„Schlechte Schüler sollten wiederholen”

Rat des Lehrerverbands in schwierigen Zeiten - Und Virologe mahnt zur Vorsicht bei Schulöffnungen

Eine nicht gerade aufbauende Nachricht platzt zum Auftakt der nun tatsächlichen Osterferien auch auf die bayerischen Schüler hernieder: Der Lehrerverband rät, schlechte Schüler sollten das Jahr doch am besten gleich wiederholen! Wochenlang sei ja nun schon der Unterricht ausgefallen und das Lernen daheim klappe mancherorts nicht so wirklich gut. Schlechte Schüler würden nun noch mehr den Anschluss verlieren. Der Deutsche Lehrerverband rät Schülern mit schlechten Noten deshalb nun bundesweit, doch dann lieber freiwillig zu wiederholen.

Das sei besser, als mit massiven Wissenslücken ins nächste Schuljahr zu starten.

Diese Empfehlung gelte aber nur für Schüler, so sagt der lehrerverband einschränkend, bei denen bereits vor Corona größere Leistungsdefizite feststellbar gewesen seien …

Es müsse den Schülern, die sitzen zu bleiben drohen, aber natürlich auch die Chance gegeben werden, sich zu verbessern und das Klassenziel noch zu erreichen.

Grundsätzlich müssten alle Schulen nun überlegen, wie sie wieder in die Normalspur der Lehrplanerfüllung einschwenken können. Vorstellbar wären etwa zusätzliche Förderkurse und Kürzungen eventuell verzichtbarer Lehrplaninhalte.

Unterdessen riet der Virologe von der Universität Bonn, Hendrik Streeck, zur Vorsicht bei einer möglichen Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach den Osterferien. Wenn man die Schulen zu früh wieder öffne, schaffe man womöglich einen Multiplikator für das Virus, der dann wieder gefährlich sein könne. Er könne der Politik zurzeit noch keinen fundierten Rat geben, bekannte der Wissenschaftler. Es sei nicht leicht, das Risiko zu berechnen.

Man wisse zwar, dass die allermeisten Kinder gut mit einer Infektion umgehen können. Es gebe aber noch keine gesicherten Erkenntnisse darüber, wie oft Kinder ihre Eltern oder Großeltern unbemerkt anstecken …

Quelle BR

 

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