„Endlich wieder Theater”

Im Lockdown hat das Theater Herwegh das Veranstaltungskonzept „FreiLuft" entwickelt

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Leichtes Aufatmen bei den Theatermachern in Stadt und Altlandkreis: Die ersten Lockerungen nach dem Corona-Lockdown sind in Sicht (wir berichteten). Auf einen Neustart bereitet sich das Theater Herwegh schon seit Wochen vor. „Es ist künftig wichtiger denn je, dass die Menschen positiv und optimistisch in die Zukunft blicken.
Kultur steht für Lebensfreude, Kreativität und Improvisation. Darum haben wir unser Veranstaltungskonzept ,FreiLuft’ konzipiert, bestehend aus zwei absolut positiven Begriffen”, sagt Jörg Herwegh.

„Mit ,FreiLuft’ wollen wir gute Unterhaltung bieten und wir werden auch die notwendigen Auflagen seriös umsetzen, diese aber durch unser eingespieltes Team spielerisch den Gästen vermitteln.”

Das Konzept wurde an die Bürgermeister, Tourist-Verbände und Kurverwaltungen der Region verschickt und stieß auf große Resonanz.

Gestern fielen endlich auf der Pressekonferenz der Bayerischen Staatsregierung die entscheidenden Worte: Ab dem 15. Juni sind Theaterveranstaltungen im Freien und auch innen – dort allerdings mit strengeren Auflagen  – wieder erlaubt. Herwegh: „Unser Konzept entspricht den vorgestellten Auflagen fast deckungsgleich. Im Punkt Zuschaueranzahl waren wir vorsichtshalber mit maximal 50 sogar strenger als die genehmigten 100 Zuschauer unter freiem Himmel. Da erweitern wir gerne unser Konzept, wobei wir die in praktischen Details schon happigen Hygiene-Auflagen erstmal mit 50 Zuschauer testen werden.”

Aus dem Programm-Pool von „FreiLuft”, der erweitert und ergänzt wird, können die Inszenierungen ausgewählt werden. Diese Inszenierungen sind Klein-Formate, die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben, vom Kindertheater bis zu Volkstheater, vom Kabarett oder Komödie bis hin zu literarischen Programmen wie beispielsweise einem Faust-Solo oder einer Heinrich Heine-Lesung

Die Kleinformate dauern alle um die 60 bis 70 Minuten und werden ohne Pause gespielt. Es agieren maximal vier Schauspieler aus einem festen Ensemble.

 

So können die Abstandsregeln auch auf der Bühne gewährleistet werden.
Bühnenbild, Requisiten und technisches Equipement wurden auf ein Minimum reduziert. Das sorgt für eine schnelle Durchführung von Auf- und Abbau sowie Verladen. Denn: das Team „FreiLuft” kommt mit dem Theatertransporter inklusive aller Elementen plus Zuschauerstühlen an. Ein mobiles Theater also, so ähnlich wie man es von den kleinen Familienzirkussen kennt. Das feste Team übernimmt alles vom personalisierten Ticketing über den geregelten Einlass zu den vorbestimmten Plätzen bis zur Gewährleistung der Einhaltung der Auflagen.

Das Theater Herwegh sucht in der Region dafür geeignete Plätze.

Herwegh: „Durch den geringen technischen Aufwand kommen dafür auch Plätze in Frage, bei denen man nicht unbedingt gleich an eine Theaterveranstaltung denkt. Nach den Pfingstferien wollen wir erstzmal dhoam starten. Mit dem Wasserburger Bürgermeister und mit der Haager Bürgermeisterin stehen wir deshalb in einem engen Kontakt.”

Der „Sonnwend-Draam”, unsere bairische Fassung von Shakespeare’s „Sommernachtsttraum”, wird allerdings nicht am 16. Juli Premiere haben. „Wir verschieben die Planungen in den Zeitraum September. Das heißt: Wir sagen ihn nicht ab für dieses Jahr. Es gibt realistische Chancen, im September das Open Air-Projekt bei weiteren heute in Aussicht gestellten Lockerungen durchzuziehen.”

 

Weitere Informationen auf unserer Homepage www.theater-herwegh.de oder hier in der Stimme.

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