„Ohne Auto geht leider gar nichts“

Für eine Diskussion zum Thema Nahverkehr luden die Gemeinde Haag und die „Agenda 21 Haager Land“ die Kreisräte des Landkreises Mühldorf sowie die Bürgermeister der Landkreise Mühldorf, Rosenheim und Erding in den Bürgersaal ein. Die Busverbindung soll über die Landkreisgrenzen hinausgehen – das zeigen die Unterschriftlisten aus dem vergangenen Jahr. Diese Forderung soll nun an den Kreistag gerichtet werden.

Die Landkreise Mühldorf und Rosenheim bearbeiten bereits ihre Nahverkehrspläne. Das nahm die Gemeinde Haag zum Anlass, um über den Verbesserungsbedarf des öffentlichen Nahverkehrs zu diskutieren. „Die Nord-Süd-Verbindung von Dorfen nach Wasserburg fehlt brdonders“, bemerkte Haags Bürgermeisterin Sissi Schätz. Studenten müssen in die Fachhochschule nach Rosenheim, in die Berufsschule nach Erding oder zum Bahnhof nach Dorfen für eine günstige Verbindung nach München. Die Verbindung zu Kreisstadt sei nun auf den Weg gebracht worden, aber Schätz appellierte, man müsse auch landkreisübergreifend denken.

 

Heide Schmidt-Schuh, Vorsitzende der „Agenda 21 Haager Land“, argumentierte: „Ohne Auto geht gar nichts.“ Deshalb habe der Verein erneut eine Unterschriftensammlung gestartet. Eine bessere Verbindung, Gleichbehandlung der Entwicklung von ländlichem und städtischem Raum, Klimaschutz, Individualverkehr verringern – viele Gründe sprechen laut Schmidt-Schuh für eine verbesserte ÖPNV-Verbindung. Menschen ohne Auto, gerade Rentner und Schüler, haben kaum Möglichkeit, in die umliegenden Landkreise zu kommen. „Mindestens fünfzehn Kilometer muss man von Haag aus mit dem Auto fahren, anders geht es nicht“, so die Vorsitzende.

 

Die umliegenden Gemeinden sind sich einig: „Wir brauchen diese Verbindung.“ Von Maitenbeth dauert es beispielsweise knapp zwei Stunden in die Kreisstadt, so Josef Kirchmaier, Bürgermeister aus Maitenbeth, aber zurück komme man nur bis Haag. Auch Albachings Bürgermeister Franz Sanftl bemerkte, es gebe überall rundherum dieselben Probleme: Die Busse fahren nicht im Takt und meist nur morgens und abends.

 

Die Bürgermeister aus Soyen, Karl Fischberger, und Kirchdorf, Alfons Linner, gaben ebenfalls ein Statement ab und sprachen sich für die Verbesserung des Nahverkehrs aus. Zwar sei die Verbindung nach Mühldorf inzwischen vereinfacht, aber „wir brauchen dringend auch die anderen drei Richtungen“, so Linner.

 

Zusätzliches Problem sei auch: Eine Umsiedlung von Firmen aus der Landeshauptstadt sei nicht möglich. „Die Mitarbeiter haben keine Möglichkeiten in die Arbeit zu kommen“, so Kirchmaier. „Man darf nicht an den Landkreisgrenzen aufhören.“

 

Der RVO zeigte sich bereit, die Verbindung von München nach Mühldorf im Stundentakt anzubieten – hier sei man aber auf die Unterstützung des Landkreises angewiesen. Auch der MVV ist bereit zu einer Verbunderweiterung, aber auch hier müssen vorerst die finanziellen Mittel geklärt werden.

 

„Der Landkreis Mühldorf ist einer der ersten, der verbindlich wieder einen Nahverkehrsplan aufstellen möchte“, kommentierte Günter Knoblauch. „Wir müssen das gemeinsam mit den Landkreisen Rosenheim und Erding verbinden.“ Bei diesem Vorhaben sei besonders wichtig, dass nicht nur Haag, sondern auch die umliegenden Landkreise die Verbindung für notwendig halten und klar sagen: „Wir wollen!“

 

Die deutliche Mehrheit der Anwesenheit war dafür, eine Erklärung nach außen abzugeben, dass die geforderten Änderungen des öffentlichen Personennahverkehrs umgesetzt werden sollen. „Ziel ist es, die Linie Dorfen-Wasserburg in die jeweiligen Nahverkehrspläne aufzunehmen“, so Sissi Schätz. Die Forderung soll nun an den Kreistag zur Sondersitzung am 24. Mai weitergegeben werden. JF




Ein Blick in die Vergangenheit

Schon beim Tag des offenen Denkmals im September konnten die Besucher die Ausgrabungen am Haager Schlosshof, die bis dahin gemacht worden waren, besichtigen. Ziel ist es nun, die Bodendenkmäler zu erhalten. Wie sie am besten geschützt werden können, wird mit dem Landesamt für Denkmalpflege besprochen. Außerdem stellte die CSU-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates den Antrag, noch weitere Ausgrabungen durchzuführen.

Die bisherigen mittelalterlichen Funde am Schlosshof wurden dokumentiert und im Bereich der Kapelle bereits abgeschlossen. Wie es im Anschluss an die Ausgrabungen weitergeht, hängt von der Beurteilung des Landesamtes für Denkmalpflege ab.

 

„Es ist schade, wenn alles wieder zu gemacht wird“, fand Egon Barlag (FW Haag). Allerdings seien die Bodendenkmäler am besten geschützt, wenn sie nicht an der Oberfläche sind. „Andere Orte reißen sich um alles, was Besucher anlocken kann und wir schütten es wieder zu.“ Auch Ludwig Schletter (CSU) bemerkte: „Wir dürfen uns das nicht kaputt machen lassen.“

 

Die CSU hat außerdem bereits einen Antrag gestellt, weitere Grabungen durchzuführen. Die aktuelle Ausgrabungszulassung ist erschöpft – nun soll mit dem Landesamt der Denkmalpflege das weitere Vorgehen erörtert werden. „Wir haben viel Geld für die Untersuchungen ausgegeben“, so Stefan Högenauer (CSU), „Küchen, Knochenteile, Pflasterflächen – wir hätten nie erwartet, so viel zu finden. Es ist es wert, nochmal genauer hinzuschauen.“

 

Einige Mitglieder des Gemeinderates wollen die Ausgrabungen auch der Öffentlichkeit zugänglich machen. Dr. Bernhard Grabmeyer (FW Haag) schlug hierfür eine Art Kellerfenster vor. „Das erlaubt einen kleinen Blick in die Vergangenheit.“ Und so sei das darunter liegende Bauwerk vor Wetter und Temperaturen geschützt. „Wir können stolz sein, dass wir sowas haben.“

 

Letztendlich kommt es aber auf die Beurteilung des Landesamtes für Denkmalpflege an. Beim kommenden Gespräch sollen auch der Antrag auf weitere Ausgrabungen sowie die Möglichkeit, die Funde sichtbar zu machen, angesprochen und diskutiert werden.

