Katastrophenfall gilt ab sofort in ganz Bayern!

UPDATE: Ab morgen Schwimmbäder, Kinos, Spielplätze, Fitness-Studios zu - Lebensmittelgeschäfte länger auf

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UPDATE: Wegen der Corona-Pandemie hat Bayern den Katastrophenfall ausgerufen. Das sagte Regierungschef Markus Söder um 10 Uhr im Bayerischen Fernsehen. Der Freistaat wird das öffentliche Leben weiter einschränken. Ab Mittwoch werden die Öffnungszeiten auch von Cafes, Restaurants eingeschränkt – nur mehr bis 15 Uhr, nur mehr höchstens 30 Personen und Abstand muss gewahrt sein. Lebensmittelgeschäfte dürfen dagegen bis 22 Uhr geöffnet haben und auch am Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Es gebe keine Ausgangssperre wie in Österreich – Söder appellierte aber an ALLE Bürger, sich genau zu überlegen, welche Orte man besuchen wolle.

Für notwendig gewordene Stichwahlen zur gestrigen Kommunalwahl gilt Folgendes:

Sie findet wie geplant in zwei Wochen statt – aber es wird AUSSCHLIESSLICH eine Briefwahl für alle. Das heißt, die Kommunen, der Landkreis verschicken an alle Wahlberechtigten die Unterlagen in den kommenden Tagen!

Allen Wahlhelfern in ganz Bayern dankte Markus Söder herzlichst für ihren Einsatz gestern, in der Nacht und heute!

Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche, sagte Söder. Das gelte vor allem für die medizinische Versorgung und speziell für die Versorgung mit Atemgeräten.

Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls – er gilt auf jeden Fall die kommenden 14 Tage, so Söder – greift die Staatsregierung zu einem Mittel, das in der Regel bei Naturkatastrophen zum Einsatz kommt – meistens sind das in Bayern Überschwemmungen oder Schneemassen und in der Regel dann bislang auch nur landkreisweit …

Was ist ein Katastrophenfall?

Laut Bayerischem Katastrophenschutzgesetz ist eine Katastrophe ein Geschehen, bei dem Leben oder Gesundheit einer Vielzahl von Menschen oder die natürlichen Lebensgrundlagen oder bedeutende Sachwerte in ungewöhnlichem Ausmaß gefährdet oder geschädigt werden und die Gefahr nur abgewehrt oder die Störung nur unterbunden und beseitigt werden kann, wenn unter Leitung der Katastrophenschutzbehörde die im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen, Organisationen und die eingesetzten Kräfte zusammenwirken.

Wie erfahre ich von einem Katastrophenalarm?

Wird der Katastrophenfall ausgerufen, ist entscheidend, dass die Bevölkerung so schnell wie möglich informiert wird. In Bayern gibt es dafür im Wesentlichen drei Möglichkeiten:

Amtliche Gefahrendurchsagen und -mitteilungen verbreitet der Rundfunk. Der Unterschied: Die Durchsagen müssen die Rundfunksender sofort und im Wortlaut senden. Der BR zum Beispiel arbeitet trimedial – die Bürger könnten sich also über Fernsehen, Radio und Internet informieren. Gefahrenmitteilungen müssen lediglich inhaltlich richtig wiedergegeben und zum nächstmöglichen Zeitpunkt gesendet werden.

Mit Sirenensignalen kann die Bevölkerung dazu aufgefordert werden, das Radio einzuschalten und auf Durchsagen zu achten. Zudem kann die Regierung Lautsprecherfahrzeuge einsetzen.

Ab heute beginnt eine fünfwöchige, schulfreie Zeit. Dies bedeute aber nicht, dass die Kinder Ferien hätten, betonte Kultusminister Michael Piazolo (FW). Viele Lehrer schicken ihren Schülern Lernunterlagen nach Hause.

Meridian-Züge fahren nicht mehr nach Österreich

Wie berichtet sind ab heute die Grenzen zwischen Deutschland und Österreich geschlossen. Für die Bayerische Oberlandbahn bedeutet dies, dass die Meridian-Züge mit Beginn des Betriebs am heutigen Montag nicht mehr nach Salzburg oder Kufstein fahren können. Alle Fahrten enden von Deutschland kommend in Freilassing sowie Kiefersfelden im Landkreis..

Von dort aus wenden die Züge zurück in Richtung München. Aufgrund der Grenzschließung ist auch die Einrichtung eines Schienenersatzverkehrs mit Bussen nicht möglich.

Da weitere Einschränkungen im Bahnverkehr in den nächsten Tagen nicht ausgeschlossen werden können, werden Fahrgäste gebeten, sich vor Reiseantritt auf der Website www.meridian-bob-brb.de oder in den bekannten Onlinemedien zu informieren, ob ihre Fahrt stattfindet.

Quelle BR /Meridian

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