Tanzen in den Regen

Ziemlich lange hat das Wetter zum Haager Straßenfest gehalten. Ob gemütlich bei Kaffee und Kuchen am Marktplatz, mit Gin-Kreationen im Rathausgarten oder bei der „Kreuz- und Quer-Bühne“ an der Hauptstraße – den Besuchern wurde auch heuer einiges geboten. Und auch der kurze Technikausfall beim Unwetter am Abend war kein Problem: Das Publikum hat einfach im Regen weitergetanzt.

Ein langes Hin und Her gab’s dieses Jahr ein paar Tage vor dem Straßenfest. Wegen der schlechten Wettervorhersage musste das Beach-Völkerballtunier abgesagt werden, bis zum Schluss bangten die Veranstalter, letztlich konnte das Fest aber trotzdem stattfinden. Eine gute Entscheidung: Der Nachmittag war sonnig und warm. Perfekt, um durch den Flohmarkt an der Wasserburger Straße zu schlendern, sich im Rathausgarten bei gemütlichem Flair von Philipp Hofrichter mit Gin-Kreationen verwöhnen zu lassen oder sich bei der 3D-Kreidekunst fotografieren zu lassen.

Auch für die Kinder war wieder vieles geboten: Neben der Kinderrallye der Haager Geschäfte, bei der es tolle Preise zu gewinnen gab, war am Marktplatz wieder ein Riesensandkasten, Kinderschminken und eine Pflanzaktion mit Kresse zum Mitheimnehmen.

 

Auch musikalisch war für jeden was dabei: Ob jazzig oder fetzig am Marktplatz oder alles von Pop, Rock bis hin zu Partysongs an der „Kreuz- und Quer-Bühne“. Auch wenn sich aufgrund eines kurzen Stromausfalls und wegen des Gewitters alles ein bisschen verschob, die Besucher feierten selbst im Regen weiter mit den regionalen Bands.

Auch in den Hofgarten konnte man pünktlich zum Straßenfest wieder einkehren und das Caminetto und Graf Ladislaus boten auch zu später Stunde noch fleißig Livemusik.

 

Unsere Fotos vom Straßenfest:

 

 

 

 




Von Steuer befreit dank Hundeführerschein

Wer eine theoretische und praktische Prüfung über das Führen von Hunden ablegt, wird in München für ein Jahr von der Hundesteuer befreit. Eine gute Idee, findet der Haager Gemeinderat. Das Modell soll es nun auch in Haag geben.Mit dem Hundeführerschein für ein Jahr von der Hundesteuer befreit. Das hat der Gemeinderat in der vergangenen Sitzung beschlossen. „Gelegentlich gibt es Beschwerden von Leuten, die sich von Hunden bedroht fühlen oder denken, der Halter hat seinen Hund nicht im Griff“, so Bürgermeisterin Sissi Schätz. Eine Art Hundeführerschein soll zeigen, dass sich der Hundehalter Gedanken darüber gemacht hat. Dabei geht es neben dem Umgang mit dem Hund auch um das Verhalten des Hundehalters.

 

Der Praxistest wird dabei in einer fremden Umgebung durchgeführt. „Der Hund muss im Gelände abrufbar sein, auch in Einkaufszentren und Tiefgaragen sowie das Aufzugfahren wird trainiert.“ Die Halter werden sensibilisiert und für den Aufwand mit der Hundesteuerbefreiung für ein Jahr belohnt.

 

Über Möglichkeiten, den Kurs mit Prüfung abzulegen, können sich Interessierte bei Hundeschulen und Tierärzten in der Umgebung informieren.




Das ist neu beim Straßenfest

Professioneller, weiter und manches ganz neu: Zur vergangenen Verwaltungs- und Kulturausschusssitzung stellte Christian Wimmer das Konzept und die Neuerungen des diesjährigen Straßenfests am 22. Juni vor. Nicht nur die organisatorischen Abläufe haben sich professionalisiert. Auch andere Programmpunkte sind geboten.