 

Aktuelle Bilder der Ausgrabungen sind auf der Homepage des Marktes Haag zu finden.

JF




Gemeinsam weiter beim Zehentstadl

Für den Ausbau des Zehentstadls haben die zuständigen Architekten angeregt, eine Lenkungsgruppe mit Vertretern des Gemeinderates sowie der Kirchenverwaltung zu gründen. Damit sollen der Gemeinderat und der Bauausschuss entlastet werden. Welche Mitglieder des Gemeinderates sich der Lenkungsgruppe anschließen, wurde in der jüngsten Sitzung besprochen.

Insgesamt drei Vertreter des Gemeinderates sowie zwei aus der Kirchenverwaltung sollen neben der Bürgermeisterin selbst und einem Verwaltungsmitglied bei der Lenkungsgruppe zum Zehentstadl beteiligt sein. Weil Sissi Schätz aus der SPD-Fraktion und Hermann Jäger der PWG als Kirchenverwalter ohnehin in der Lenkungsgruppe vertreten sind, schlug die Bürgermeisterin vor, aus den übrigen drei Fraktionen Gemeinderatsmitglieder auszuwählen.

Hier einigte man sich auf Dr. Bernhard Grabmeyer (FW Haag), Ludwig Schletter (CSU) und Herbert Zeilinger (WFH).

 

„In den kommenden Besprechungen geht es sehr oft um Nutzerbedürfnisse“, so Sissi Schätz. Deshalb sei es wichtig, dass auch die zukünftigen Nutzer, also die Kirchenverwaltung, in die Lenkungsgruppe miteinbezogen werden. Allerdings habe sie nur beratende Funktion – beschlussfähig ist die Gruppe nicht.

 

Um sich ein Bild von bereits erfolgreich sanierten, vergleichbaren Objekten zu machen, schlug die Bürgermeisterin eine Besichtigungsfahrt vor. „Zum Beispiel können in Mühldorf der Haberkasten oder der Kulturhof in Mettenheim für uns interessant sein.“ Auch der Jakobmayer in Dorfen kann Besichtigungsziel werden. Hans Urban schlug außerdem das Trachtenkulturmuseum in Holzhausen vor. JF




Für ein sauberes Haag

Schuhe, Tische und sogar ein Paar Ski: Säckeweise sammelten die fleißigen Helfer am Samstag beim alljährlichen „Ramma damma“ in Haag wieder eifrig liegengebliebenen Müll. In der Früh trafen sich die Beteiligten am Wertstoffhof, wo die gemeinsame Aktion der Gemeinde und der „Agenda 21 Haager Land“ startete.Vom LKW-Reifen bis zum Sonnenschirm fanden die freiwilligen Müllsammler bei der diesjährigen Aufräumaktion wieder unterschiedlichsten Abfall. „Es sind mehr Helfer gekommen, als sich angemeldet haben“, freute sich Bürgermeisterin Sissi Schätz. Der Hauptanteil kam von den Vereinen, auch die Firmlinge halfen wieder fleißig mit, aber es kamen auch spontan noch etliche Helfer dazu. Zum ersten Mal war auch der Kindergarten mit einigen Kindern mit dabei.

Gemeinsam räumten die Helfer Haag vom Ortskern über das Freibad bis hin zu den Zufahrtsstraßen der Bundesstraßen vom Müll frei, der Fischereiverein kümmerte sich außerdem um den Bach. Und nach getaner Arbeit gab es wieder geschmierte Semmeln und Brezen. JF




Haager Maibaum live

Zuschneiden, absägen, glattschleifen, zurechtfeilen: Die Vorbereitungen für das Maibaumaufstellen in Haag laufen. Und am Freitag und Samstag konnten Besucher im Zehentstadl mit dabei sein. Bei warmer Suppe, Getränken und Kuchen für alle Anwesenden, haben die Maibaumfreunde fleißig gewerkelt.

Bergeweise Maibaumspäne, die Arbeiter bedeckt mit einer feinen Schicht Holzstaub –  mit vereinten Kräften wurde der Haager Maibaum für das Fest in wenigen Wochen hergerichtet.

 

Der alte Maibaum musste aus Sicherheitsgründen vorzeitig umgesägt werden. Durch einen Sturm haben sich starke Risse gebildet. Nun sind die Maibaumfreunde dabei, den neuen Baum zurecht zu machen und vorzubereiten.

 




Ritter, Räuber und Drachen

Durchtriebene Räuber und gefährliche Drachen. Im Haager Bürgersaal kämpfte „Ritter Rost” am Wochenende gemeinsam mit den Haager Spatzen um Taschengeld, Ehre und einen bunten Maskenball auf dem Schloss des Königs. Unter der Leitung von Zsuzsanna Philippzig und Max Bendl und begleitet von der Band „Downstairs“ begeisterte das Kindermusical „Ritter Rost und die Räuber“ die Zuschauer. 

Der „Ritter Rost” hat schlechte Laune – aber was ist denn los? Das fragen sich Burgfräulein Bö und der Drache Koks. Und auch das Taschengeld ist verschwunden. Und als dann auch noch komische Gestalten auf der Burg auftauchen und der Maskenball zu platzen droht, wollen sie der Sache auf den Grund gehen.

 

 

Unter der musikalischen Leitung von Zsuzsanna Philippzig und der Regie von Max Bendl fand die Premiere zu „Ritter Rost und die Räuber“ im Haager Bürgersaal statt. Begleitet wurden die Haager Spatzen von der Band „Downstairs“, die seit 2009 als „Ritter-Rost-Band“ angefangen die immer wechselnden Kindermusicals von MUKKI musikalisch untermalt. Lichttechnik übernahm wieder Jonas Mirwald, um die Tontechnik kümmerten sich Björn und Marvin Grünewald.

