Ein Meister der Tarnung am Inn

Den seltenen Flussregenpfeifer dieser Tage gesichtet - Hinweistafeln für die Bevölkerung

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Am Inn konnten vor einigen Tagen Flussregenpfeifer (Foto) beobachtet werden. Sie sind sehr selten und sogenannte Kiesbrüter. Der Landschaftspflegeverband Mühldorf will gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, der Jägerschaft, der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Mühldorf und der Stadt Waldkraiburg nun die Erholung-Suchenden am Inn informieren. Mit Hinweistafeln werden Besucher darauf hingewiesen, dass sich auf den Kiesbänken Flussregenpfeifer aufhalten und brüten.

Mit dieser Maßnahme sollen Besucher gelenkt und die Flussregenpfeifer und andere Kiesbrüter geschützt werden.

Entlang von Flüssen legen sie ihre zwei bis vier Eier in eine kleine Nistmulde auf Kiesbänken. Die Eier unterscheiden sich kaum vom umliegenden Kies und sind somit perfekt gegen Raubtiere getarnt.

Aber nicht nur Raubtiere können den Kiesbrütern gefährlich werden, sondern auch wir Menschen. Durch die hervorragende Tarnung sind auch für uns die Eier und Küken so gut wie unsichtbar. Das birgt die Gefahr, dass wir ohne zu merken die Eier zertreten. Wenn sich Menschen auf den Kiesbänken aufhalten, werden die Altvögel vom Gelege vertrieben. Wenn die Vögel nicht mehr zu den Eiern oder zu den Küken kommen, können diese überhitzen oder auskühlen und sterben.

Auch freilaufende Hunde gefährden Eier und Jungvögel.

Foto oben: Erwin Wolf

Hinweisschild: LPV Mühldorf

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Ein Kommentar zu “Ein Meister der Tarnung am Inn

  1. Leider werden die Schilder mit der Bitte die Kiesbänke nicht zu betreten kaum beachtet. Ich machte diese Beobachtung an mehreren Tagen mit schönem Wetter. Auch ein Ansprechen der Personen zeigte keinen Erfolg. Zum Schutze des streng geschützten Flussregenpfeifers müsste durch die untere Naturschutzbehörde ein zeitlich befristetes Betretungsverbot ausgesprochen werden. Derartige Betretungsverbote sind z.B . Im Landkreis Bad Tölt zum Schutze des Flussregenpfeifers für die Brutzeit veranlasst. Einen Abschnitt von vuelleichr 800 Metern mit einem Betretungsverbot für die Brutzeit zu belegen ist in Anbetracht der vielen anderen Stellen an denen der Inn für Besucher zugänglich ist verhältnismäßig und angemessen.

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