Es wird kein Glühwein ausgeschenkt

Trotz Corona: Verwaltungs- und Kulturausschuss will Haager Christkindlmarkt umsetzen

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Der Christkindlmarkt Haag ist nicht nur ein Warenmarkt – aber auch kein Volksfest. Während Warenmärkte wie der Pfingstmarkt, der Herbstmarkt und regelmäßig der Bauernmarkt abgehalten werden, wurde das Herbstfest wegen der Cortona-Beschränkungen heuer abgesagt. Der Christkindlmarkt lässt sich in keine der beiden Kategorien eindeutig zuordnen, deshalb diskutierte der Verwaltungs- und Kulturausschuss in seiner jüngsten Sitzung unterschiedliche Kriterien, ob und wie er sich umsetzen ließe.

Üblicherweise findet der Christkindlmarkt in Haag am ersten Adventswochenende statt. Das bedeutet dieses Jahr ist er vom 27. bis 29. November eingeplant. Laut Bayrischem Wirtschaftsministerium sei ein Adventsmarkt „nicht vergleichbar mit Märkten wie einem Herbstmarkt oder einen reinen Warenmarkt ohne Begleitprogramm und Alkoholausschank“, betonte Bürgermeisterin Sissi Schätz. Alkohol gebe dem ganzen einen Volksfestcharakter und auch das Programm von Nikolaus bis Chorauftritte ist so dieses Jahr nicht umsetzbar.

 

Während die Veranstaltung unter freiem Himmel stattfinden kann und sie nicht nur für den Einzelhandel, sondern auch für Besucher und Vereine positive Aspekte mit sich bringt, sind aber vor allem der Alkoholausschank, die fehlenden Rahmenveranstaltungen und die Rückkehr zum Einweggeschirr Kriterien, die für die Verwaltung gegen die Ausrichtung des Marktes sprechen. Nun sollte der Verwaltungs- und Kulturausschuss entscheiden, ob die Veranstaltung grundsätzlich – sofern überhaupt möglich – umgesetzt werden soll.

 

„Man sollte den Menschen auch noch ein bisschen was lassen“, argumentierte Bernd Schneider (CSU) für die Durchführung des Marktes. Vieles sei inzwischen eingeschränkt. Auch Dr. Florian Haas (PWG) sprach sich dafür aus, den Markt stattfinden zu lassen. Er schlug vor, Alkohol zu verbieten und gegebenenfalls auf Bambuseinweggeschirr zu setzen. Christa Moser (Grüne) allerdings sah die Umsetzung skeptisch. So entfallen ohne Nikolaus und Kinderprogramm viele Besucher am Nachmittag und genauso könne es abends aussehen, wenn kein Glühwein ausgeschenkt werden darf. Wichtig sei, die Vereine miteinzubeziehen, betonte Hans Urban (CSU). Sofern diese den Markt durchführen wollen, solle man ihn umsetzen.

Dem stimmte das Gremium schließlich mehrheitlich zu und beschloss, den Christkindlmarkt ohne Alkoholausschank abzuhalten. Ob und unter welchen Umständen er stattfinden kann, wird im nächsten Schritt mit dem Landratsamt abgestimmt.

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