 

 

Weitere Fotos von der Aufführung:




Vorstandschaft wurde wiedergewählt

Zur Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder der Wählergemeinschaft Landkreis Mühldorf-West in Hackelthal. Neben regionalen Themen wie einem Kreisverkehr in Rechtmehring und die gesunkene Kreisumlage, ging es auch um die bevorstehenden Kreistagswahlen. Und auch an diesem Abend wurde gewählt: Alle zwei Jahre gibt es eine neue Vorstandschaft.

„Mit welchen Themen sollen wir in die Wahl einsteigen?“ Eine wichtige Frage von Vorstand Richard Pointl zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der Wählergemeinschaft Landkreis Mühldorf-West. Denn bald stehen wieder Kreistagswahlen an und es soll eine gut gemischte Liste geben. Er bat die Anwesenden darum, sich bis zur nächsten Sitzung Gedanken darüber zu machen und gegebenenfalls für die Wahl aufstellen zu lassen.

 

Über die aktuellen landkreisrelevanten Themen aus dem Kreistag sprach der 2. Vorsitzende Josef Schöberl. „Baustellen gibt es genug im Landkreis.“ Darunter der Neubau des Gymnasiums in Gars. Nach fünf Jahren sei es endlich so weit: Heuer wird angefangen. Auch soll der Kreisverkehr zwischen Rechtmehring und Freimehring dieses Jahr umgesetzt werden. „Schade, dass erst viel passieren muss, bis er gebaut wird“, kritisierte Schöberl. Auch das berufliche Schulzentrum in Mühldorf ist baufällig und das Krankenhaus Mühldorf bekommt einen Anbau. „Die Situation am Krankenhaus ist eine Katastrophe“, so Vorsitzender Pointl. Die Chance, einen Parkplatz zu finden, sei gleich null.

 

Außerdem laufen Gespräche zwischen den Kliniken Mühldorf und Altötting. Für die nähere oder mittlere Zukunft sei nicht sicher, ob sich beide selbstständig erhalten können. „Es wird versucht, eine Kooperation zu schließen“, erklärte Egon Barlag. Durch die enge Nähe zueinander seien sie einzeln vermutlich nicht überlebensfähig. „Es läuft wahrscheinlich auf eine Fusion hinaus.“

 

Neben Bauthemen gab es noch weitere Neuigkeiten: Die Kreisumlage wurde gesenkt. „Eine Erleichterung für die Kommunen“, so Norbert Stahllechner. Und auch der öffentliche Personennahverkehr wurde thematisiert. Die Anbindung an Dorfen und eine einfache Verbindung zwischen Mühldorf und München sind gefordert. „Der Wildpark Oberreith wünscht sich auch eine bessere Anbindung“, so Toni Lentner. Das Thema würde aber am kommenden Montag weiter diskutiert. Es soll einen Pilotraum geben. „Der Westen ist mit dabei.“

 

Die Überlegung, die WGW mit den freien Wählern zu koppeln, wurde verworfen: „Wir haben für den Westen des Landkreises einiges bewegen können“, so Schöberl. Das sei auch weiterhin das Ziel. Eine Fusion von WGW und UWG zu den Freien Wählern steht deshalb aktuell außer Frage. „Wenn weniger Leute auf der Liste stehen, ist unser Teil des Landkreises auch weniger vertreten.“ So würde die WGW Leute im Kreistag verlieren. „Das steht nicht zur Debatte, wir bleiben eigenständig.“

 

Zum Ende der Jahreshauptversammlung fanden wieder die Neuwahlen der Vorstandschaft statt. Als erster Vorsitzender wurde Richard Pointl einstimmig wiedergewählt. Auch Josef Schöberl bleibt zweiter Vorstand und Franz Manzinger besetzt weiterhin das Amt des Kassiers. Schriftführer wurde bisher nie gewählt – in diesem Jahr beschlossen die Mitglieder, Dr. Bernhard Grabmeyer für das Amt vorzuschlagen, da er bereits seit Jahren Protokoll zu den Sitzungen führt. Nun wurde er einstimmig gewählt. „Ich bin ganz überrascht und freue mich – danke.“

 

Im kommenden Jahr wird es wieder stressiger, weiß Pointl. „Die Wahl muss vorbereitet werden und zum 30. Jubiläum soll es eine kleine Feier geben.“ Ab Mitte September geht es los mit den Wahlvorbereitungen.

 

 




Krafttraining auf einem Parcours

Mit der eigenen Körperkraft auf einem Parcours trainieren: Dafür hat der TSV Haag bereits eine eigene Sport-Gruppe aufgebaut. In der Turnhalle gibt es die Möglichkeit, die Übungen an einem Parcours durchzuführen. Nun wollen Vorsitzender Roderich Tilke und der Inhaber des Fitness-Studios, Johann Klassen, mithilfe einer Calisthenics-Anlage die Möglichkeit schaffen, auch draußen zu trainieren. Diese Überlegung stellten sie in der jüngsten Bauausschusssitzung vor.

Die Anlage – ein im Boden verankertes Allround-Play-Paket – soll auf dem Hartplatz der Grund- und Mittelschule aufgebaut werden und für jeden zugänglich sein. Auch der Schulsportunterricht könne damit erweitert, und das Angebot der offenen Ganztagsschule ergänzt werden. „Die Sportlehrer sehen es auch als gute Ausweichmöglichkeit während der Renovierung“, erklärte Bürgermeisterin Sissi Schätz. Der Schulverband stimmte nämlich bereits zu, das Gelände für die Anlage zur Verfügung zu stellen.

 

„Eigentlich ist es eine Sportart für draußen“, argumentierte auch Roderich Tilke, Vorsitzender des TSV Haag. Seit einem Jahr bietet der Verein nun innerhalb der Abteilung Turnen auch die Möglichkeit des Parcours an. Der Zulauf sei enorm. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen sei die Sportart besonders beliebt. Sorge, der Trend könne bald wieder abebben, hat der Vorsitzende nicht. „Die Abteilung wächst“, räumte er die Bedenken, die Anlage könne nach kurzer Zeit ungenutzt bleiben, auf. Im Gegenteil: Tilke ist sicher, in kurzer Zeit die doppelte Menge Teilnehmer zu generieren, aber die Turnhalle sei sehr begrenzt. „Momentan trainieren um die 30 Kinder und Jugendliche – mehr kriegen wir nicht unter.“ Deshalb der Vorschlag, die Trainingsmöglichkeit auch ins Freie zu verlagern.

