Zwei Dealer verhaftet

Kripo ermittelt - Über zwei Kilo Heroin und zwei Kilo Kokain verkauft

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Schon in der Nacht auf den vergangenen Montag erfolgte durch Rauschgiftermittler der Kripo der Zugriff auf zwei albanische Männer, denen der intensive lokale Handel mit Heroin und Kokain zur Last gelegt wird. Im Rahmen der Maßnahmen wurden rund 500 Gramm Kokain in Waldkraiburg aufgefunden (wir berichteten). Durch die monatelangen Ermittlungen erscheinen überdies Verkäufe von insgesamt deutlich über zwei Kilo Heroin sowie annähernd zwei Kilo Kokain belegt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurden die Männer in Haft genommen.

Seit Mai dieses Jahres wurden beim Rauschgiftkommissariat der Mühldorfer Kripo schwerpunktmäßige Ermittlungen gegen albanische Tatverdächtige in Waldkraiburg wegen Drogenhandels geführt. Bereits Ende August konnte ein Kilogramm Heroin sichergestellt werden – drei Personen kamen damals in Haft.

Bei den Ermittlungen gerieten ab Juli auch ein 35-Jähriger sowie ein 21-Jähriger aus Waldkraiburg in den Fokus kriminalpolizeilicher Maßnahmen. Diese beiden Männer wurden nun dingfest gemacht.

Aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse führten in der Nacht auf den Montag zur Wohnungsdurchsuchung bei dem älteren Tatverdächtigen. Hierbei wurde ein halbes Kilogramm Kokain gefunden. Gleichsam erfolgte die sofortige Ergreifung des jüngeren Mannes in einer anderen Waldkraiburger Wohnung.

Beide Beschuldigte waren nicht ordentlich gemeldet. Der Ältere hielt sich mit falschem Namen in Deutschland auf – für seine richtigen Personalien bestanden bereits Abschiebe-Haftbefehle. Gegen den Jüngeren lag bereits ein Haftbefehl im aktuellen Verfahren vor.

Die umfangreichen und längst nicht abgeschlossenen Ermittlungen der Kriminalpolizeistation Mühldorf werden unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein geführt. Die beiden albanischen Staatsangehörigen wurden am Dienstag beim Amtsgericht Mühldorf vorgeführt. Der Ermittlungsrichter erließ und bestätigte die Haftbefehle.

Es wird davon ausgegangen, dass seit März deutlich über zwei Kilo Heroin sowie annähernd zwei Kilo Kokain umgesetzt wurden. Dabei nutzten die Tatverdächtigen offenbar den Suchtdruck von schwer abhängigen Drogenk-Konsumenten aus, so dass diese beinahe täglich bei dem Jüngeren einkauften.

Heroin ist mitunter die zerstörerischste Droge und nach wie vor die Schwerpunktursache aller Rauschgift-Todesfälle. Das Betäubungsmittelgesetz sieht für das Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge eine Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr und bis zu 15 Jahren vor.

Die Ermittlungen des K4 der Kriminalpolizeistation Mühldorf wurden unterstützt durch die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, die Operativen Ergänzungsdienste Traunstein sowie die Polizeiinspektion Waldkraiburg.

 

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