Spannung bis zur letzten Sekunde

EHC Waldkraiburg besiegt ESC Geretsried und bleibt Spitzenreiter

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Was oft als Phrase im Sport bemüht wird, traf am Sonntagabend beim Spiel EHC Waldkraiburg gegen die River Rats aus Geretsried tatsächlich zu: Spannung bis zur letzten Sekunde – und sogar darüber hinaus. Ein Tor nach Ablauf der letzten Sekunde, Jubel auf der Seite der River Rats, Diskussionen unter den Schiedsrichtern und die eindeutige „Kein Tor“-Handbewegung sicherten den Löwen an diesem Sonntag neben der Spannung auch die drei Punkte.

Los ging es in Geretsried mit einem Paukenschlag. Denn den ersten richtigen Angriff der Löwen in diesem Spiel, konnten die Waldkraiburger direkt in einen Torerfolg ummünzen. Josef Straka war es, der auf Vorlage vom wiedergekehrten Tomas Rousek und von Mathias Jeske die Scheibe nach nur 27 Sekunden im Netz der Geretsrieder Mannschaft unterbrachte.

Fast konnte man meinen, dass den Löwen diesen Extra-Tag Pause am vergangenen Freitag sehr gutgetan hat. Denn auch in der Folge an Treffer Nummer eins ließ man wenige Aktionen vom Gegner zu und konnte auf der anderen Seite immer wieder Chancen kreieren. So war es gleich in der zweiten Minute der Neue im Team Leon Judt mit einer vielversprechenden Gelegenheit nach Pass von Philipp Seifert. In der Folge sollten es noch einige Möglichkeiten werden, beispielsweise der berüchtigte Schuss von der blauen Linie durch Mathias Jeske aber auch Philipp Seifert durfte sein Glück versuchen.

Auf Geretsrieder Seite war es Benedikt May und Maximilian Rieger die am Schluss man der Löwen, Kevin Yeingst, scheiterten. Als die Uhr gerade 13:18 zeigte, gerieten die Löwen durch eine Strafe von Alexander Kanzelsberger in eine Unterzahlsituation. Ganze zwölf Sekunden dauerte es, da jubelte der Waldkraiburger Anhang erneut. Tomas Rousek eroberte an der Grenze zum eigenen Drittel die Scheibe und sein mitgelaufener Sturmpartner Straka und er, passten auf dem Weg zum Tor einige Male hin und her, bevor Rousek gekonnt vollendete und den Pausenstand von 0:2 besiegelte.

Den zweiten Durchgang begann die Geretsrieder Mannschaft bissiger. Eigentlich erwartete man von diesem Spiel deutlich mehr, hat man doch am Freitag zuvor immerhin Peißenberg mit 8:3 vom eigenen Eis gejagt. So sollte es dann auch kommen.

In der dritten Minute des zweiten Drittels ist es dann Stefano Rizzo der den River Rats noch einmal neuen Mut einhaucht. Bedient von Jonas Köhler, erzielt er den Anschluss zum 1:2 und läutet ein sehr ausgeglichenes nächstes Spieldrittel ein. Erneut sehen die, aufgrund der andauernden Baumaßnahmen, lediglich 200 Zuseher, einige größere und kleinere Möglichkeiten auf beiden Seiten des Spielfelds. In der 4. Minute vergibt Straka vor dem Tor und auch Josef Huber trifft nicht in die Maschen, sondern nur Martin Morczinietz, den Torhüter der River Rats. In der 31. Minute ist es dann der 17-jährige Leon Decker, der nicht nur für das 1:3, sondern auch für sein bereits viertes Tor in der Saison sorgt. Vorlagengeber waren auch hier Josef Straka, der an jedem Löwen-Tor in diesem Spiel beteiligt war und Mathias Jeske.

Das dritte Drittel landet bei den Spielanteilen wieder beim EHC Waldkraiburg. Die Löwen versuchen nicht das Spielergebnis zu halten und verwalten, sondern sie greifen munter an. So erzeugen sie bereits in den ersten Spielminuten vielversprechende Möglichkeiten vor dem Tor der „Flußratten“. Gleich in der ersten Minute ist es Wagner, der aussichtsreich vergibt, im Anschluss sind es zweimal Vogl und einmal Fabian Kanzelsberger, die in einer Druckphase der Löwen das vierte Tor nicht klar machen können.

Aber auch Geretsried hat die ein oder andere Chance. So ist es in der 4. Minute Ondrej Horvath der den Löwen-Verteidiger ausspielt, jedoch aber in Kevin Yeingst‘ Fanghand landet. Dies macht er nur wenige Minuten in Geretsrieder Zwei-Mann-Überzahl besser. Dort besorgt er, nachdem die „Rats“ gut in die Powerplay-Aufstellung kamen, das 2:3 auf Zuspiel von Stava und Strobl. Nur etwa 4 Minuten lang darf die Saat der Hoffnung jedoch keimen. Erneut ist es Rousek der auf Zuspiel von Josef Straka und von Alexander Kanzelsberger die alte Zwei-Tore-Führung wiederherstellt.

Auch die Löwen waren in der Folge für einige Zeit in einer Zwei-Mann-Überzahl, konnten jedoch nichts Zählbares damit herausholen. Nachdem die Mannen auf dem Feld mittlerweile auf ein Drei gegen Vier reduziert wurden, die Löwen mit vier Mann, schlug es erneut ein. Jedoch aber nicht im Kasten der Geretsrieder wie man vielleicht vermuten könnte, sondern im Netz hinter Kevin Yeingst.

Florian Strobl war es, der sich diesen Treffer auf die Fahne schreiben durfte. Die verbleibenden fünf Minuten waren geprägt von Geretsrieder Sturmbemühungen im Sekundentakt. Selbstverständlich ging auch der Goalie kurz vor Ende des Spiels, zugunsten eines sechsten Feldspielers, vom Eis. Der Rest ist bekannt und bereits in der Einleitung zu finden.

Das nächste Heimspiel der Löwen findet am kommenden Freitag, 6. Dezember, um 20 Uhr statt. Dabei ist dann der EHC Königsbrunn zu Gast und der EHC Waldkraiburg wünscht sich vom Nikolaus drei weitere Punkte auf dem Konto.

AHA/Foto:PDG

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