 

Der Bauausschuss zeigte sich begeistert von der Idee, eine Calisthenics-Anlage bereitzustellen. „Eine wunderbare Gelegenheit für Jugendliche, sich auszutoben“, so Eva Rehbein. Aber sie stellte eine Bedingung: Auch außerhalb der Trainingszeiten soll die Anlage zugänglich sein. Daran wurde bei der Ortswahl bereits gedacht.

 

Herbert Zeilinger überlegte, ob sich um die Anlage herum in Zukunft noch mehr Geräte im Außenbereich installieren lassen. Vorerst sei sie allerdings eher für das Training zum Kraftaufbau gedacht. „Wir beginnen damit, die Muskeln zu trainieren“, so Tilke. Allerdings ließe sich natürlich auch im weiteren Umfeld ein Parcours entwickeln, wenn sich die Abteilung innerhalb des TSV weiter aufbaut.

 

Der Bauausschuss erklärte sich bereit, die Kosten für die Installation der Calisthencis-Anlage zu übernehmen und sie auf dem Hartplatz der Grund- und Mittelschule bereitzustellen. Tilke bedankte sich im Namen des TSV für die das einstimmige Ergebnis und die Unterstützung durch die Ausschussmitglieder.




Haag: Blasmusik trifft Rock

Zum ersten Mal gab’s gestern einen Musikerstammtisch im „Graf Ladislaus” in Haag. Einige Musikgruppen und Musiker von Blasmusik bis Rock trafen sich zum gemeinsamen Musizieren und zum Austausch.Mit dabei waren unter anderem die Schlossturm-Musi, die Green Hornies und die Overdrive Rockers. Im Wechsel gab es für die Gäste Blasmusik und Rock-Klassiker in akustischer Besetzung.

Zum Ausklang probierten die Musiker dann ein paar gemeinsame Stücke: Tatkräftig unterstützen die Blasinstrumente bei „Vo Mello bis ge Schoppornou“ oder „Bergwerk“.

 

 

Der Termin für das nächste offene Treffen steht auch schon: Am Montag, 29. April, sind Musiker und Interessierte wieder zum gemeinsamen Musizieren und Mitsingen ins „Graf Ladislaus” eingeladen.

 




Langjährige Treue und vorbildlicher Einsatz

Auf der Betriebsversammlung ehrte das Haager Milchwerk Jäger einige Mitarbeiter für ihr langes Dienstjubiläum. Seit 25 Jahren sind Veronika Manske, Alfred Maier, Michael Hinze und Aleksic Zeljko für das Milchwerk tätig, Peter Faltermaier feierte sogar stolze 40 Jahre Betriebszugehörigkeit.

Die Jubilare wurden persönlich von Hermann und Christa Jäger geehrt. Sie bedankten sich ausdrücklich bei den Mitarbeitern für ihre langjährige Treue gegenüber dem Unternehmen und ihren vorbildlichen Einsatz – etwas, das in der heutigen Zeit nicht immer selbstverständlich ist.

 

Foto (von links): Hermann Jäger (Geschäftsführer), Zeljko Aleksic, Veronika Manske, Alfred Maier, Peter Faltermaier, Christa Jäger




Autor, Regisseur und Pferdeflüsterer

Mit einem Gutschein für das Unertl Bräustüberl und einer Flasche seines Lieblingsweins gratulierte die Haager Bühne Rudolf Münch zum 80. Geburtstag. Nach über 20 Jahren Vereinszugehörigkeit und zwei selbstgeschriebenen Freilichtstücken wartet jetzt ein drittes Stück auf Aufführung im Schlosshof.

Seit März 1995 ist der heute 80-jährige Rudolf Münch Mitglied der Haager Bühne. Gleich im ersten Jahr brachte er sein Freilichtstück „Feinde ringsum“ zum 750. Jubiläum der Grafschaft Haag zur Aufführung. Zwei Jahre später folgte „Kuno Maier und der Raubritter von Königswart“. Es war jedes Mal ein Riesenspektakel mit Festzug, Lagerleben und Vorstellungen im Schlosshof. Insgesamt vier Vereine und zehn Gemeinden waren an den Aufführungen beteiligt.

 

Münch schrieb nicht nur die Stücke, sondern entwarf auch alle Kostüme, führte Regie und fungierte als „Pferdeflüsterer“ für die beteiligten Vierbeiner.

 

In der Schublade des Jubilars ruht noch ein drittes historisches Stück um die Grafschaft Haag. „Ferrarra – Die Hochzeit von Ladislaus in Italien“ wartet darauf, nach der Fertigstellung des Schlosshofes zum Leben erweckt zu werden.

 

Foto (von links): Sieglinde Huber, Rudolf Münch, Christl Fischer

Foto: Karl Fischer




„Nochmal ein Rekordvolumen“

„Eine stattliche Summe“ – so bezeichnete Kämmerer Christian Prieller das Volumen des Haushaltsplanentwurfes für 2019. Mit einem Verwaltungshaushalt von 16,9 Millionen Euro und einem Vermögenshaushalt in Höhe von 6,5 Millionen Euro ist der gesamte Haushalt im Vergleich zum Vorjahr um gut drei Prozent gestiegen.

„Bei langjähriger Betrachtung wird deutlich, dass es nochmal ein Rekordvolumen darstellt“, so Prieller. Die gestiegenen Einkommensteuerbeteiligungen und Gewerbesteuern seien herausragende Werte. Die kassenwirksamen Einnahmen steigen deutlich stärker als die Ausgaben. „Wir kommen in den nächsten Jahren voraussichtlich gut mit der Schuldenbelastung zurecht“, prognostizierte der Kämmerer. Im aktuellen Entwurf des Haushaltsplans beläuft sich die Pro-Kopf-Verschuldung von Schulverband und Markt auf 844 Euro.

