Wohnbausiedlung mit 56 Wohneinheiten ist im Haager Nord-Osten geplant

Die Mühldorfer Straße und die Ramsauer Straße sind über eine weite Wiese miteinander verbunden. Diese Fläche haben nun die Haager Massivbau GmbH und der Markt erworben. Sie wollen dort ein Wohnbaugebiet entwickeln. Bernd Furch von der stellte dafür einen ersten Entwurf im Bau- und Umweltausschuss Haag vor.

Bereits vor mehreren Jahren starteten die Überlegungen zu diesem Vorhaben. Diese waren „ländlich geprägt“, erklärte Furch. Hauptsächlich Einfamilienhäuser seien geplant gewesen sowie eine Wohnanlage. Aber die „Baupreise haben sich gigantisch entwickelt“, Furch weiter, momentan lägen die Bau- und Erschließungskosten für solche Einfamilienhäuser bei einem hohen siebenstelligen Betrag. Deshalb sieht der aktuelle Entwurf vor, die Bebauung zu verdichten. Einfamilienhäuser werden zu Doppelhäusern, an einer Stelle soll eine Reihe von fünf aneinandergebauten Häusern entstehen. Hier versicherte Furch, es werde „jedes ein bisschen anders aussehen, dass sie nicht langweilig wirken“. So sollen etwa 56 Wohneinheiten entstehen. Durch Tiefgaragen sollen die Autos weg von der Straße, denn es sei „nichts so schlimm wie eine neue Siedlung, die komplett zugepflastert ist mit Autos“. Auch der kleine Bach soll in dem Wohngebiet mehr Bedeutung finden.

Der Bau- und Umweltausschuss schloss sich den ersten Überlegungen an. Es brauche „bezahlbare Wohnungen und Grundstücke“, fand Hans Urban (CSU) und auch Herbert Zeilinger (WFH) sprach sich dafür aus, möglichst viel Wohnraum zu schaffen, „dass auch unsere jungen Leute in Haag sich erschwinglich Bauland oder eine Wohnung kaufen können“. Auf Nachfrage von Dr. Florian Haas (PWG) bestätigte Furch, dass das Wohnbaugebiet mit Fernwärme beheizt werden soll.

Der Vorschlag von Stefan Högenauer (CSU), frühzeitig mit der Verkehrsplanung zu beginnen, fand nur eine Gegenstimme und dass eine dichtere Bebauung bevorzugt werde, befürwortete das Gremium einstimmig. Für die weitere Planung solle der Klimakriterienkatalog berücksichtigt werden, der laut Bürgermeisterin Sissi Schätz „in nächster Zeit zu erwarten“ sei. Voraussichtlich könne laut Furch bis Ende des Jahres in die Bauleitplanung eingestiegen werden.