Schluss mit dem Kuddelmuddel

Bleiben die Schulen länger zu? Es braucht klare Regeln für alle Klassen, fordern die Realschul-Lehrer

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Noch genau eine Woche Ferien – noch genau eine Woche, alles bestens vorzubereiten an den Schulen! Denn wie geht es weiter mit der Schulbildung im Jahr 2021? Für eine längere Schließung von Kitas und Schulen in Bayern sprach sich Ministerpräsident Markus Söder am gestrigen Sonntag aus. Was auf Distanzunterricht schließen lässt im Januar. Dabei müssten digitale Angebote funktionieren und Lehr- und Klausurenpläne flexibel angepasst werden, so Söder. Bayern wolle die Qualität der Bildung erhalten, ohne einen zusätzlichen Stress für die Schüler aufzubauen. Zudem sollten die Ferienplanungen angepasst werden, wird Söder im Bayerischen Rundfunk weiter zitiert. Auch 2021 werde kein normales Schuljahr werden, aber es soll auch kein verlorenes sein …

Derweil meldet sich auch der Bayerische Realschullehrer-Verband mit einem dringenden Appell:

Nach dem Ende der Weihnachtsferien – wie gesagt, in einer Woche – müssten klare Regeln zu Wechsel- und Distanzunterricht abhängig von den Corona-Infektionszahlen gelten. Präsenzunterricht bis 50, Wechselunterricht ab 50 und Fernunterricht ab 100 würde man als Richtwert ins Feld schlagen, so der Verband laut BR.

Auch über einen Wert von 150 Neuerkrankungen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen könne man noch diskutieren. Aber es müssten jetzt klare Ansagen gemacht werden. Es mache keinen Sinn, die Schüler nach den Ferien wieder dicht gedrängt in Bussen durch die Gegend zu fahren, so lange die Ansteckungsraten so hoch seien.

In einigen Bundesländern Deutschlands wolle man immer noch nicht verstehen, dass es auch an den Schulen ein Infektionsgeschehen gebe und sich Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte dort anstecken. Diese Tatsache werde mit einer Ignoranz und Arroganz unterschätzt, dass einem die Worte fehlen, so ein Sprecher des Verbandes.

Quelle BR

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