 

Die wesentlichen Positionen auf Ausgabenseite seien die Personalkosten, die gegenüber zum Vorjahr unter anderem aufgrund Tariferhöhungen und Höhergruppierungen um 3,1 Prozent gestiegen sind, sowie die Kreisumlage. Diese führte im Gemeinderat zu Diskussionen: Trotz prozentualer Senkung ist der tatsächliche Wert für die Marktgemeinde im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

 

Dass der Verwaltungshaushalt gestiegen ist, liegt vor allem positiven Entwicklungen der Steuereinnahmen zugrunde. Auch die Zuführung zum Vermögenshaushalt hat sich auf einen außergewöhnlich hohen Wert erhöht und trägt zur Finanzierung des Investitionshaushaltes bei. In den Folgejahren wird weiterhin mit einer hohen Zuführungsrate gerechnet.

 

Und die ist auch nötig: Der Markt hat viele Investitionen geplant. Unter anderem die Revitalisierung der Burganlage, die Sanierung und Erweiterung des Kinderhauses „Arche Noah“ und auch Straßen- und Breitbandausbau sollten finanziert werden. Für die Spielplätze an der Agnesstraße sowie der Daimlerstraße sei aber keine Investition geplant, wie Stefan Högenauer (CSU) bemängelte. „Wir halten die Spielplätze nach wie vor für wichtig.“ Aufgrund der Sanierungsarbeiten des Schlossturms sowie des Kindergartens sei es laut Bürgermeisterin Sissi Schätz allerdings unmöglich, die Spielplätze ebenfalls zu realisieren.

 

Dies ist auch auf die Prioritätenliste zurückzuführen, die der Gemeinderat erarbeitet hat. Darin zeigt sich, welche Projekte vorranging umgesetzt werden sollen. Diese Maßnahmen seien auch in der Finanzplanung der nächsten Jahre berücksichtigt. „So wissen wir, was in den nächsten Jahren auf uns zukommt“, so die Bürgermeisterin.

 

„Für die Investitionen, die gestemmt werden müssen, sind auch in den kommenden Jahren Kredite erforderlich“, erklärte Kämmerer Prieller die Entwicklung der Finanzen. „Trotz hoher Zuführungsraten wird weiterhin Fremdfinanzierung erforderlich sein.“ Weil durch den hohen Investitionsbedarf keine Entlastung des Haushalts zu erwarten ist, empfahl Prieller, die Ausgaben auf ein notwendiges Maß zu reduzieren beziehungsweise die Maßnahmen nach Möglichkeit zeitlich zu strecken. JF




Kröten brauchen Hilfe

Bald wird es wieder wärmer und die Krötenwanderungen beginnen. Im Laufe der Woche wird der Krötenzaun an der Straße zwischen Brand und Haag Rosenberg aufgebaut. Nun sucht die Ortsgruppe Haag vom BUND Naturschutz noch dringend Helfer, die die Kröten auf die andere Straßenseite tragen.Durch am Zaun entlang platzierte Eimer können die Kröten einfach gesammelt und zur anderen Straßenseite gebracht werden. Wer helfen möchte, kann sich bei Heide Schmidt-Schuh unter Telefon 08072/372330 melden.




Alle ziehen an einem Strang

Dass interkommunale Zusammenarbeit keine leere Worthülse ist, zeigt das Projekt Schulschwimmbad in Haag. Während vielerorts Schwimmeinrichtungen schließen müssen, konnte hier mit vereinten Kräften die kleine, aber feine Schul- und Freizeiteinrichtung auch für künftige Generationen erhalten werden. Durch die gemeinsame Anstrengung von Schulverband und den Gemeinden Haag, Kirchdorf, Maitenbeth und Rechtmehring sowie Landkreis und Freistaat ist es gelungen, die Generalsanierung der Schwimm- und Turnhalle sowie der Erneuerung der Heizung auf den Weg zu bringen.

Generationen von Kindern aus dem westlichen Landkreis Mühldorf haben hier wohl schon das Schwimmen gelernt. Dass dies auch künftig so sein wird, wurde durch ein Gemeinschaftsprojekt in interkommunaler Zusammenarbeit möglich gemacht. Das Schulschwimmbad in Haag ist mittlerweile 45 Jahre alt. Es dient dem Schulschwimmen und steht abends und am Wochenende auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Auch den Vereinen und der Volkshochschule steht das Bad für Kurse und Trainingszeiten offen. Die Beliebtheit lässt sich an den Nutzerzahlen ablesen. 2015 und 2016 waren es in den Wintermonaten über 19.000 Besucher. Als die Grund- und Mittelschule vor zehn Jahren saniert wurde, wäre eine Sanierung finanziell nicht zu stemmen gewesen.

 

Als ein neues kommunales Investitionsprogramm aufgelegt wurde, ergriffen die Verantwortlichen die Gelegenheit beim Schopf und es wurde ein inter-kommunales Gemeinschaftsprojekt auf die Beine gestellt. Die Mitgliedsgemeinden im Schulverband Haag mit Bürgermeisterin Sissi Schätz und den Bürgermeistern aus Maitenbeth, Rechtmehring und Kirchdorf standen von Anfang hinter diesem Projekt. Da sich auch das Schulamt, das Gesundheitsamt und der Kreistag des Landkreises Mühldorf der Bedeutung des Schwimmenlernens und damit dieser Einrichtung stets bewusst waren, beschloss der Kreistag, sich mit einem Baukostenzuschuss in Höhe von 240.000 Euro zu beteiligen.

 

Die Gesamtkosten für die Sanierung einschließlich der Erneuerung der Heizung für die gesamte Schule betragen 7,8 Millionen Euro. Die Sanierung der Schwimmhalle schlägt mit 4,3 Millionen, der Turnhalle mit 2,8 Millionen und der Heizung mit rund 700.000 Euro zu Buche. Der Schulverbund muss 3,11 Millionen davon aufbringen. Der Freistaat Bayern fördert mit dem „Kommunalinvestitionsprogramm” dieses Projekt mit über 1,2 Millionen Euro sowie durch die allgemeine Schulbauförderung mit 3,3 Millionen Euro. Zusammen mit dem Landkreis-Zuschuss liegt die Förderquote bei 60 Prozent. Damit bleibt unter anderem der Bestandsschutz für das 25-Meter Becken erhalten, es wird Barrierefreiheit geschaffen für Senioren aber auch im Sinne der Inklusion und durch das Schaffen von größeren Umkleiden gestaltet sich das Bad noch familienfreundlicher.

