594 waren zu schnell

Zum gestrigen 24-Stunden-Blitzmarathon die Bilanz des Polizeipräsidiums

Überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit sind für mehr als ein Drittel der Verkehrsunfall-Toten ursächlich. Aus diesem Grund fand gestern und auch heute Morgen noch der bayernweit achte „24-Stunden-Blitzmarathon“ statt (wie berichtet). Mitten im Lockdown also – im vergangenen Jahr war er wegen des Selbigen noch abgesagt worden. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wurden während des gestrigen Blitzmarathons an 159 Messstellen mehr als 27.000 Fahrzeuge kontrolliert. 594 Geschwindigkeits-Überschreitungen mussten dabei geahndet werden, meldet am Mittag das Polizeipräsidium in Rosenheim …

Zusätzlich wurden noch 113 weitere Verstöße festgestellt, die ebenfalls geahndet wurden. 

Nachdem der Blitzmarathon im vergangenen Jahr aufgrund des Lock-Downs abgesagt worden war, fand er heuer wieder im bewährten 24-Stunden-Format statt.

„Wir wollen nicht an den Geldbeutel des Autofahrers! Wir wollen dauerhaft dafür sorgen, dass der Fuß vom Gaspedal genommen wird! Beim Blitzmarathon geht es uns darum, dem Autofahrer ins Bewusstsein zu rufen, welche dramatischen Folgen die Raserei haben kann. Deshalb werden alle Messstellen auch vorab veröffentlicht.“, erläutert heute Polizeirat Holger Siegemund, der Leiter für verkehrspolizeiliche Aufgaben im Polizeipräsidium.

Insbesondere bei Unfällen mit tödlichem Ausgang spielte überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit auch im vergangenen Jahr die größte Rolle. 28 Personen, und damit mehr als ein Drittel der Verkehrstoten (gesamt: 78), verloren 2020 im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd im Straßenverkehr ihr Leben, weil zu schnell gefahren wurde.

Raserei war zudem für 1.220 zum Teil schwerverletzte Verkehrsteilnehmer verantwortlich.

Ein drastischer Verstoß in Sachen Geschwindigkeit im Präsidialbereich wurde am gestrigen Abend gegen 23.30 Uhr auf der Autobahn Höhe der Anschlussstelle Taufkirchen in Fahrtrichtung Autobahnkreuz München-Süd gemessen. Im besagten Streckenabschnitt ist die Autobahn ab 22 Uhr zum Schutz der Anwohner vor Lärm in der Nachtzeit auf eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h beschränkt. Anstatt der erlaubten 80 km/h blitzte es bei sage und schreibe 206 km/h. Den Verkehrsteilnehmer erwartet nun eine Geldbuße, zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei und ein Fahrverbot von drei Monaten.

Die Polizeibeamtinnen und -beamten im südlichen Oberbayern trafen an den Kontrollstellen meist auf verständnisvolle und einsichtige Fahrzeuglenker, trotz dem sie mit zu hohen Geschwindigkeiten gemessen wurden, heißt es heute vom Präsidium.

Das Ergebnis des Blitzmarathons bestätige jedoch, dass auch zukünftig die Geschwindigkeitskontrolle ein Hauptaugenmerk der polizeilichen Arbeit bleiben werde …

 

 

 

 

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