Ja, die Stimmung im Land sei wie das Wetter aktuell – depressiv. Alle seien erschöpft, Corona liege geradezu bleiern auch und vor allem über dem Freistaat. Und nein, der Ausdruck dritte Welle sei eigentlich nicht richtig, denn es sei eine völlig neue Pandemie, die das Land gerade zu überrollen drohe. Mit einer viel jüngeren Zielgruppe. Ministerpräsident Markus Söder gab am Mittag eine Pressekonferenz zum weiteren Vorgehen in Bayern. Bis zum Ende der Osterferien wird es keine Lockerungen geben – die große Hoffnung liegt auf der Zeit ab dem 12. April …

Regionale Erleichterungen für Wirtschaft, Kultur und Sport seien ab da möglich. Entscheidend dafür bleiben die Inzidenzwerte vor Ort. Der bekannte Stufenplan werde greifen und modifiziert.

Söder sagte, es gehe darum, intelligent zu handeln – es gehe um einen Dreiklang aus Vorsicht und Einschränkungen und Motivation.

Klar ist: Die bayerische Staatsregierung setzt die Beschlüsse des Corona-Gipfels von Bund und Ländern um. Der Lockdown wird verlängert und am langen Oster-Wochenende verschärft (wir berichteten). Vom 1. bis 5. April, also von Gründonnerstag bis Ostermontag, werde das öffentliche Leben absolut heruntergefahren, um längere Zeit Ruhe zu haben. Der Bund werde heute die Rechtsgrundlage dafür schaffen, dass der Gründonnerstag und Karsamstag genauso behandelt werden wie Sonn- und Feiertage. Also auch von allen Firmen.

Am Gründonnerstag sollen somit auch die Geschäfte geschlossen sein. Am Karsamstag werde laut Söder nur der Lebensmittel-Einzelhandel geöffnet, sonst nichts. Supermärkte dürften an diesem Tag auch nur Lebensmittel verkaufen – und kein anderes Sortiment. Die Gastronomie könne weiterhin Speisen zur Mitnahme verkaufen.

Quelle Bayerisches Fernsehen