Was nun?

Keine Ruhe um AstraZeneca-Impfstoff - Am Abend Sondersitzung aller Gesundheitsminister Deutschlands

Sondersitzung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern am heutigen Dienstagabend zum weiteren Umgang mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca! Denn es gibt keine Ruhe um den AstraZeneca-Impfstoff, der wohl nun aber in erster Linie ab dem morgigen Mittwoch in den bayerischen Hausarzt-Praxen zur Verfügung stehen wird. Ganz zu Beginn hatte es geheißen, der Impfstoff sei nur für Menschen bis 65 Jahren geeignet. Nun ist es offenbar genau andersherum: Geeignet nur für ältere Menschen …

Nachdem neben dem Kreis Euskirchen nun auch das Land Berlin die AstraZeneca-Impfungen für Frauen jüngeren und mittleren Alters ab heute komplett aussetzt, plädiert jetzt auch der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am heutigen Dienstagnachmittag dafür, die AstraZeneca-Impfungen für alle Menschen unter 55 Jahren in Deutschland auf den Prüfstand zu stellen. Das meldet der Bayerische Rundfunk. Neue Thrombose-Fälle seien aufgetreten.

Bislang wurden in Deutschland 31 Verdachtsfälle einer Sinusvenen-Thrombose nach Impfungen mit dem Wirkstoff des schwedisch-britischen Pharmaunternehmens bekannt. Das berichtete das Paul-Ehrlich-Institut. In zusätzlichen 19 Fällen wurde eine Thrombozytopenie gemeldet. In neun Fällen war der Ausgang tödlich.

Mit Ausnahme von zwei Fällen betrafen alle 50 Meldungen Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren. Die beiden betroffenen Männer waren 36 und 57 Jahre alt.

Eigentlich soll der Impfstoff AstraZeneca besser gegen die Virus-Mutationen helfen, als die beiden anderen bislang zugelassenen Impfstoffe von BionTech und Moderna, hieß es zudem heute.

Quelle BR / ARD