Nun doch: Pallasmauer soll erhalten bleiben

Haag: Bauausschuss diskutierte über Planungsvarianten des Schlosshofs im Bereich der Rampe

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Es soll möglichst viel Grünfläche erhalten bleiben. So lautet das Ergebnis der vergangenen Bauausschusssitzung zum Thema Schlosshof. Mit möglichst geringen Eingriffe in die historische Pallasmauer soll die Neugestaltung nun weitergeplant werden.

Unter drei möglichen Varianten im Bereich der geplanten Rampe konnten die Mitglieder des Bauausschuss auswählen. Mit jedem Vorschlag soll die Rampe weiter von der Ringmauer abgerückt werden. Ziel ist es, die Eingriffe in die historische Substanz zu verringern. Landschaftsarchitekt Markus Türk der Firma NRT stellte die möglichen Planungsvarianten vor.

„Je weiter wir die Rampe von der Mauer abrücken, umso mehr Sitzplätze verlieren wir“, stellte Türk klar. Allerdings biete sich dadurch mehr Grünfläche und die historische Pallasmauer könne erhalten bleiben. Außerdem stellte er eine Zusatzoption vor: Am Rand der Rampe lassen sich Zusatzstufen anbringen. „Damit lassen sich die Sitzstufen leichter begehen“, so der Landschaftsarchitekt. Allerdings bedeutet auch das weniger Sitzplätze. In der ursprünglichen Planung waren 400 Sitzplätze vorgesehen. Wenn die Rampe möglichst weit von der Mauer abgerückt werden soll und zusätzliche Stufen angebracht werden, gehen allerdings je nach Bestuhlung etwa 40 Plätze verloren.

 

Die Grundrisse der Mauer und der Treppe sollen erhalten bleiben. „Das ist wertvoll, das werden wir nicht anrühren“, so Türk. Allerdings müsse die Höhensituation angepasst werden. „Die durch Witterung weggebrochene Schicht wird auf eine Ebene abgetragen.“

 

Bei den Varianten war sich der Bauausschuss schnell einig. „Welches ist der geringste Eingriff?“, war für Ludwig Schletter ausschlaggebend. Die dritte Variante mit größtmöglichen Entfernung zur Ringmauer biete neben mehr Rasenfläche außerdem einen besseren Zugang zur Bühne.

Und Stefan Högenauer betonte: „Wir sollten die Chance nutzen, um die Einbauten zu reduzieren.“ Sitzplätze an der Bühnenseite seien ohnehin nicht optimal.

 

Eine Meinung, die der Großteil des Bauausschuss teilt: Sie stimmten für die Planungsvariante mit größtmöglichem Abstand zur Ringmauer. Zusätzlich soll es Stufen geben. JF

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Ein Kommentar zu “Nun doch: Pallasmauer soll erhalten bleiben

  1. Team_Schlosshof_erhalten

    Der sogenannte geringe Eingriff in die historische Palasmauer betrifft nur den älteren Teil des Vorgängerbaus. Der Teil aus der Zeit von Graf Sigmund vom neuen Palas von 1481 wird weiterhin zerstört und abgerissen. Dies hat der Planer gestern auf der Sitzung des Bauausschusses erklärt. Alle drei vorgestellten Planungsvarianten unterscheiden sich hier nicht, keine Version nimmt Rücksicht auf das vorhandene. Die Sitzreihen gehen über die Außenwand des Palas, deshalb muss dieser weichen. Auch die historische Treppe wird mindestens 1,5 Stufen verlieren. Die Anpassung der Höhensituation heißt, dass von der Seite mit der Lichtnische mindestens 2 Reihen Steine abgebrochen werden. Wer die Abtragung der Mauer von 20 cm kennt, die eigentlich 42cm sind kann sich ausrechnen, was danach noch überbleibt.

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