Spitzenduell und ein „Geisterspiel“

Ab Freitag: Es wird das erwartbar schwere Wochenende für den EHC aus Waldkraiburg

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Es wird das erwartbar schwere Bayernliga-Wochenende für den EHC aus Waldkraiburg. Am Freitag kommt mit dem TEV Miesbach der Zweitplatzierte in die Raiffeisen-Arena, die mit einem Sieg die Tabellenführung übernehmen könnten und entsprechend motiviert sein dürften. Am Sonntag fahren die Löwen nach Geretsried zu einem Spiel, das nahezu ohne den eigenen Anhang auskommen muss. Da die baulichen Maßnahmen am Stadion in Geretsried noch nicht vollends abgeschlossen sind, ist die Gesamtzahl der Zuseher dort auf 200 begrenzt. Davon stehen dem EHC Waldkraiburg 20 Gästetickets zu.

Hierfür ist es ganz wichtig zu wissen, dass bitte niemand auf eigene Faust und ohne vorhandenes Ticket nach Geretsried reist, um dort sein Glück zu versuchen. Die vorhandenen 20 Tickets wird es in Waldkraiburg an der Fanshop-Hütte vor dem Stadion geben. Dort kann man diese bezahlen (á zehn Euro) und auf den eigenen Namen an der Kasse in Geretsried hinterlegen lassen.

Sieht man sich nun wieder die sportliche Seite des kommenden Wochenendes an, so sieht man mit Miesbach eine wahre Übermacht nach Waldkraiburg reisen. Ähnlich wie die Serie beim EHC Waldkraiburg, sieht auch die des TEV aus: Nur eine 0-Punkte-Niederlage gegen den TSV Peißenberg und zwei Niederlagen nach Verlängerung gegen die EA Schongau und den EHC Klostersee stehen zu Buche.

Der Treibstoff für die Miesbacher Tormaschine heißt Bohumil Slavicek. Ginge man nur nach erzielten Toren, wäre dieser mit 21 Stück mit Abstand an einer einsamen Spitze der Bayernliga. Aber auch die Spieler neben ihm, allen voran Filip Kokoska, Last-Minute-Zugang Dusan Frosch oder Maximilian Hüsken schlagen ein und liefern in dieser Saison ab. Der EHC Waldkraiburg jedoch, muss sich nicht vor diesen Zahlen verstecken.

Tomas Rousek, der am kommenden Freitag wieder fit sein sollte, Straka, Wagner, Nico Vogl on Fire, Jeske, Hradek und eigentlich alle Spieler die auch spielen können, dürften bis in die Haarspitzen motiviert sein dem, zumindest statistisch gesehen, stärksten Torwart der Liga, Timon Ewert, den ein oder anderen Treffer einzuschenken.

Das Sonntagsspiel wird, wie eingangs schon erwähnt, zumindest auf den Gästerängen ein ruhiges Spiel. Die Löwen, in dieser Saison eigentlich von zahlreich mitreisenden Fans verwöhnt, treten gegen die River Rats aus Geretsried an. Das Hinspiel am dritten Spieltag in der Raiffeisen-Arena ging deutlich knapper aus, als es sich die Löwen damals dachten. Nico Vogl war es, der die Löwen sechs Minuten vor dem Ende des Spiels durch sein 3:2 erlöste.

In der Liga läuft es für Geretsried eher durchwachsen. Mit zehn Punkten Abstand zum sechsten und damit sicheren Play-Off-Platz, steht man im Moment auf Platz 10 und ist weniger als ein verlorenes Spiel vom letzten Platz entfernt. Dabei schlägt man sich alles andere als schlecht, gerade gegen die vermeintlich „großen“ Gegner. So schoss man gegen Miesbach und Passau zuletzt jeweils vier Tore, dies gelang selbst den Löwen zuletzt nicht.

Beflügelt von der erneuerten und mit einem Dach versehenen neuen Heimspielstätte, werden die Geretsrieder sicher erneut ein unangenehmer Gegner für die Löwen.

Nicht unerwähnt sollte auch bleiben, dass dieses Spiel, das erste für den Löwen-Neuzugang Leon Judt sein wird. Der junge Angreifer trainiert bereits seit einiger Zeit mit dem Löwenrudel und darf ab Sonntag, wenn das Transferfenster der Bayernliga wieder öffnet, das erste Mal in einem Spiel mit seinen neuen Mannschaftskollegen aufs Eis.

Alexander Ahrends
Foto: Paolo Del Grosso

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