Hundesteuersätze bleiben gleich

Gemeinderat Albaching will mit Hundehaltern ins Gespräch kommen

Albaching zählt in den umliegenden Gemeinden zu einer der günstigsten, wenn es um die Hundesteuer geht. Nun ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung darum, ob die Hundesteuersätze erhöht werden sollen und ob eine Ermäßigung mit einem Hundeführerschein denkbar wäre.

Aktuell liegen die Hundesteuersätze in Albaching für den Ersthund bei 48 Euro im Jahr und für jeden weiteren Hund bei 72 Euro. Im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden sind die Hundesteuersätze damit ziemlich niedrig angesetzt, wie Kämmerer Bernhard Koblechner berichtete. Albaching liege auf Platz 9 der günstigsten Gemeinden im Umkreis.

Eine Gegenüberstellung der Einnahmen durch die Hundesteuer und Ausgaben insbesondere für den Unterhalt der Hundetoiletten zeigt allerdings über die Jahre hinweg ein positives Ergebnis, auch als neue Hundetoiletten installiert wurden. „Für die Kostendeckung brauchen wir keine Steuererhöhung“, so der Kämmerer.

 

Das Thema sei allerdings nicht nur aus Kostengründen auf der Tagesordnung, sondern „aufgrund von  Schwierigkeiten und unterschiedlicher Begegnungen“, wie Jessica Vital-Robarge betonte, etwa Beißvorfälle oder Spaziergänger, die Angst vor Hunden haben, denen sie auf der Straße begegnen.

Dabei sind Hunde nicht von Natur aus aggressiv. Die Fehlinterpretation ihres Verhaltens, falsche Haltung oder gewaltsame Erziehung können Grund für solche Vorfälle sein. Deshalb gibt es mit dem Hundeführerschein eine theoretische und praktische Prüfung für Hundehalter, in der sie unter anderem über Kommunikation und Haltung lernen und auch, Gefahrensituationen richtig einzuschätzen. Einige Gemeinden wie etwa Zorneding oder Feldkirchen-Westerham geben eine Ermäßigung des Hundesteuersatzes für Hundehalter mit einem entsprechenden Sachkundenachweis. Auch in Albaching ist eine solche Regelung denkbar.

 

Sepp Pöschl sieht eine Ermäßigung als Anreiz für Hundehalter, den Hundeführerschein zu machen und auch Zweiter Bürgermeister Sebastian Friesinger betonte: „Lieber pflichtbewusste Hundehalter, als den ein oder anderen Euro mehr bei der Hundesteuer.“ Bevor das Gremium über einen Hundeführerschein diskutiere, regte Vital-Robarge an, mit den Hundebesitzern ins Gespräch zu kommen. Außerdem schlug sie vor, über den Hundesteuersatz für Listenhunde nachzudenken. „Bei uns kosten Listenhunde so viel wie normale Hunde“, kritisierte sie, dabei seien gerade diese Hunde nicht für jeden Halter geeignet. Auch Brigitte Vogelsammer betonte: „Die Listenhunde sind bei den meisten Gemeinden nicht ohne Grund höher eingestuft.“

 

Das Gremium einigte sich einstimmig darauf, die Hundesteuersätze wie gehabt bei 48 Euro im Jahr für den Ersthund und 72 Euro für jeden weiteren Hund zu belassen. Im nächsten Schritt soll es, sobald es die Situation zulässt, eine Versammlung mit den Hundehaltern geben. Anschließend werden die Themen Hundeführerschein und Listenhunde neu diskutiert.

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