„Nach bestem Wissen und Gewissen!”

Nest-Umsiedlung für Haager Störche mit Absegnung der Naturschutzbehörde

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So wie’s aktuell ausschaut, werden sich die Haager Störche offenbar eher auf dem Krankenhaus ansiedeln und nicht auf dem Rathaus. So die aufmerksamen Beobachtungen von Andreas Grundner von der Marktgemeinde-Verwaltung. Wie berichtet, waren für das Paar an diesen beiden Stellen alternative Nester errichtet worden, nachdem ihr altes, langjähriges Zuhause – der in Privatbesitz befindliche Kamin der ehemaligen Gerberei – wegen extremer Einsturzgefahr laut Statiker zu gefährlich geworden war. Sowohl die Untere Naturschutzbehörde, als auch der Bund Naturschutz gaben grünes Licht zur Umsiedelung, heißt es heute aus dem Haager Rathaus.

Andreas Grundner bestätigte gegenüber der Wasserburger Stimme, dass man nach bestem Wissen und Gewissen so gehandelt habe und nicht zu vergessen sei die Gemeinde hier ja nur Unterstützer und Helfer! Der Kamin sei in Privatbesitz. Man habe gemeinsam alle Fürs und Widers abgewogen – vor allem wegen der beginnenden Brutzeit – und man habe es sich sicher nicht leicht gemacht, denn der Aufwand der Umsiedelung war kein kleiner.

Von allen fachlichen Seiten war bestätigt worden, dass die Störche – sie sind Zugvögel, die früher als erwartet zurückgekehrt seien – mit einem Umzug zu Beginn der Brutzeit klar kommen. Grünes Licht also: Und so wie es aktuell ausschaue, sei der neue Nistplatz auf dem Krankenhaus offenbar der Favorit des Paares, so Grundner optimistisch. In der Hoffnung auf kommende Jungstörche …

Der Kamin sei übrigens – trotz Einsturzgefahr – bislang nur noch nicht abgerissen worden, da er unter Denkmalschutz stehe. Das Prozedere sei dadurch langwieriger. Die Parkplätze unterhalb seien schon lange vorsichtshalber gesperrt, so Grundner.

Foto: Georg Barth

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