Bagger versinkt im Innkanal

Schwierige Bergung - Auch Haager Schnell-Einsatz-Gruppe war vor Ort

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Gegen 15.45 Uhr wurde gestern die Wasserrettung Waldkraiburg, der Rettungsdienst Waldkraiburg und die Schnell-Einsatz-Gruppe Haag, die Feuerwehr Waldkraiburg und Pürten sowie das THW und das Landratsamt Mühldorf zu einem ungewöhnlichen Bergeeinsatz in der Nähe der Waldkraiburger Kläranlage gerufen. Bei Bauarbeiten an der Innkanalböschung, wo gerade Beton aufgespritzt wird, hatte ein Kleinbagger im unwegsamen Gelände den Halt verloren und war von der Böschung in den Innkanal gerutscht.

Der Fahrer konnte sich in letzter Minute noch aus dem Bagger retten, der Minibagger versank fünf Meter tief im Innkanal.

Die Feuerwehr Pürten und Waldkraiburg, sowie die Wasserwacht Waldkraiburg versuchten mit schwerem Gerät und Tauchern den Bagger zu fixieren und ihn anschließend aus dem Wasser zu bergen. Unter Hinzuziehung von Fachberatern vom THW und Mitarbeitern vom Verbund mussten die Arbeiten gegen 19 Uhr eingestellt werden, weil mit dem vorhandenen Gerät eine gefahrlose Bergung nicht möglich war.

Am heutigen Donnerstag, wurde  dann gegen 8.15 Uhr die Bergung wieder aufgenommen. Hierbei kamen die Bergungstaucher vom THW (Landshut, Mühldorf) mit schwerem Gerät zum Einsatz. Von einer Fachfirma wurde ein Schwerlastkran angefordert, um den Minibagger mit einem Gewicht von vier Tonnen zu bergen. Die Feuerwehr Pürten unterstützte die Bergung mit Einsatzkräften sowie mit Sicherungsmaßnahmen.

Gegen 11 Uhr war der Bagger aus dem Innkanal geborgen. Nach Überprüfung des Gewässers durch das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim konnte keine Kontamination durch Diesel bzw. Ölgemisch festgestellt werden. Der Bagger wurde durch die Fachfirma abtransportiert.

Zu keiner Zeit der Bergung gab es eine Umweltgefährdung durch austretende Betriebsstoffe.

Bei der Bergung  waren elf Einsatzkräfte des THW (Landshut, Mühldorf) einschließlich Bergungstauchern, schwerem Gerät und einem Boot beteiligt. Die Feuerwehr Pürten war zur Absicherung mit sieben Mann im Einsatz. Die Polizei Waldkraiburg war mit zwei Streifen und drei Beamten vor Ort. Ein Mitarbeiter vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim sowie zehn Mitarbeiter vom Verbund waren ebenfalls im Einsatz. Geleitet wurde die Aktion vom THW, Ortsverband Mühldorf sowie dem Katastrophenschutz des Landratsamtes Mühldorf.

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