Steuereinnahmen fallen geringer aus

„Rückgang schlimmer als befürchtet“ - Zwischenbericht des Albachinger Haushaltsplans 2020

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Bereits in der vorherigen Sitzung des Albachinger Gemeinderates hat das Gremium den Haushalt für dieses Jahr beschlossen. Nun folgte in der jüngsten Sitzung ein Zwischenbericht über die Haushaltsentwicklungen durch Bernhard Koblechner, dem Leiter der Kämmerei und Finanzverwaltung der Verwaltungsgemeinschaft. „So erfreulich wie die anderen Haushalte waren, ist 2020 nicht“, leitete Koblechner seinen kurzen Überblick über die Haushaltsentwicklungen in Albaching ein. Vor allem bei den Steuereinnahmen seien die Zahlen niedriger als erwartet. Ansonsten entsprachen die Soll-Beträge größtenteils dem Haushaltsansatz.

Für die Gewerbesteuereinnahmen habe man aufgrund der Entwicklungen in den vergangenen Jahren ohnehin schon einen niedrigeren Betrag angesetzt gehabt, doch „es ist schlimmer geworden als befürchtet.“ Lagen die Einnahmen im Verwaltungshaushalt bei der Gewerbesteuer in den vergangenen Jahren noch über einer Million Euro, erreiche man heuer nicht einmal die angesetzten 800.000 Euro.

Der Rückgang habe laut Koblechner allerdings nichts mit Corona zu tun. Die entsprechenden Unternehmen seien nicht drastisch von der Pandemie betroffen, die Gewinnschmälerung liege beispielsweise an größeren Investitionen. Durch den zurückgegangenen Gewinn einiger Firmen ergeben sich verminderte Gewerbesteuerzahlungen oder sogar -rückzahlungen, erklärte Koblechner.

Auch die Einkommensteuerbeteiligung werde in diesem Jahr geringer ausfallen, als erwartet. Das hänge aber noch von den zwei letzten Raten ab, aber diese seien tendenziell niedriger zu erwarten als die beiden ersten Raten des Jahres.

Für den Unterhalt des Schulgebäudes seien bereits mehr Ausgaben angefallen als ursprünglich angesetzt. Mit 4.000 Euro waren sie deutlich geringer eingeplant. „Die Elektroinstallation des Schulhauses wurde umgerüstet, deshalb entstanden Mehrausgaben“, erklärte Koblechner in seinem Bericht.

Im Vermögenshaushalt stehen noch der Zuschuss des Landkreises für die Umgehungsstraße in Höhe von 200.000 Euro aus und auch die Investitionszuschüsse für den Breitbandausbau des Bundesprogramms mit einer Million Euro und des Landesprogramms mit 400.000 Euro seien noch nicht ausbezahlt. Insgesamt rechne man für den Breitbandausbau mit 2,2 Millionen Euro, die bereits in den Ausgaben des Vermögenshaushalts angesetzt sind.

Außerdem seien der Einbau von Schallschutztüren im Rathaus mit 5.000 Euro sowie die Schutzausrüstung für neue Feuerwehr-Mitglieder und der Umbau des Unimog mit 60.000 Euro eingeplant. Auch für die Investitionszuschüsse für den Sport- und Schützenverein zur Asphaltierung und Pflasterung der Zufahrt sowie Parkplätze für den Bereich des Sportheim und des Mehrzwecksportheims sind 110.000 Euro im Vermögenshaushalt angesetzt und eine neue Inselhütte für den Dorfweiher ist mit 10.000 Euro eingeplant.

Bürgermeister Rudolf Schreyer betonte nach der Ausführung, die Gemeinde könne aus geschaffenen Rücklagen der Vorjahre schöpfen und somit „einiges auffangen“, was Einnahmerückgänge und Mehrausgaben betreffe.

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