Manchmal soll’s einfach nicht sein

Der EHC Waldkraiburg verliert gestern sein Heimspiel gegen zu starke Landsberger

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Den Waldkraiburger Löwen bleibt nach wie vor der zweite Platz der Bayernliga-Vorrunde, der sichere Einzug in die Verzahnungsrunde und das Wissen um eine Saisonleistung, an die vor vier Monaten selbst der kühnste Experte nicht zu denken gewagt hätte. Die Vorzeichen standen auf Spannung an diesem letzten Spieltag im Jahr 2019 gestern in der Partie EHC Waldkraiburg gegen den HC Landsberg.

Beide Teams starteten das Spiel ausgeglichen und ohne nennenswerte Vorteile auf der einen oder anderen Seite. Ausgeglichen ist in diesem Fall aber kein Synonym für Chancenarm, Möglichkeiten gab es nämlich auf beiden Seiten. Lediglich bei Strafzeiten, wie Sven Curmann in der dritten oder Marek Charvat in der achten Minute, konnte sich eine Mannschaft im jeweils gegnerischen Drittel festsetzen. Im Gegensatz zu den eben erwähnten Strafzeiten, blieb die von Eduard Dmitrik in der elften Minute aber nicht folgenlos.

Lediglich 16 Sekunden dauerte sein Aufenthalt auf der Strafbank, da erzielt Markus Kerber das 0:1 auf Vorlage von Carciola und Menge. Ebenfalls im Powerplay fällt auch der zweite Treffer des Abends, der zugleich der einzige Treffer der Löwen bleiben sollte. Der Kapitän selbst, Michael Trox, ist nach Vorlage von Nico Vogl und Lukas Wagner vor dem Tor zur Stelle und markiert das zwischenzeitliche 1:1. Dieses Ergebnis hielt allerdings nur eine Minute stand.

Aus einer Chance die eigentlich keine war, erzielt erneut Markus Kerber das kuriose 1:2, das gleich mehreren unglücklichen Umständen zu verdanken ist. Dieser Treffer markierte gleichzeitig auch den Pausenstand.

Der zweite, so wie auch der dritte Durchgang an diesem Sonntagabend gehört dann leider nicht zu den Sternstunden der Löwen in dieser Bayernligasaison. Viele kleine und individuelle Fehler, die in anderen Spielen nicht auffallen würden, da sie von einer ansonsten starken Mannschaftsleistung abgefedert werden, summierten sich an diesem Abend zu einem trüben Gesamtbild.

So war es dann fast schon eine logische Konsequenz, dass nicht der EHC Waldkraiburg den Ausgleich, vielmehr aber die „River Kings“ ihre Führung weiter ausbauten. In der 31. Minute war es Landsbergs Carciola selbst, der den Rebound vor dem Löwen-Tor nehmen konnte und zum 1:3 einschob. Bezeichnend für diesen glücklosen Abend ist auch die Entstehung des vierten Landsberger Treffers.

Die im Angriff befindlichen Löwen, gesammelt im und am Drittel der River Kings, verlieren an der blauen Linie den Puck an Landsbergs Marek Charvat. Dieser läuft, das Spielgerät am Schläger, einmal über das gesamte Spielfeld vor das Tor von Christoph Lode, dem auch hier kein Vorwurf zu machen ist, und bringt die Scheibe trocken ins rechte Eck des Tores.

Den Schlusspunkt in diesem Spiel setzt erneut Adriano Carciola. Von Markus Kerber bedient, kann dieser aus spitzem Winkel, aus dem Bullykreis heraus ins Tor des EHC einschießen und somit den fünften und zugleich letzten Treffer des Abends markieren.

Landsbergs Trainer Fabio Carciola spricht bei der anschließenden Pressekonferenz von einer perfekten Auswärtsleistung seiner Mannschaft und selbst als Fan des EHC Waldkraiburg ist man geneigt, ihm hier zuzustimmen. Aber auch Trainer Alex Piskunov haderte nicht mit der Leistung seiner Mannschaft. Die Moral habe gestimmt und auch mit diesem Rückstand habe das Team bis zur letzten Sekunde darum gekämpft, noch ein Tor zu erzielen. 

In der Verzahnungsrunde startet wieder alles von Null und ob man in einem solchen Spiel wie gegen Landsberg gewonnen oder verloren hat, spielt spätestens dann keine Rolle mehr.

Das nächste und gleichzeitig letzte Spiel der Vorrunde findet für die Löwen am kommenden Sonntag, 5. Januar, um 18 Uhr auswärts in Erding statt. Hierfür wird erneut ein Fanbus eingesetzt.

Weitere Informationen hierzu unter fanbus@ehcwaldkraiburg.com.

aha

Foto: Paolo del Grosso

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