Nach dem Frühstück bummeln

„Czappucchino“ feiert seinen ersten Geburtstag

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Schon beim Reinkommen bemerkt man den Kuchenduft, denn in der Küche werden gerade Kuchen und Torten nach Hausrezepten selbstgemacht. Rustikale Holzwände kombiniert mit lieblich-modernen Deko-Elementen schaffen eine heimelige Atmosphäre. Ein Ort, um sich berieseln zu lassen. Das ist das „Czappucchino“, das gestern seinen ersten Geburtstag feierte. Ein aufregendes Jahr mit Highlights und Rückschlägen, wie Angelika Müller-Czap erzählte.

Das Handelsgastrokonzept verbindet Trend mit Tradition. So seien die Räumlichkeiten in ihren Wurzeln schon immer ein Café gewesen. Diese Idee wurde mit dem „Czappucchino“ im vergangenen Jahr wieder aufgegriffen. „Die Kaufkraft liegt inzwischen im Einkaufspark“, erklärte Müller-Czap. Es fehle die Laufkundschaft, also habe sie in einen Ort geschaffen, in dem man sich „berieseln lassen kann.“ Ein positiver Zeitvertreib, den die Haager und auch der weitere Umkreis sehr schätzen. Schon vom ersten Tag an, „obwohl noch das Gerüst vor der Tür stand.“

 

Die Idee dahinter: Die Verkaufsfläche für den Einzelhandel mit der Gastronomie verbinden. Ein Konzept, das in Italien und Schweden schon weit verbreitet ist. Und es wird auch hier gut angenommen. So kommen die Leute zum Frühstücken, „holen Geschenke, gehen in den Buchladen“, verbringen ihre Zeit in der heimelig-lieblichen Atmosphäre. Zu den anderen Cafés sieht Müller-Czap keine Konkurrenz, sondern: „Es ist ein Miteinander.“ Jeder habe sein eigenes Konzept und damit auch seinen eigenen Reiz.

 

 

Ein großer Rückschlag war die Corona-Zeit. Auch die Wiedereröffnung war „eine Katastrophe.“ Die Bürger seien noch sehr vorsichtig. Die Regelung, dass sich nur zwei Haushalte treffen durften, tat ihr übriges, denn gerade größere Gruppen, Kaffeekränzchen und Mama-Stammtische blieben damit aus. Und: „Frühstücken gehen ist Luxus“, weiß Müller-Czap. Dass viele diesen sich in den schweren Zeiten nicht leisten wollten, sei völlig verständlich. Aber es „kehrt wieder Leben ein“, freute sie sich.

 

Und vorsichtig überlege sie auch, bald wieder Veranstaltungen in den Räumlichkeiten stattfinden zu lassen. Im vergangenen Jahr wurden der Alltagsheldinnen-Abend, die Sommer- und Winterlesereise und Lesungen sehr gut besucht und auch ab Herbst wolle Müller-Czap weitersehen, ob Veranstaltungen wieder möglich seien.

 

Trotz des Rückschlags und der schwierigen Anlaufphase nach dem Lockdown bedankte sie sich für das vergangene Jahr. So sei ein großes Kompliment gewesen, dass das Konzept als „Zentrumsbereicherung“ diene und den Haager Ortskern belebe. Nun wünschte sie sich, dass es bald wieder weitergehe „wie vor Corona“. Und die gestrige Feier zum ersten Geburtstag des „Czappucchino“ sei ein guter Auftakt in das kommende Jahr.

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