„Wir haben dazugelernt“, so Wimmer. Ein Kritikpunkt vom vergangenen Jahr: Die Sitzplätze am Marktplatz. „Dieses Jahr wird es eine lange Tafel geben“, stellte er das neue Marktplatzkonzept vor. Damit soll die Sitzfläche erweitert werden. Insgesamt werden auch mehr Vereine und Wirte in diesem Jahr beteiligt sein. Außerdem soll der Flohmarkt Richtung Kirchplatz erweitert werden.

 

Ein anfänglicher Gedanke, im Schlosshof ein Yoga-Spektakel zu starten, muss auf das kommende Jahr verschoben werden. Wimmer: „Wir wollten neues Publikum auf das Straßenfest ziehen.“ Insgesamt 19 Yogaschulen haben sich bereiterklärt, mitzumachen. Die Pläne sind bereits fertig ausgearbeitet, müssen 2020 nur noch umgesetzt werden.

 

Trotzdem können sich die Besucher auf neue Programmpunkte freuen. Am Bräuhausplatz soll es ein Beachvölkerball Turnier geben. Außerdem ist eine ökologische Variante zum letztjährigen Graffiti-Künstler geboten: Eine Künstlerin wird auf dem Marktplatz ein 3D-Gemälde zeichnen. „Die Kinder können Teil des Bildes werden.“

 

Bürgermeisterin Sissi Schätz freute sich: „Das wird wieder wunderbar.“ Und falls das Wetter nicht mitspielt, wird die „Kreuz+Quer-Bühne“ ins Jugendzentrum verlegt und die Bands vom Marktplatz spielen im Zelt am Bräuhausplatz.

 

 




CSU-Mann Bernd Schneider rückt nach

Aus privaten und beruflichen Gründen legte jetzt Bernd Katterloher sein Mandat als Marktgemeinderat und alle damit verbundenen Ämter in Haag nieder. Nun wurde in der vergangenen Gemeinderatssitzung Bernd Schneider als Nachfolger für die CSU berufen.

Spätestens ab Sommer verlagert sich der Lebensmittelpunkt von Katterloher in eine andere Region. „Der Wegzug aus der Gemeinde ist ein wichtiger Grund zur Entlassung aus dem Ehrenamt“, begründete Bürgermeisterin Sissi Schätz.

Nun rückt ein Nachfolger aus der Liste der CSU an seiner Stelle nach. Weil Hans Ketterle und Birgitta Reitmayr aus beruflichen sowie gesundheitlichen Gründen das Amt nicht antreten können und Lydia Goetzke keinen Nebenwohnsitz mehr in Haag hat, wurde Bernd Schneider als Marktgemeinderat berufen.

„Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern“, legte dieser seinen Eid ab. Neben dem Mandat als Marktgemeinderat wird er auch die fraktionelle Vertretung in Bauausschuss sowie Verwaltungs- und Kulturausschuss übernehmen, den Sitz im Rechnungsprüfungsausschuss besetzt nun Andreas Sax.

Auch ein neuer Sportreferent soll nun nach Amtsniederlegung durch Katterloher bestellt werden. „Rosi Heimann ist sportlich sehr aktiv“, schlug Eva Rehbein vor und auch der übrige Gemeinderat stimmte mehrheitlich dafür, die Referentenstelle mit ihr zu besetzen.

Herbert Zeilinger zeigte sich verblüfft über die häufigen Amtswechsel in der CSU, freute sich aber auf die Zusammenarbeit mit Bernd Schneider. „Man muss immer eine eigene Meinung haben“, appellierte er an die Gemeinderatsmitglieder und wünschte sich weiterhin einen fairen Umgang untereinander und gegenseitigen Respekt.




„Für die ganze Familie“

Zum großen Pfingstmarkt am kommenden Pfingstmontag, 10. Juni, in Haag bietet Haag aktiv in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde interessante Führungen an: Während die Arbeiten am Haager Schlosshof gerade erst beginnen, sind die Sanierungen innerhalb des Turmes bereits abgeschlossen. Unter dem Motto „Für die ganze Familie“ öffnen am Pfingstmontag nicht nur die Geschäfte von 12.30 bis 17 Uhr. Auch die Tore zum Schlossturm werden geöffnet. Zwischen 9 und 17 Uhr gibt es die Möglichkeit, den Turm zu besichtigen.

