Der Anfang ist gemacht

Haag: Neues Pfarrheim im Zehentstadel nimmt Formen an

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Der Startschuss für das neue Pfarrheim im Zehentstadel ist erfolgt. Mit einem Runden Tisch im Rathaus eröffneten der Markt Haag und die Vertreter der katholischen Pfarrei die Planungsphase. Im Westteil des Zehentstadels soll der Pfarrsaal samt Neben- und Gruppenräumen eingebaut werden, den die Kirchenstiftung nach Fertigstellung anmietet. Gleichzeitig wird in diesem Bauteil die Bücherei als Medienzentrum geplant.

Die Bücherei wird künftig vom Bau und Unterhalt her in der Verantwortung der Marktgemeinde Haag liegen und auch nicht von der Pfarrei angemietet werden. Vorgesehen ist allerdings eine Kooperation beim Betrieb.

Bürgermeisterin Sissi Schätz stellte Architekt Udo Rieger aus Isen als Planer des gesamten Zehentstadels vor. Der Gemeinderat hatte ihn nach einem europaweit durchgeführten Auswahlverfahren beauftragt. Rieger erläuterte anhand seiner Referenzobjekte wie zum Beispiel dem Haager Bauernmarkt oder dem Kulturzentrum „Jakobmayer“ in Dorfen die Vorgehensweise für das Großprojekt Zehentstadel, das auch das Kino mit Café in der ehemaligen Turnhalle im Ostteil des Gebäudes umfasst. „Für das Pfarrheim sollten wir so wichtige Dinge wie Fenster und Fassadenöffnungen so bald wie möglich mit dem Denkmalschutz abstimmen“, so der Architekt. „Mit der Entwurfsplanung wird dann ein Zeitplan für die Ausführung erstellt, denn dann sind auch die Fachplaner für Heizung, Lüftung, Sanitär, Statiker und Brandschutzplaner so weit.“

 

Lenkungsgruppe vorgeschlagen

Einig waren sich die Vertreter von Kirche und Gemeinde, dass eine Lenkungsgruppe sinnvoll ist, die die Planungsschritte begleitet und in der die Vorschläge der Nutzer gebündelt werden. Neben Vertretern der Gemeinderatsfraktionen sollten die Kirchen- und Gemeindeverwaltungen vertreten sein. Entscheidungsgremium bleibt natürlich der Gemeinderat oder der Bauausschuss. Udo Rieger hat mit dieser Vorgehensweise bei Projekten mit vielen Nutzungsmöglichkeiten gute Erfahrungen gemacht.

 

Mietvertrag in Arbeit

Künftiger Mieter wird die Pfarrkirchenstiftung Mariä Himmelfahrt. Ein Mietvertragsentwurf vom Erzbischöflichen Ordinariat München liegt dem Markt Haag vor und soll Grundlage für eine gemeinsame Willensbekundung von Gemeinde und Kirchenverwaltung sein, das Projekt durchzuführen. Der endgültige Mietvertrag wird dann geschlossen, wenn aufgrund des vereinbarten Raumprogramms und der Art und Weise der Ausstattung die Miete festgelegt werden kann.

 

Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Planungen nun zügig in Angriff genommen werden sollen. Damit das bisherige Pfarrheim bis zum Umzug noch vollständig genutzt werden kann, wird die Kirchenstiftung einige „Not“-Reparaturmaßnahmen durchführen. „Ein paar Jahre muss es noch durchhalten“, so Kirchenpfleger Hermann Jäger.

Foto von links: Bauamtsleiter Andreas Grundner, Architekt Udo Rieger, Bürgermeisterin Sissi Schätz, Verwaltungsleiterin Pfarrei Barbara Wieland, Pfarrer Pawel Idkowiak, Kirchenpfleger Hermann Jäger. (Foto: Alex Obermeier)

 

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