Vorstandschaft wurde wiedergewählt

Landkreisrelevante Themen und Neuwahlen zur Jahreshauptversammlung der WGW

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Zur Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder der Wählergemeinschaft Landkreis Mühldorf-West in Hackelthal. Neben regionalen Themen wie einem Kreisverkehr in Rechtmehring und die gesunkene Kreisumlage, ging es auch um die bevorstehenden Kreistagswahlen. Und auch an diesem Abend wurde gewählt: Alle zwei Jahre gibt es eine neue Vorstandschaft.

„Mit welchen Themen sollen wir in die Wahl einsteigen?“ Eine wichtige Frage von Vorstand Richard Pointl zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der Wählergemeinschaft Landkreis Mühldorf-West. Denn bald stehen wieder Kreistagswahlen an und es soll eine gut gemischte Liste geben. Er bat die Anwesenden darum, sich bis zur nächsten Sitzung Gedanken darüber zu machen und gegebenenfalls für die Wahl aufstellen zu lassen.

 

Über die aktuellen landkreisrelevanten Themen aus dem Kreistag sprach der 2. Vorsitzende Josef Schöberl. „Baustellen gibt es genug im Landkreis.“ Darunter der Neubau des Gymnasiums in Gars. Nach fünf Jahren sei es endlich so weit: Heuer wird angefangen. Auch soll der Kreisverkehr zwischen Rechtmehring und Freimehring dieses Jahr umgesetzt werden. „Schade, dass erst viel passieren muss, bis er gebaut wird“, kritisierte Schöberl. Auch das berufliche Schulzentrum in Mühldorf ist baufällig und das Krankenhaus Mühldorf bekommt einen Anbau. „Die Situation am Krankenhaus ist eine Katastrophe“, so Vorsitzender Pointl. Die Chance, einen Parkplatz zu finden, sei gleich null.

 

Außerdem laufen Gespräche zwischen den Kliniken Mühldorf und Altötting. Für die nähere oder mittlere Zukunft sei nicht sicher, ob sich beide selbstständig erhalten können. „Es wird versucht, eine Kooperation zu schließen“, erklärte Egon Barlag. Durch die enge Nähe zueinander seien sie einzeln vermutlich nicht überlebensfähig. „Es läuft wahrscheinlich auf eine Fusion hinaus.“

 

Neben Bauthemen gab es noch weitere Neuigkeiten: Die Kreisumlage wurde gesenkt. „Eine Erleichterung für die Kommunen“, so Norbert Stahllechner. Und auch der öffentliche Personennahverkehr wurde thematisiert. Die Anbindung an Dorfen und eine einfache Verbindung zwischen Mühldorf und München sind gefordert. „Der Wildpark Oberreith wünscht sich auch eine bessere Anbindung“, so Toni Lentner. Das Thema würde aber am kommenden Montag weiter diskutiert. Es soll einen Pilotraum geben. „Der Westen ist mit dabei.“

 

Die Überlegung, die WGW mit den freien Wählern zu koppeln, wurde verworfen: „Wir haben für den Westen des Landkreises einiges bewegen können“, so Schöberl. Das sei auch weiterhin das Ziel. Eine Fusion von WGW und UWG zu den Freien Wählern steht deshalb aktuell außer Frage. „Wenn weniger Leute auf der Liste stehen, ist unser Teil des Landkreises auch weniger vertreten.“ So würde die WGW Leute im Kreistag verlieren. „Das steht nicht zur Debatte, wir bleiben eigenständig.“

 

Zum Ende der Jahreshauptversammlung fanden wieder die Neuwahlen der Vorstandschaft statt. Als erster Vorsitzender wurde Richard Pointl einstimmig wiedergewählt. Auch Josef Schöberl bleibt zweiter Vorstand und Franz Manzinger besetzt weiterhin das Amt des Kassiers. Schriftführer wurde bisher nie gewählt – in diesem Jahr beschlossen die Mitglieder, Dr. Bernhard Grabmeyer für das Amt vorzuschlagen, da er bereits seit Jahren Protokoll zu den Sitzungen führt. Nun wurde er einstimmig gewählt. „Ich bin ganz überrascht und freue mich – danke.“

 

Im kommenden Jahr wird es wieder stressiger, weiß Pointl. „Die Wahl muss vorbereitet werden und zum 30. Jubiläum soll es eine kleine Feier geben.“ Ab Mitte September geht es los mit den Wahlvorbereitungen.

 

 

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