Wichtig: Eine Anmeldung unter www.haag-aktiv.de ist erforderlich.

Wer schwindelfrei und trittsicher ist, kann sich für eine 50-minütige Führung durch die alten Mauern anmelden und dabei auch das bereits eingeweihte Trauungszimmer besichtigen.

Hunde sind nicht erlaubt.

Fotografieren ist ausdrücklich erwünscht.

 

 




Nun doch: Pallasmauer soll erhalten bleiben

Es soll möglichst viel Grünfläche erhalten bleiben. So lautet das Ergebnis der vergangenen Bauausschusssitzung zum Thema Schlosshof. Mit möglichst geringen Eingriffe in die historische Pallasmauer soll die Neugestaltung nun weitergeplant werden.

Unter drei möglichen Varianten im Bereich der geplanten Rampe konnten die Mitglieder des Bauausschuss auswählen. Mit jedem Vorschlag soll die Rampe weiter von der Ringmauer abgerückt werden. Ziel ist es, die Eingriffe in die historische Substanz zu verringern. Landschaftsarchitekt Markus Türk der Firma NRT stellte die möglichen Planungsvarianten vor.

„Je weiter wir die Rampe von der Mauer abrücken, umso mehr Sitzplätze verlieren wir“, stellte Türk klar. Allerdings biete sich dadurch mehr Grünfläche und die historische Pallasmauer könne erhalten bleiben. Außerdem stellte er eine Zusatzoption vor: Am Rand der Rampe lassen sich Zusatzstufen anbringen. „Damit lassen sich die Sitzstufen leichter begehen“, so der Landschaftsarchitekt. Allerdings bedeutet auch das weniger Sitzplätze. In der ursprünglichen Planung waren 400 Sitzplätze vorgesehen. Wenn die Rampe möglichst weit von der Mauer abgerückt werden soll und zusätzliche Stufen angebracht werden, gehen allerdings je nach Bestuhlung etwa 40 Plätze verloren.

 

Die Grundrisse der Mauer und der Treppe sollen erhalten bleiben. „Das ist wertvoll, das werden wir nicht anrühren“, so Türk. Allerdings müsse die Höhensituation angepasst werden. „Die durch Witterung weggebrochene Schicht wird auf eine Ebene abgetragen.“

 

Bei den Varianten war sich der Bauausschuss schnell einig. „Welches ist der geringste Eingriff?“, war für Ludwig Schletter ausschlaggebend. Die dritte Variante mit größtmöglichen Entfernung zur Ringmauer biete neben mehr Rasenfläche außerdem einen besseren Zugang zur Bühne.

Und Stefan Högenauer betonte: „Wir sollten die Chance nutzen, um die Einbauten zu reduzieren.“ Sitzplätze an der Bühnenseite seien ohnehin nicht optimal.

 

Eine Meinung, die der Großteil des Bauausschuss teilt: Sie stimmten für die Planungsvariante mit größtmöglichem Abstand zur Ringmauer. Zusätzlich soll es Stufen geben. JF




Steckerlfisch und „Weißbier Musi“

Das bisschen Nieselregen zum Abend hat die Haager nicht gestört: Das Feuerwehrfest am Samstag war wieder gut besucht. Zum 41. Mal fand das traditionelle Fest im Feuerwehrhaus statt.Ob zum Kaffee und Kuchen oder für Steckerlfisch und Gegrilltes, am Samstag trafen sich die Haager wieder zum traditionellen Feuerwehrfest im Feuerwehrhaus Haag. Musikalisch umrahmt von der „Weißbier Musi“ und versorgt mit Unertl Weißbier und „Bräu z’Loh“-Bier vom Fass haben sich die Besucher trotz kurzem Nieselregen am Abend die Stimmung nicht verregnen lassen.

 

 

Abends gab es dann Wein und Cocktails in der urigen Floriani-Alm und auch für die Kleinen war wieder Einiges geboten. Sie konnten sich in der Feuerwehrhüpfburg austoben oder am Wasserschlauch ihr Geschick testen und Dosen aus den Fenstern einer nachgebildeten Hausfassade spülen.

