter, ohne sich im Aufstieg mühen zu müssen. Gerhard Senfter, Downhill-Racer, Freerider und Urgestein der Innsbrucker Vertriders-Szene, leistet in „Variety“ für seine Abfahrten etwas mehr Vorarbeit. Dabei versucht er, die verschiedenen Bike-Disziplinen auf einem im Ersten Weltkrieg aus dem Fels gesprengten Weg in Einklang zu bringen. Und scheut sich dabei nicht, auch mal vom Radl zu steigen …

Expedition/Klettern: Cerro Kishtwar – Reiß di zamm! (unser Foto – 33 Min.) – Thomas Huber, Stephan Siegrist und Julian Zanker eröffneten 2017 eine wundervolle Neutour in der Nordwestwand des Cerro Kishtwar (6173 m) im indischen Kashmir. Ihrer anspruchsvollen Linie (VII, A3+, M6) gaben sie den Namen „Har-Har Mahadev“, was auf gut bairisch so viel heißt wie „Reiß di zamm!“ Wie es zu diesem Namen kam? Nun, von minus 20 Grad Kälte, Spindrift, vereiste Risse, sieben Tage in der Wand sowie ungewohnte Yoga-Sessions im Basislager stellen auch Extrembergsteiger vor herbe Herausforderungen.

Mountainbike: Paws & Wheels (4 Min.) – Oli Dorn ist einer der besten Enduro-Biker Deutschlands und so gut wie nie ohne seinen Hund „Balu“ unterwegs. In ihrem Film erzählt die Münchnerin Susanna Kosa in stimmungsvoll komponierten Bildern eine Geschichte der Freundschaft zwischen einem Allgäuer Zweiradfahrer und einem Australian Shepherd, dem es auf den Trails nicht schnell genug gehen kann.

BRD

2019

AB 0 JAHRE

LÄNGE 120 MIN.

Das Kino-Programm heute und morgen in Wasserburg:

Dienstag 12.03
15.30 UHR Ostwind – Aris Ankunft
17.00 UHR Wie gut ist deine Beziehung?
17.45 UHR The Sisters Brothers – O.m.U.
19.30 UHR Trautmann – MIt Regisseur Marcus H. Rosenmüller
20.30 UHR Der goldene Handschuh
Mittwoch 13.03
15.15 UHR Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt
15.30 UHR Ostwind – Aris Ankunft
17.45 UHR Green Book – Eine besondere Freundschaft
18.00 UHR Beautiful boy
20.15 UHR The Sisters Brothers
20.30 UHR Der goldene Handschuh

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren