Nahwärmenetz und Raumnutzung als Themen

Haager Gemeinderat billigt Vorentwurf für den Ausbau des Zehentstadels

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Für den Zehentstadel fasste der Haager Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einen Grundsatzbeschluss. Nachdem mehrere Anträge in den Vorentwurf aufgenommen worden waren, lag dieser dem Gremium zur Abstimmung vor. Der zeitnahe Anschluss an das Nahwärmenetz, weitere WC-Anlagen und eine veränderte Raumnutzung des Westteils waren Diskussionsthemen.

Laut Beschlussvorschlag soll in der übernächsten Planstufe eine Priorisierung der Bauabschnitte festgelegt werden. Bis dahin soll die Planung des Ostteils offen für die Alternativen „Kino und Café“ und „Mehrzweckraum“ gehalten werden. Außerdem ist vorgesehen, den Zehentstadel an das Nahwärmenetz anzuschließen.

 

Hier schlug Hans Urban (CSU) vor, einen Zusatz in den Beschlussvorschlag aufzunehmen. Mit der Umsetzung des Nahwärmesystems soll zeitnah begonnen werden, die jeweiligen Meilensteine der beiden Projekte sind aufeinander abzustimmen. Ziel ist, dass die Heizung zur Verfügung steht, sobald sie im Zehentstadel nötig ist. „Ein anderes Heizsystem würden wir auch direkt mitplanen“, argumentierte er und die Mehrheit des Gremiums stimmte für die Ergänzung.

 

Das Thema Toilettenanlagen griff Klaus Breitreiner (CSU) erneut auf. Er schlug vor, die Kabinenanzahl im Ostbereich zu verdoppeln, um für Veranstaltungen am Marktplatz gewappnet zu sein. Den Vorschlag hielt Herbert Zeilinger (WFH) für „übertrieben.“ Es gebe kurzfristige Möglichkeiten über Container oder Wägen, „das kostet ein Minimum an Geld und ist für jede Veranstaltung individuell anpassbar.“ Bürgermeisterin Sissi Schätz schlug vor, mit den Planern zu sprechen, sobald es an die Ausarbeitung des Ostteils geht.

 

Ein Antrag kam von Andreas Sax (CSU), der zusätzlich zum aktuellen Planentwurf einen zweiten Vorentwurf anregte. „Mehrere Seiten fühlen sich mit der Saalhöhe unwohl“, kommentierte er das im Westteil geplante Pfarrheim, das sich im Sommer unangenehm schnell aufheizen werde und im Winter durch die Belüftung starke Zugluft abbekäme. Deshalb schlug er vor, die Nutzung von Erdgeschoss und Obergeschoss zu tauschen – also das Pfarrheim ins Obergeschoss und die Bücherei ins Untergeschoss zu verlegen. Mit einem zweiten Vorentwurf könne man „die Alternativen abwägen.“

 

Hermann Jäger (PWG) und Eva Rehbein (SPD) allerdings betonten, die Kirche habe dem Konzept bereits zugestimmt und Ziel sei gewesen, die Räumlichkeiten mit dem Pfarrbüro zu verbinden. „Umgedreht wird das Pfarrheim oben zu groß und die Bücherei unten zu eng“, betonte Jäger. Siegfried Maier (SPD) appellierte an das Gremium, man solle sich „trauen, was daraus zu machen.“ Auf der Suche nach dem Optimum würden ansonsten weitere Jahre vergehen. Ein zweiter Vorentwurf bedeute nämlich, so die Bürgermeisterin, nicht nur großen Aufwand für die Planer, sondern müsse auch mit allen Nutzern neu besprochen werden. Der Antrag von Sax fand nur drei Fürstimmen.

 

Mit zwei Gegenstimmen billigte der Gemeinderat schließlich den vorgestellten Vorentwurf, die Ausbauplanungen gehen damit in die nächste Stufe.

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