 

Für Haags Bürgermeisterin ist die Bad- und Turnhallensanierung ein „Paradebeispiel für ein interkommunales Projekt. Man kann es durchaus als Vorzeigprojekt bezeichnen“, so Sissi Schätz. Auch Landrat Georg Huber sieht darin ein gelungenes Beispiel dafür, „was miteinander erreicht werden kann, wenn einzelne Gemeinden über ihre Grenzen hinaus mit Landkreis, Land und Bund an einem Strang ziehen.“

 

Auch für den  Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Stephan Mayer, ist das Projekt ein Paradebeispiel: „Mit dem Kommunalinvestitionsförderungsfonds hat der Bund ein Sondervermögen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro eingerichtet:  Ein Teil davon kommt nun auch direkt beim Haager Projekt an.”

 

Und Dr. Marcel Huber betont: „Ich freue mich sehr über die Initiative, die sicher stellt, dass eine jahrzehntealte Institution, in der viele Kinder in Haag das Schwimmen erlernt haben, weiter bestehen bleibt. Dies ist durch eine beispielgebende interkommunale Kooperation möglich, welche von den Gemeinden des Schulverbundes Haag und dem Landkreis Mühldorf getragen wird. Selbstverständlich leistet auch der Freistaat über das Kommunalinvestitionsprogramm und die allgemeine Schulförderung seinen Beitrag.“

Johanna Furch




„Mit der Mondlandschaft muss Schluss sein“

Der Kiesabbau bei Winden soll erweitert werden – so lautete ein Bauantrag, der vor inzwischen zehn Jahren gestellt worden war. Nachdem das Landratsamt den Antrag ruhend gestellt hatte, bat es den Bauausschuss Haag jetzt um eine erneute Stellungnahme. Der Grund: Der Betreiber der Kiesgrube will den Abbau jetzt offenbar intensivieren. Der Haager Bauausschuss zeigte sich darüber wenig erfreut.

In den entsprechenden Bereichen soll aufgrund der Nähe zum Grundwasser qualitativ hochwertiger Kies abgebaut werden können, so der Betreiber der Kiesgrube. Nun möchte er aus diesem Vorkommen schöpfen. Weil der Antrag darauf inzwischen zehn Jahre zurückliegt, fordert das Landratsamt eine erneute Stellungnahme des Haager Bauausschusses.

 

Dr. Bernhard Grabmeyer gab zu bedenken, ein Eingriff könne zu Verunreinigungen des Grundwassers führen. „Im Zweifelsfall sind wir den Bürgern verpflichtet, dass sich die Wasserqualität nicht verschlechtert.“ Er zeigte eine ablehnende Haltung.

Dabei war der letzte Beschluss noch positiv ausgefallen. Inzwischen haben sich die Meinungen zu dem Thema allerdings geändert. „Die Rekultivierung nach der Ausbeutung geht mir an mancher Stelle zu langsam“, beklagte Stefan Högenauer. Ein Thema, das laut Dr. Wolfgang Weißmüller bereits öfter diskutiert wurde. Auch er war der Meinung: „Mit der Mondlandschaft muss endlich Schluss sein.“ Immerhin seien auch Grundstückseigentümer betroffen. Diese beschwerten sich darüber, dass zu tief abgebaut wurde und der Schutzwall deshalb abgerutscht sei.

 

Inzwischen ist auch die Gemeinde in ablehnender Haltung. „Wir wissen nicht, wie sich die Maßnahmen auf das Grundwasser auswirken“, argumentierte Bürgermeisterin Sissi Schätz. Es soll durch das Vorhaben die Suche nach einem weiteren Brunnen nicht beeinträchtigt werden.

 

Deshalb entschied der Bauausschuss, sich negativ zum Vorhaben zu äußern. Das letzte Wort behält hier allerdings das Landratsamt. JF




Keine Hunde auf dem Haager Friedhof

Gemeinsam mit dem Hund den Friedhof besuchen, das soll in Zukunft in Haag neu geregelt werden: Nach einem Antrag der PWG-Fraktion, das Mitführen von Hunden zu erlauben, hat der Gemeinderat nun in seiner jüngsten Sitzung eine alternative Lösung erarbeitet. In geeigneten Einbuchtungen soll es zukünftig die Möglichkeit geben, die Tiere anzuleinen.

Eigentlich wollte die PWG durchsetzen, dass Hunde auf dem Friedhof mitgeführt werden können.

Dr. Wolfgang Weißmüller begründete den Antrag damit, dass heutzutage viele, insbesondere auch ältere Menschen in Single-Haushalten leben. „Wer nicht einsam sein möchte, hat eventuell einen Hund“, argumentierte er und wies darauf hin, dass gerade das Anleinen beim Friedhofbesuch mit Hund aufgrund der angrenzenden Straße schwierig sei. Deshalb forderte die PWG, die Satzung entsprechend zu ändern und Hunde auf dem Friedhof zu erlauben. Natürlich unter der Voraussetzung, dass die Tiere an der Leine geführt und Verschmutzungen beseitigt werden.

 

„Das Problem ist: Die Hundehalter räumen nicht immer alle Haufen weg“, weiß Friedhofsverwalterin Giebel. Außerdem sei ein weiteres Problem das Markierverhalten der Tiere.

 

„Der Friedhof ist eine Stätte der Ruhe“, argumentierte Fini Deliano (SPD). Auch Egon Barlag (FW Haag) war der Meinung, die Friedhofsruhe solle nicht gestört werden. Idealer wäre eine Möglichkeit, den Hund anzubinden. Ein Vorschlag, der vom Großteil des Gemeinderates befürwortet wurde. Deshalb sollen zukünftig außerhalb des Friedhofs an geeigneten Einbuchtungen Anleinmöglichkeiten geschaffen werden.




„Gemeinsam“ ist das Stichwort

Die Feuerwehr Haag richtete ihre Jahreshauptversammlung auch in diesem Jahr wieder im Hofcafé Grandl aus. 2018 war ein vergleichsweise ruhiges Einsatz- und Vereinsjahr im Vergleich zum Jubiläumsjahr. Trotzdem wurde es nicht langweilig. Und auch für dieses Jahr sind wieder einige Aktivitäten geplant.

