Erste Niederlage nach 16 Spielen

EHC Waldkraiburg unterliegt gegen die Passau Black Hawks mit 3:6

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16 Spieltage hat es gedauert, nun hat es auch die Waldkraiburger Löwen erwischt. In einem hochklassigen Spiel vor mehr als 1.100 Zuschauern unterliegt ein stark dezimierter EHC Waldkraiburg dem EHF Passau mit 3:6.

Das erste Drittel begann mit einer hohen Geschwindigkeit auf beiden Seiten. Bereits nach knapp drei Minuten, konnten die mehr als 100 mitgereisten Waldkraiburger Fans bereits die ersten Chancen ihrer Jungs auf dem Eis bewundern. Insgesamt konnte man einen sehr spritzigen Eindruck der Löwen-Mannschaft gewinnen und somit berechtigte Hoffnung auf Punkte haben. Aber auch die Black Hawks wissen, wie man die Scheibe übers Eis schiebt.

In der 11. Spielminute ist es dann Passau, das das erste Tor des Spiels erzielt. Florian Fischer heißt der Torschütze in diesem Fall. Von einem solchen Rückstand lässt sich ein Löwe jedoch nicht aus der Ruhe bringen, ebenso wenig von den drei schadlos überstandenen Strafzeiten im ersten Durchgang. Als die Uhr 19:56 zeigt und die meisten Fans gedanklich schon in der Pause sind, ist es Leon Decker, der vor dem Tor der Passauer am schnellsten schaltet und den freien Puck zum Ausgleich ein chippt.

Der zweite Durchgang, ist der, der den Löwen sprichwörtlich das Genick bricht. Aus der Kabine kamen die Männer vom EHC noch sehr spritzig und auch die ersten Minuten agierten sie so. Der erste echte Angriff der Passauer jedoch, sollte gleich ein Tor der Passauer nach sich ziehen. Erneut war es Florian Fischer, der dieses Mal durch die Waldkraiburger Verteidigung wirbelte und so frei vor Yeingst zum Schuss kam.

Auch in der Folge konnten sich die Löwen nicht über einen Mangel an Gelegenheiten beschweren. Mal direkt vor dem Tor, mal von der blauen Linie, wie Mathias Jeske, der mindestens zweimal an diesem Abend das Gestänge trifft mit seinem ansonsten harten und präzisen Schuss.

Wieder sind es aber die Black Hawks, die das nächste, ebenso wie das übernächste Tor erzielen. Erst ist es Petr Sulcik, der das 3:1 aus Passauer Sicht besorgt, dann Jan Sybek, der vom Schiedsrichter ein mindestens streitbares Tor zugesprochen bekommt.

Angepeitscht von den mehr als 100 mitgereisten Fans, sind es dennoch die Löwen, die den Schlusspunkt im Drittel setzen und die Hoffnung am Leben halten. Derbyheld Nico Vogl vollendet in doppelter Überzahl der Löwen eine Pass-Stafette mit den Vorlagengebern Straka und Jeske zum 2:4-Pausenstand.

Auch wenn Nico Vogl zu Beginn des dritten Durchgangs noch versucht die Reststrafe der Passauer zu nutzen, jedoch an Torhüter Ritschel scheitert, scheint es die ersten Minuten im finalen Drittel so, als hätten die Löwen resigniert. Mit der Führung im Rücken erzeugten die „Habichte“ aus der Dreiflüssestadt nun immer mehr Druck und sorgten, durch zwei weitere Tore, für den Vorentscheid in diesem Spiel.

Nie lag man beim EHC mit mehr als zwei Toren zurück, erst recht nicht so kurz vor dem Ende eines Spiels. Umso höher ist die enorme Moral dieser Mannschaft zu bewerten. Auch nach dem 2:6, das in etwa elf Minuten vor dem Ende des Spiels fiel, kämpfte jeder einzelne Spieler um jeden Puck, lief was das Zeug hielt und zog dies bis zur letzten Sekunde des Spiels durch. Da Ergebnis davon ist ein hocherfreuliches. In seinem erst zweiten Spiel für das „Senioren“-Team des EHC Waldkraiburg, erzielt der erst 16-jährige Thomas Nuss, der aus der eigenen U17-Mannschaft ins Team geholt wurde, sein erstes Tor für die Löwen und korrigiert das Endergebnis auf 3:6.

Auch wenn damit dieses Wochenende mit nur zwei Punkten für den EHC Waldkraiburg endet, steht der EHC weiterhin an der Spitze der Eishockey-Bayernliga.

Das nächste Heimspiel findet am 29. November um 20 Uhr gegen den zweitplatzierten vom TEV Miesbach statt. Dabei wird auch der ein oder andere kranke Leistungsträger wieder mit von der Partie sein.

PDG

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