Bürger-Medaille für Franziska Preuß

Zahlreiche Ehrengäste gestern bei Auszeichnung der Biathletin in Albaching

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Im Rahmen eines Grillabends des 1. Franzi-Preuß-Fanclubs mit vielen geladenen Gästen überreichte Bürgermeister Franz Sanftl die Albachinger Bürgermedaille in Silber an die Sportlerin. In einer lockeren Atmosphäre feierten Freunde, Bekannte, Albachinger Vereinsvorstände sowie der Dritte Bürgermeister von Haag, Herbert Zeilinger, und Mitglieder des Wintersportvereins die Ehrung von Franzi.

Gleich nach der Begrüßung der Gäste durch Bürgermeister Sanftl ging ein kleiner Traum von Franziska Preuß in Erfüllung. Da sie bei dem Konzert von Paul Kowol im Dezember letzten Jahres in Albaching leider nicht dabei sein konnte, spielte er gestern exklusiv für sie auf dem Gemeindeplatz vor dem Albachinger Kinderhaus. Die Gäste waren begeistert und sogar die Kirchenglocken begleiteten den jungen Musiker pünktlich um 19 Uhr.

Im Anschluss berichtete der Vorsitzende des Fanclubs, Hans Bubb, kurz über den Werdegang von Franzis sportlichen Leistungen. Besonders interessant war im Anschluss daran das Interview über „Dinge, die man von Franzi nicht weiß“. So konnte Franziska in ihrer lockeren Art über die Abläufe hinter den Kulissen berichten.

So hat sie im ganzen Jahr nur etwa vier Wochen „Urlaub“ und trainiert die sonstige Zeit mindesten 25 Stunden in der Woche Ausdauer, das Schießtraining noch nicht eingerechnet. Auf die Frage, was ihr besser gefällt, Olympia oder Weltcup, war die Antwort eindeutig: „Olympia ist zwar eine interessante Erfahrung, aber viel schöner sind der Weltcup oder die deutschen Meisterschaften. Bei Olympia passt die Stimmung nicht so richtig”, meinte Franziska. In Sotschi habe sie außer dem Hotel und ihren Wettkämpfen in der Sportarena nicht viel mitbekommen. Das sei zum Beispiel ganz anders in Ruhpolding.

Auf die Frage, ob sie die Dopingfälle mitbekommen habe, erzählte sie, dass ihr Team auch nur aus dem Fernsehen die Informationen erhalten habe. Sie selbst sei wegen ihres neunten Weltranglisten-Platzes in der höchsten Kontrollstufe. Das gehe zum Teil soweit, dass sie Bescheid geben muss, wenn sie ihren Standort wechselt. „Wenn ich nach Hause komme, fragt mich meine Mama schon jedes Mal, ob ich mich auch richtig abgemeldet habe“, so Franzi im Interview.

Auch für weitere Hobbys hat Franzi wenig Zeit: „Es ist schon schön, wenn ich an einem Sonntag mal abhängen kann“. Aber es mache auch Spaß und sie fühle sich fit für die kommende Saison.

Das Training hat nach der vierwöchigen Pause im April schon wieder begonnen und am Herbstanfang geht’s dann zum Training auf die Gletscher.

Den eigentlichen Höhepunkt durfte dann Bürgermeister Franz Sanftl einleiten. Für die Leistungen und das Engagement, das Franzi seit ihren ersten Erfolgen in der Jugendolympiade an den Tag legt, habe sie eine besondere Auszeichnung verdient. „Sie hat Albaching nicht nur im Landkreis und in Deutschland gut vertreten, sondern mittlerweile auch in der ganzen Welt.” Bürgermeister Sanftl freute sich deshalb, ihr die Ehrenmedaille in Silber überreichen zu können. Ein Blumenstrauß durfte dabei auch nicht fehlen.

 

Dankende Worte sprach auch der Chef des lokalen Sponsors Huber & Sohn, Josef Huber, aus.

Und die Brauerei Erding spendierte das Bier.

Nach der Ehrung wurde noch gemeinsam gemütlich in der lauen Sommernacht gefeiert.

Text und Fotos: GG

Franziska Preuß und ihre Mutter Elisabeth (rechts) am Familientisch.

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