Vorsitzender Robert Kinzel freute sich über die zahlreichen Anwesenden, darunter auch die Feuerwehren Allmansau und Winden sowie die österreichischen Kollegen aus Haag am Hausruck.

 

„Das vergangene Vereinsjahr war ruhig im Vergleich zum turbulenten arbeitsreichen Jubiläumsjahr“, begann die stellvertretende Vorsitzende Doris Noller ihren Bericht. Trotzdem fanden zahlreiche Termine für die Feuerwehr oder den Verein statt – Feiern, Veranstaltungen, Einsätze. Es wurde nicht langweilig. So wurde im April die Filmvorführung über das historische Haag von Sepp Huber gezeigt, für das es im Jubiläumszelt zu hell war. Und zum Hallenfest im Mai gab es etliche Neuerungen. Die Schenke wurde in die Waschhalle verlegt, um mehr Plätze für Bierzeltbänke zu schaffen und der Bauhof mit viel Holz und Feuerwehrdekoration in eine urige Floriani-Alm verwandelt. Im September gab es außerdem wieder ein Jubiläum: Die Haager Jugendfeuerwehr feierte mit knapp 400 Jugendlichen aus den umliegenden Feuerwehren ihr 40-jähriges Bestehen.

Auch für dieses Jahr stehen schon wieder etliche Termine fest: Neben ein paar Hochzeiten und dem Hallenfest wird im Mai auch wieder ein neuer Maibaum in Haag aufgestellt.

 

Unter dem Stichwort „Gemeinsam“ stand der Bericht des Kommandanten Tom Göschl. „Wir haben viele Dinge erreicht.“ Die 70 Aktiven und 21 Jugendlichen waren an diversen Schulungen und Veranstaltungen beteiligt und auch in Zukunft soll das Gemeinsam mit dem Markt Haag, der Bevölkerung und der Geschäftswelt eine große Bedeutung für die Feuerwehr haben.

 

Es folgten die Berichte über die Ausbildungsschwerpunkte von Stefan Reger und über Atemschutz und Gefahrengut von Thomas Schober. Ein Highlight für die Atemschutzträger: Der Besuch bei der Feuerwehr Traunreut. „Sie haben im Keller ein kleines Brandhaus eingerichtet“, so Schober. Anhand der Wohnung mit gasbefeuerten Übungsstellen und Nebelmaschinen ließe sich realitätsnah für den Ernstfall üben. Jugendrat Josef Einberger fasste das vergangene Jahr der Jugendfeuerwehr zusammen, die ihr 40-jähriges Bestehen feierte. In diesem Jahr soll aktiv Werbung für die Jugendfeuerwehr gemacht werden, so Einberger.

 

Mit 18 Brandeinsätzen und 36 technischen Hilfeleistungen war 2018 ein relativ ruhiges Jahr. „Allein schon mit den Schäfflern und dem Schneeschaufeln werden die Einsatzzahl in diesem Jahr wieder höher sein“, weiß Kommandant Göschl.

 

Für ihre langjährige aktive Dienstzeit wurden Rudi Neumann und Jürgen Przybyla geehrt. Außerdem wurde Laura Spindler für den Aufstieg zur Feuerwehrfrau geehrt, Julian Wahl und Andreas Bauer zum 10-jährigen und Philipp Buresch zur 20-jährigen Dienstzeit.

 

 

„Dankeschön für die Arbeit“, richtete Landrat Georg Huber seine Grußworte an die fleißigen Feuerwehrler. Er griff das Thema „Gemeinsam“ auf, freute sich über die starke Jugendmannschaft und lobte die große Leistung der Führungsmannschaft, dass sie ihre Leute so gemeinschaftlich zusammenführen. Besonders bedankte er sich auch bei den Familienmitgliedern und Firmen, die es mittragen, „wenn draußen die Sirene pfeift oder der stille Alam geht“.

Für 25 Jahre aktiver Dienstzeit ehrte er Florian Haas und Jürgen Przybyla. „Das sind wunderbare Beispiele für die Jungen“, so Landrat Huber.

 

Als „kleine Überraschung zwischendrin“ wurde außerdem Kreisbrandmeister Herbert Rutter aufgrund besonderer Leistungen zum zweiten Ehrenkommandanten ernannt. „Er hat das Amt des Kommandanten in einer sehr schwieriger Zeit übernommen“, so Göschl.

 

Auch Bürgermeisterin Sissi Schätz zeigte sich stolz auf die Feuerwehr. „Danke für das, was ihr auch über die Grenzen der Gemeinde leistet.“ So kam es auch zum Schneeräum-Einsatz in Berchtesgaden, wo zwei Feuerwehrler einem älteren Herrn helfen und vermutlich das Leben retten konnten.

 

„Die Haager Feuerwehr ist eine Feuerwehr, auf die man sich grundsätzlich immer verlassen kann“, so Kreisbrandrat Harald Lechertshuber, „wie erst kürzlich bewiesen beim Einsatz in Berchtesgaden.“ Und auch der Polizeichef Dirk Schreyer bemerkte, dass die Zusammenarbeit zwischen Polizeistation und Feuerwehr super funktioniert. „Eine funktionierende und engagierte Feuerwehr ist für eine Gemeinde lebensnotwendig.“ Gerade nach dem Katastrophenalarm aufgrund unerwartetem Schneefall war es notwendig, Dächer von Schneelasten zu befreien und bedrohte Häuser zu evakuieren – hier war die Feuerwehr mit großem Einsatz dabei.

 

In diesem Jahr standen außerdem wieder Neuwahlen an. Alle vier Jahre wählt die Feuerwehr ihre Vorstandschaft, die Kommandanten haben eine Amtszeit von sechs Jahren. Vorsitzender Kinzel bedankte sich für die letzten vier Jahre: „Es war eine schöne Zeit.“ Und diese musste für niemanden der Vorstandschaft enden: Robert Kinzel wurde als erster Vorsitzender wiedergewählt, seine Stellvertretung übernimmt wieder Doris Noller. Florian Huber bleibt Kassenwart und das Amt des Schriftführers unterliegt weiterhin Michael Buresch. JF




Kein Kinderbecken fürs Hallenbad

Bereits vor Weihnachten hatte sich der Gemeinderat mit der Überlegung beschäftigt, zusätzlich zur Generalsanierung der Schwimmhalle ein Kinderbecken und Dampfkabinen einzubauen. Nun stellte in der jüngsten Sitzung das Architekturbüro den Entwurf sowie die anfallenden Kosten vor.

