Jed’s Jahr im September …

Delegation hartgesottener Fans feiert eigenes kleines Haager Herbstfest

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„Das Haager Herbstfest fällt heuer aus” – Diese Nachricht sorgte nicht nur für Verwunderung im Altlandkreis, manche traf es besonders hart. Tom Fellner zum Beispiel hat letztes Jahr eigens fürs Haager Herbstfest ein Lied geschrieben, das mit der Zeile „Jed’s Jahr im September um de seube Zeit” beginnt. Damit das auch künftig noch behauptet werden kann, dachte sich Fellner kurzerhand: Mach ma doch selber a kloans Herbstfest!

„Ein Herbstfest hat einfach nicht auszufallen! Das ist ein Traditionsfest und Traditionen müssen gewahrt werden!”, betont Fellner. So traf sich am vergangenen Freitag um 16 Uhr – wo normalerweise der Festeinzug stattgefunden hätte – eine Delegation aus treuen Herbstfest-Freunden am eigentlichen Zeltplatz.

Unter anderem dabei waren: Karl-Heinz Zaulig (Schäffler und mit der Fischbraterei jedes Jahr am Herbstfest), Albine Koerber vom Herbstfest-Organisationsteam, Vertreter des Küchenpersonals, Florian Huber von der Feuerwehr, Martin Sax von Haag Aktiv, Festwirtfamilie Furch (vetreten durch Maria und Sohn Andreas) und Alois Unertl jun.

Auch die Burschen aus Ramsau machten ihr eigenes kleines Herbstfest am Samstag.

 

Alois Unertl war selbst sehr enttäuscht, als ihn die Hiobs-Botschaft im Mai erreichte. „Vor allem für die Kinder und Stammgäste tut es mir sakrisch Leid. Über die Umsatzverluste reden wir jetzt gar nicht, es gibt Wichtigeres als Geld im Leben”. Beim Blick auf das Wetter sei er aber schon ein wenig verärgert, hätte doch das Herbstfest heuer offensichtlich endlich mal ohne Regen und Sturm über die Bühne gehen können.

Zuerst sei er skeptisch gewesen, ob er bei dem kleinen Alternativ-Festl mitmachen wolle, „aber dann ist mir bewusst geworden, was wir für treue, tolle und pfundige Herbstfest-Fans haben und dann wollte ich sie nicht hängen lassen. Traurig und trotzdem schee wars”, so Alois Unertl junior.

Nach ein paar Bier und viel Ratschen löste sich die Gruppe dann wieder auf. „Ohne Schlägereien, keine Ausfälle, wunderbar alles”, scherzte Fellner. Was er aber mit ernster Stimme betonte, war, dass es sich bei der Aktion um kein Politikum gehandelt habe. „Da soll nicht mehr reininterpretiert werden, als es zum Reininterpretieren gibt. Bevor wir uns da traurig in den Keller hocken und ein Kerzerl anzünden, wollten wir zumindest ein bisschen für Heiterkeit sorgen, sodass man halt sagen kann ,es hat stattgefunden’. Nur ein kleiner Spaß, mehr nicht.”

Auch Alois Unertl unterstrich die Gaudi, um die es dabei ausschließlich ging. „Nachdem wir ein halbes Jahr getrenzt haben, narrisch waren und Schuldige gesucht, aber ned gefundn haben, war’s jetzt einfach Zeit, nach vorn zum schaun.”

 

Worüber sich alle Beteiligten einig waren, ist die Vorfreunde auf das Kirtafest, das anstelle des Herbstfests im Oktober stattfinden wird. Dazu Alois Unertl: „Gebt’s derweil bitte dem Kirtafest eine Chance und helft’s zam, damit’s 2020 wieder des guade oide HAAGER HERBSTFEST gibt!”

 

Haager Kirta: Fünf tolle Tage im Oktober

 

Das Herbstfestlied von Tom Fellner und Daniel Grandl und unser Interview dazu: 

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