Waldkraiburger Cracks nach Sieg in Pfaffenhofen hochmotiviert - Für die Fans gilt 2Gplus

Wer auch immer gesagt hat, dass man „Spiele nicht auf der Strafbank“ gewinnt, der wurde in der einseitigen Bayernliga-Partie jüngst zwischen dem EHC Waldkraiburg und dem EC Pfaffenhofen eines Besseren belehrt. Gleich drei Tore erzielten die Löwen in Unterzahl und holen sich somit Mut für die ungleich schwerere Partie, bereits am kommenden Dienstag gegen den EHC Klostersee.
Bereits vor dem Spiel herrschten bei dieser in Pfaffenhofen stattfindenden Partie ungewöhnliche Vorzeichen. So liefen die, aufgrund der Verschiebung, als Heimteam auflaufenden Löwen natürlich auch in ihren Heimtrikots auf, während Pfaffenhofen ihrerseits die gelben Auswärtsleibchen ausgepackt haben. Möglicherweise lag es auch an den vom EHC traditionell im Dezember getragenen Weihnachtstrikots, dass sich die Löwen bereits nach zehn gespielten Sekunden zum 2. Advent ein Geschenk in den Schlittschuh legten.
Auf Zuspiel von Michal Popelka und Christian Neuert erzielt Sebastian Stanik vor den Augen von rund 20 mitgereisten Löwen-Fans rechts oben das 1:0.
Pfaffenhofen, selbst nur mit elf Feldspielern angetreten, konnte im ersten Durchgang sowie auch im weiteren Verlauf des Spiels nur schwer mithalten. Außer einigen Nadelstichen, hauptsächlich durch
den sehr auffälligen Jakub Felsöci, war nicht viel zu holen. Die Löwen hingegen hätten ihre Führung schon früh ausbauen können, insgesamt vier Mal trafen oder striffen sie Pfosten oder Latte ohne Torerfolg. Der stellte sich im Anschluss gleich im Doppelpack ein.
Nach einer Strafe von Patrick Zimmermann schnappt sich erst Christian Neuert, der an diesem Abend mit nahezu jedem Spielzug erneut seine Klasse unter Beweis stellt, das Spielgerät und versenkt dieses im Tor von Thomas Hingel.
Nur rund eine Minute später hat Leon Decker die große Möglichkeit zum 3:0, wird jedoch regelwidrig zu Fall gebracht und erhält einen Penalty. Diesen verwandelt er in bester Torjäger-Manier und erhöht somit ebenfalls in Unterzahl auf den 3:0 Pausenstand.
Mit diesem Doppelschlag in eigener Überzahl im Kopf, rappelten sich das Pfaffenhofener Team in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs etwas auf und konnten somit ihr erstes Tor an diesem Abend erzielen. Nick Endreß hieß der Torschütze der die Hoffnung zurück zu den Eishogs brachte.
Ohne wirklich zwingend zu sein, rissen sich die Löwen das Spiel im weiteren Verlauf jedoch erneut unter ihre Krallen. In eigener Unterzahl ist es ein Pass von Fabian Kanzelsberger, der den freistehenden Michal Popelka in Szene setzt, der den Stand auf 4:1 setzt. Ein weiteres Tor sollte dieses Drittel noch erleben. Sebastian Stanik verwandelt einen sehenswerten Pass von Christian Neuert nachdem er dieses Mal die richtige Seite vom Pfosten traf.
Das erste Tor des letzten Durchgangs gebührte erneut Pfaffenhofen. Kareem Hätinen stochert die Scheibe unglücklich ins Tor vom erneut tadellosen Christoph Lode zum 5:2. Nicht einmal zwei Minuten später erhöhen die Löwen erneut zum alten Abstand. Michal Popelka erzielt seinen zweiten Treffer des Abends, erneut auf Zuspiel von Christian Neuert.
Dieser gibt auch die Vorlage zum 7:2-Endstand durch Philipp Seifert, der zuerst Latte, dann Pfosten und im Anschluss das Tor traf.
Am morgigen Dienstag nun um 20 Uhr findet bereits das nächste Spiel der Löwen statt und das hat es wahrlich in sich. In Grafing trifft der EHC Waldkraiburg auf den Trainingsgastgeber der vergangenen Wochen, den EHC Klostersee und der ist derzeit in einer bestechenden Form.
Mit 25 Toren allein in den letzten drei Spielen lehren sie Gegnern aus ganz Bayern reihenweise das Fürchten. Mit 40 Punkten in nur 17 Spielen stellt Grafing zudem den Topscorer der Liga.
Interessant wird hierbei auch das Duell der Special-Teams. 26 Powerplay-Tore konnte der Erstplatzierte bereits in dieser Saison erzielen, dagegen stehen die Löwen mit schon neun Unterzahltoren (Nur Schongau konnte hier ebenso viele erzielen). Sollten sie beide spielen, ergibt sich zudem das Duell der Torhüter. Die Nummer eins der Liga Christoph Lode (Foto – Gegentorschnitt: 1,87) trifft auf die Nummer zwei – Philipp Hähl (2,03).
Man kann also getrost gespannt sein auf dieses Eishockeyduell der Extraklasse. Der EHC Klostersee überträgt seine Spiele auf Sprade.tv.
Zuschauer vor Ort kommen unter den üblichen 2G-Plus-Voraussetzungen ins Stadion.
aha
Fotos: Paolo Del Grosso

Spielstatistik:

EHC Waldkraiburg – EC Pfaffenhofen 7:2 (3:0/2:1/2:1).
EHC Waldkraiburg Tor: Lode C. (Yeingst). Abwehr: Lode F.; Kanzelsberger F.; Kanzelsberger A.; Schmidt; Rott; Loboda; Seifert; Angriff:
Schneider; Neuert; Brenninger; Decker; Hipetinger; Popelka; Lode P.; Stanik; Zimmermann;
Tore: 1:0 (1.) Stanik (Popelka, Neuert); 2:0 (15.) Neuert (4-5 UZ); 3:0 (17.) Decker (Penalty, 4-5 UZ);
3:1 (26.) Endreß (Felsöci D., Hätinen); 4:1 (36.) Popelka (Kanzelsberger F., Decker – 4-5 UZ); 5:1 (39.)
Stanik (Popelka, Neuert); 5:2 (50.) Hätinen (Felsöci D., Felsöci J.); 6:2 (52.) Popelka (Neuert, Seifert);
7:2 (56.) Seifert (Neuert);
Zuschauer: 30