Konzertierte Gegenmaßnahmen

Waldkraiburg: Landkreis Mühldorf stemmt sich gegen hohe Infektionszahlen

Die Infektionszahlen im Landkreis Mühldorf sind weiter ungebrochen hoch. Aktuell liegt der Landkreis Mühldorf im deutschlandweiten Vergleich der Landkreise nach einem Ranking des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit einer tagesaktuellen 7-Tages-Inzidenz von 339,2  auf Platz 5. Der Schwerpunkt des Infektionsgeschehens hat sich vom nördlichen Landkreis auf die Stadt Waldkraiburg verlagert. Daher werden in Waldkraiburg konzertierte Gegenmaßnahmen geplant und umgesetzt.

Das vom Bund verabschiedete Infektionsschutzgesetz hat vorerst keine Auswirkungen auf den Landkreis Mühldorf. Die vom Landkreis erlassenen Allgemeinverfügungen gelten weiter fort.

Darüber hinaus startet der Landkreis eine weitere Testoffensive in Waldkraiburg. Neben den kostenlosen PCR-Testungen sonntags von 10 bis 14 Uhr bei der Schulschwimmhalle Waldkraiburg, wird das  bestehende Schnelltestangebot der DLRG in Waldkraiburg an der Eissporthalle ausgeweitet. Hier werden Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr Schnelltests angeboten.

Die bisherigen Zeiten wochentags von 16.30 Uhr bis 19 Uhr bleiben bestehen. Zusätzlich wird ab kommenden Dienstag, 27. April,  Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr getestet. Hierfür ist eine Anmeldung unter http://muehldorf.dlrg.de/corona-schnelltest erforderlich. Die Schnelltests sind ebenfalls kostenlos.

Eine jeweils aktuelle Übersicht über alle Schnelltestmöglichkeiten im Landkreis ist unter www.lra-mue.de zu finden. Für nächste Woche ist gemeinsam mit den Industrie- und Gewerbeverbänden in Waldkraiburg ein konzertierter Aufruf zu einer Testoffensive in Unternehmen geplant.

Landrat Max Heimerl appelliert an die Bürgerinnen und Bürger sowie Betriebe eindringlich, die Testangebote zu nutzen: „Die umfassenden Testungen ermöglichen es uns, Infektionen frühzeitig aufzudecken, um weitere Ansteckungen und damit eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu verhindern. Bitte nehmen Sie die Testangebote wahr. Die Eindämmung des Infektionsgeschehens im nördlichen Landkreis hat uns gezeigt, dass es auf diese Weise gelingen kann.“

Darüber hinaus bieten mobile Teams durch die Gewerbeaufsicht der Regierung von Oberbayern und dem Gesundheitsamt den Betrieben an, durch intensive Beratung bei der Umsetzung von Hygiene-, Schutz und Testkonzepten weitere Infektionen zu verhindern.

Die bisher ergriffenen Maßnahmen werden in enger Abstimmung mit Stadt, Polizei und Landratsamt noch stärker kontrolliert. Zusätzlich zur Polizeipräsenz legt auch die Sicherheitswacht der Stadt Waldkraiburg ihr Augenmerk auf nostalgische Treffpunkte, um Ansammlungen von Menschen zu unterbinden und auf die geltenden Regeln hinzuweisen. 

Ein weiterer wichtiger Baustein ist auch die Kontrolle und Beratung von Lebensmitteln- und Supermärkten zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln.

 

All diese Maßnahmen in Kombination mit den fortschreitenden Impfungen sollen die Trendwende bringen. Der Stand der Impfungen im Landkreis gibt Grund zur Hoffnung.  Mit Stand heute sind insgesamt 31.712 Personen mindestens einmal geimpft. Das entspricht zirka 27 Prozent aller Landkreisbewohnerinnen und -bewohner. 8.979 Personen haben die 2. und damit abschließende Impfung erhalten. Auch die Bilanz der bisherigen offenen Impftage mit dem Vakzin von AstraZeneca fiel positiv aus. Ein Großteil der Sonderzuweisung des Impfstoffs von Astra-Zeneca konnte an die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises verimpft werden. Da das Impfzentrum noch über Restbestände dieses Impfstoffs verfügt und aufgrund der weiterhin sehr hohen 7-Tage-Inzidenz finden seit dem heutigen Freitag bis einschließlich Sonntag, 25. April an der Eissporthalle Waldkraiburg offene Impftage unabhängig vom Lebensalter der impfwilligen Person statt.

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