Sommer-Sonnwende ohne Feste

Wegen Corona entfallen leider die großen, traditionellen Veranstaltungen im Altlandkreis

image_pdfimage_print

Es war immer so schee, denn eigentlich ist es die Nacht der großen Feste und großen Feuer: Am morgigen Samstag, 20. Juni, ist die Sommer-Sonnwende! Wenn der längste Tag im Jahr auf die kürzeste Nacht trifft, wird der Beginn der heißen Jahreszeit normalerweise besonders begrüßt. Unser Foto stammt vom schönen Abend im vergangenen Jahr in Giglberg bei der Familie Krieger, wo die ÜWG Edling eingeladen hatte. Aber in Corona-Zeiten fällt auch das leider aus – so wie überall im Altlandkreis. Gleiches gilt für die „Johannifeuer” nächste Woche um den 24. Juni herum, der sogenannten Johannisnacht – und für die Petersfeuer um den 29. Juni herum. Ein Blick auf die überlieferten Traditionen …

Zur Sommer-Sonnenwende erreicht die Sonne auf der Nordhalbkugel der Erde die höchste Mittagshöhe und ihren höchsten Stand über dem Horizont. Zu diesem Zeitpunkt herrscht der längste Tag und die kürzeste Nacht, weil der größere Teil der täglichen Sonnenbahn oberhalb des Horizonts liegt.

Das typische Juni-Sommerwetter und die in mittleren Breiten der Nordhalbkugel noch frühlingshafte Wachstumsstimmung in der Natur ist ideal für Freiluftveranstaltungen aller Art. So ist die Sonnenwende ein willkommener Anlass für Feste oder Feiern um diesen Tag herum. Außer, es herrscht eine Corona-Krise …

Den Tag der Sommer-Sonnenwende betrachten seit jeher manche Menschen als mystischen Tag – manche begehen ihn mit weltlichen oder religiösen Feierlichkeiten. Im Norden Europas, wo in der sommerlichen Jahreszeit die Nächte gar nicht mehr dunkel werden (man spricht auch von den weißen Nächten), haben Sonnenwendfeiern – als Mittsommerfest bezeichnet – mehr Bedeutung als zum Beispiel in Südeuropa.

Seit der Christianisierung Europas werden Mittsommerfeste oft mit dem Heiligen des 24. Juni, Johannes dem Täufer, verbunden, der als besonders machtvoller Heiliger galt. Einige der Sonnenwendbräuche, wie die Johannisfeuer, sind nach ihm benannt. Hier liegt das Datum kurz nach der tatsächlichen Sommer-Sonnenwende, da das Datum des Julianischen Kalenders benutzt wurde.

Das Petersfeuer ist eine Variante des verbreiteteren Johannisfeuers. Der Holzstoß wird Tage zuvor aufgeschlichtet, beim abendlichen Abbrennen wird dann oft eine Strohpuppe mitverbrannt, der sogenannte „Peter“. Für das Verbrennen der Puppe gibt es noch keine allgemein akzeptierte Erklärung. Ist der Stoß niedergebrannt, beginnt das Feuerspringen. Danach habe man, so die Überlieferung, einen Wunsch frei …

Quelle: www.kleiner-kalender.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren