Zuhause gab’s ein klares 7:2

EHC Waldkraiburg: Klarer Sieg gegen dezimierte Bad Kissinger Mannschaft

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Das Freitags-Spiel des EHC in Waldkraiburg gegen den EC Bad Kissingen begann mit Warten. Warten, bis sich der Bad Kissinger Spielerbus aus dem Stau befreien konnte. Rund eine halbe Stunde später als geplant, begann das Spiel gegen die von Stadionproblemen geplagten Bad Kissinger, die selbst nur mit einem Rumpfkader nach Waldkraiburg gekommen waren.

Dieser Umstand spiegelte sich auch im Bad Kissinger Spiel wider. Man war aufs Verteidigen bedacht und ließ die Löwen lieber kommen. Dies spart Kraft und man hält mit nur zehn angereisten Spielern möglicherweise etwas länger durch. Dennoch waren es die Mannen aus dem Norden des Freistaats, die das erste dicke Ausrufezeichen im Spiel setzen konnten. Anton Zimmer war es, der, alleingelassen von der Waldkraiburger Abwehr, die Eins-zu-eins-Situation gegen Waldkraiburgs Nummer 1 Kevin Yeingst für sich entscheiden und zum 1:0 treffen konnte. Dies änderte jedoch nichts an der Spielsituation.

Waldkraiburg, weiterhin spielbestimmend, drückt den EC Bad Kissingen in das eigene Spieldrittel, von den Wölfen sieht man lediglich hin und wieder einen Entlastungsangriff. Dann, die elfte Minute war soeben angebrochen, die Erlösung für Waldkraiburger Anhang und Spieler. Josef Straka gleicht, auf Zuspiel von Tomas Rousek und Thomas Rott zum 1:1 aus. In der Folge Waldkraiburg weiter am Drücker, doch das nächste Tor wollte einfach nicht fallen.

Das zweite Drittel beginnt Bad Kissingen mit einer Strafzeit, ohne dass auch nur eine Sekunde des Abschnitts vergangen wäre. Weil die Mannschaft die gastfreundlichen Kabinen in der Waldkraiburger Raiffeisen-Arena scheinbar zu sehr genossen hatte, kam sie mit deutlicher Verspätung aus selbiger wieder zurück. Dies bestrafte Schiedsrichter Michael Fischer mit einer zweiminütigen Strafe für die Wölfe. Lange musste Marc Hemmerich jedoch nicht auf der Strafbank sitzen. Nach 22 Sekunden war es Mathias Jeske der, auf Zuspiel von Tomas Rousek und Lukas Wagner das Spielgerät zum 2:1 in die Maschen hämmerte.

Wieder dauerte es, bemessen an der Überlegenheit der Löwen, viel zu lange bis das nächste Waldkraiburger Tor fiel. Nico Vogl war es schließlich, der nach rund 30 gespielten Minuten, auf Pass von Christof Hradek und Fabian Kanzelsberger, auf 3:1 erhöhte. Nun schienen die Bad Kissinger Hoffnungen etwas aus Waldkraiburg mitnehmen zu können, erloschen zu sein. So nutzte Josef Straka, nach Vorarbeit von Jeske und Wagner, nur zwei Minuten nach dem dritten Tor, die Chance und erhöhte auf 4:1. Den Schlusspunkt des zweiten Durchgangs, in der mit 601 Zuschauern vergleichsweise schwach besuchten Raiffeisen-Arena, setzte dann erneut Nico Vogl. In der 39. Minute schließt er einen Spielzug mit den Passgebern Hradek und Seifert erfolgreich zum 5:1 ab und besiegelt den Pausenstand.

Passend zur Tatsache, dass die Löwen-Trainer Alex und Sergej Piskunov der dritten Reihe des EHC an diesem Freitag sehr viel Eiszeit gaben, wechselte der EHC in der Pause auch den Torhüter. Für Kevin Yeingst stand also nun Fabian Birk im Tor. Er machte seine Sache gut.

Das Spiel selbst hatte sein Gesicht nicht geändert. Drückende Waldkraiburger setzen sich im Wölfe-Drittel fest, Bad Kissingen, mittlerweile auch am Ende der Kräfte angekommen, verteidigt was geht und versucht langes Laufen zu vermeiden. Dies rächt sich für die Nordbayern in der 45. Spielminute. Christof Hradek, ein Tor früher noch Vorlagengeber, darf sich nun selbst in die Liste der Schützen eintragen, nachdem er mustergültig von Nico Vogl bedient wurde. In der 49. Minute dann eine Doppel-Strafe für den EHC Waldkraiburg und eine Auszeit für die Wölfe aus Bad Kissingen.

Diese mobilisierten die letzten Reserven und nutzten diese Zwei-Mann-Überzahl zur Ergebniskosmetik. Dieses zweite Tor brachte jedoch nicht mehr Fahrt in das Spiel, im Gegenteil. Auch die Löwen nahmen nun Geschwindigkeit aus ihren Bemühungen, möglicherweise weil man bereits das große Derby gegen den ESC Dorfen im Kopf hatte. Dennoch durfte ein Löwe, und zwar der offiziell beste des Abends, Mathias Jeske, den Schlusspunkt in dieser Partie setzen. Nach Pässen von Thomas Rott und Tomas Rousek, hämmert dieser erneut den Puck von der blauen Linie ins Tor und sorgt für den Endstand von 7:2.

 

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