Ein Becken für Kinder ab dem dritten Lebensjahr, etwa 75 Zentimeter tief, für die ersten Schwimmversuche der Kleinen – so war die Überlegung des Gemeinderates vor einigen Monaten. Nun stellte das Architekturbüro die Entwürfe dazu vor.

 

Für die Lüftung und die Wasseraufbereitung benötigt das Kinderbecken allerdings einen größeren Platzbedarf, als bisher angenommen. Darüber informierte Architekt Uwe Zickert die Mitglieder des Gemeinderats. So sei ein dreigeschossiger Anbau nötig, in dem im Untergeschoss die Schwimmbadtechnik und im Obergeschoss die Lüftungstechnik angebracht werden.

 

„Die Kosten für den zusätzlichen Anbau fallen aufgrund der Technik höher aus, als ursprünglich gedacht“, so der Architekt.

 

Die Kosten von beinahe 460.000 Euro schreckten die Mitglieder des Gemeinderates ab. „Leider ist keine Förderung möglich“, stellte Bürgermeisterin Sissi Schätz zu Beginn klar. Finanziell wäre hier also der Markt Haag in der Pflicht. Man bliebe auf den Kosten sitzen.

 

Kosten, die für Stefan Ott (PWG) nicht tragbar sind. Auch Konrad Lipp (PWG) sieht in dem Kinderbecken keinen Mehrwert: „Ich sehe das Hallenbad in Haag als Schwimmbad.“ Eine Meinung, die auch Stefan Högenauer (CSU) teilt: „Das Badria oder das Prienavera sind Bäder mit Aufenthaltsqualität. Das Haager Bad hat allerdings einen anderen Charakter.“ Zwar wäre das Kinderbecken „nice-to-have” für Schwimmanfänger, aber auch der bisherige Nichtschwimmerbereich sei dafür gut geeignet.

 

Anderer Meinung ist Peter Bauer (SPD), der mit einem Kinderbecken die Gelegenheit sieht, das Bad für neue Gruppen zu öffnen. Auch Dr. Bernhard Grabmeyer (FW Haag) findet: „Die Anschaffung ist eine Aufwertung.“ So habe Haag etwas Besonderes zu bieten.

 

Insgesamt beschloss der Gemeinderat, das Vorhaben, ein Kinderbecken anzubauen, nicht weiterzuführen. Die geplanten Dampfkabinen allerdings bleiben weiterhin Thema.

 

„Dampfkabinen sind eine super Sache“, so Konrad Lipp. Hier gab es die Möglichkeit, zwischen zwei Einzelkabinen für je eine Person oder eine größere Kabine für drei bis fünf Leute abzuwägen. „Wenn die Entscheidung steht, ob das Dampfbad umgesetzt wird, kann die Form noch entschieden werden“, stellte Schmuck klar. Tendenziell zeigte sich aber, dass ein größeres Dampfbad mehr Zustimmung im Gemeinderat fand. Die meisten Mitglieder stimmten dafür, dieses Thema weiterzuführen. JF

 




Heide Schmidt-Schuh bleibt Vorsitzende

Das „Ramma damma“, die Mitfahrbankerl und die Unterschriftensammlung für die öffentlichen Personennahverkehr waren drei der größeren Projekte der „Agenda 21 Haager Land“ im vergangenen Jahr. Zur Jahreshauptversammlung wurde außerdem das Konzept zur Nachhaltigkeitsmesse „Haagenda“ vorgestellt, die im Oktober stattfinden soll. Für dieses Projekt stellte sich Heide Schmidt-Schuh auch für die nächste Wahlperiode als erste Vorsitzende zur Verfügung.

„Das Mitfahrbankerl war leider ein Flop“, gestand Vorsitzende Heide Schmidt-Schuh bei Bericht über die vergangenen Projekte ein. Nach der schönen Eröffnungsfeier und den vielen positiven Reaktionen, stünden die Bänke nun leer. Mehr Erfolg zeigte sich bei der alljährlichen Aufräumaktion „Ramma damma“, bei der auch wieder viele Jugendliche beteiligt waren sowie die Beteiligung am Markt- und Straßenfest.

Hier konnten Kinder gesammelten Plastikmüll in Fischernetze hängen als Symbol für die Umweltverschmutzung durch Plastik. „An diese Aktion anknüpfend wird es eine Ausstellung zum Thema Plastikmüll auf der Haagenda geben“, stellte die Vorsitzende in Aussicht.

 

Die „Haagenda” wird eine Messe zum Thema Nachhaltigkeit. Bereits vor 20 Jahren wurde sie ins Leben gerufen und nun soll von Freitag, 11. Oktober, bis Sonntag, 13. Oktober, das Jubiläum stattfinden. Mit Workshops und Vorträgen zu den Themen Ökologischer Fußabdruck, Plastik vermeiden und vegetarisch Kochen sowie der Möglichkeit für regionale nachhaltige Institutionen und Geschäfte, auf der Messe auszustellen, soll es ein buntes Programm geben. Auch der Emobilitätstag wird im Rahmen der „Haagenda” stattfinden.

 

Auch beim Markt- und Straßenfest sowie am Kinderferienprogramm wird der Verein in diesem Jahr wieder beteiligt sein und am Samstag, 6. April, findet erneut das alljährliche „Ramma damma“ statt.

 

Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung standen außerdem Neuwahlen an. Heide Schmidt-Schuh wurde gebeten, den Vorsitz weiterzuführen und einstimmig von den Anwesenden gewählt. „Danke für das Vertrauen“, freute sie sich. Den Zweiten Vorsitz übernahm wieder Johanna Furch, Schriftführerin wurde Elvira Maier-Preuschl und Kassenwart blieb Dennis Franke. Als Beisitzer wurden wieder Wiebke Müller und Sissi Schätz gewählt.

 

Foto (von links): Johanna Furch (2. Vorsitzende), Elvira Maier-Preuschl (Schriftführer), Heide Schmidt-Schuh (1. Vorsitzende), Wiebke Müller (Beisitzer), Sissi Schätz (Beisitzer), Dennis Franke (Kassenwart).