 




Acoustic-Rock im „Graf Ladislaus”

Ein stimmungsvoller Abend im „Graf Ladislaus”: Mit einem Querschnitt feinster Rock- und Pop-Cover von den Siebzigern bis heute zog das virtuose Acoustic-Rock-Trio „Fever“ am Samstag die Gäste nach Haag. Ob mit Klassikern wie „Purple Rain“ oder „Sweet Child of Mine“, oder aktuellen Popsongs von Pink oder Ed Sheeran, es war für jeden was dabei.

Das Trio bestehend aus Sängerin Ariane Deubel, Renate Dienersberger am Klavier und Stefan Mölle an der Gitarre präsentierte Klassiker von Supertamp und Pink Floyd über Tina Turner bis hin zu aktuellen Songs. Mit ausgefeilten Instrumental-Arrangements und Chorsätzen sowie einigen eigenen Interpretationen bekannter Lieder begeisterten sie das Publikum bis in den späten Abend. Zum Schluss konnten die Gäste auch ihre eigenen Musikwünsche äußern.

 

Im „Graf Ladislaus” bleibt’s auch weiterhin musikalisch: Kommenden Montag, 27. Mai, findet wieder der Musikerstammtisch statt und zum Vatertag gibt es Livemusik von „Mercybeat“.




Steckerlfisch und Hüttenflair

Mit Gegrilltem und Steckerlfisch im Biergarten und Hüttenflair in der urigen Floriani-Alm steigt das diesjährige Feuerwehrfest in Haag am Samstag, 25. Mai. Ab 15 Uhr startet die Feuerwehr den Biergartenbetrieb am Feuerwehrhaus.

Für das leibliche Wohl ist außerdem mit Brotzeiten, Kaffee und Kuchen und Unertl Weißbier sowie „Bräu z’Loh“-Bier vom Fass gesorgt. Ab Nachmittag geht’s dann in die Floriani-Alm zu Weinspezialitäten, Hugo, Lillet Happy Hour und Cocktails.

Die Feuerwehr lädt die gesamte Bevölkerung aus Haag und Umgebung zu ihrer traditionellen Feier ein.




Haag: Ersatz fürs Herbstfest geplant

Nachdem das Herbstfest für dieses Jahr abgesagt wurde (wir berichteten), hat Herbert Zeiliger gemeinsam mit mehreren Veranstaltungspartnern die Initiative ergriffen: Vom 17. bis 21. Oktober soll es in Haag ein Kirtafest geben. Auch Bernd Furch hat seine Unterstützung zugesagt.„Kleine Schausteller, Autoscooter, Kinderkarussell, Wurfbuden und Eisstand – es soll schon ein Volksfest werden, aber nicht in dem gewohnten Umfang“, stellte Herbert Zeilinger den Plan des Kirtafests auf dem Festgelände vor. Es soll neben der Zeilingers Wiesn-Alm und der Wein- und Kaffeealm von Petra Bauer auch Volksfeststände und Fahrgeschäfte geben. Auch Bernd Furch hat seine Unterstützung zugesagt, wird sich aber nicht mit dem Unertl Festzelt beteiligen. „In dem Rahmen sollen auch der Milchbauerntag des Milchwerkes Jäger und der Seniorennachmittag der Gemeinde stattfinden“, so Bürgermeisterin Sissi Schätz, „wir wollen aber schaffen, dass es im nächsten Jahr in alter Konstellation weitergeht.“

 

Durch die übrige Fläche sei es auch möglich, auf dem Festplatzgelände zirka 380 Parkplätze anzubieten. Auch Buslinien sollen wieder fahren, inwieweit muss allerdings noch geklärt werden. Für das Verkehrsleitsystem sowie die Parkplatzsituation sieht Ludwig Schletter (CSU) ganz klar die Gemeinde in der Verantwortung: „So ein Fest braucht Unterstützung!“ Auch Sissi Schätz ist der Meinung, die Gemeinde soll sich zusätzlich zu öffentlicher Sicherung und Parkplätzen auch finanziell an der Veranstaltung beteiligen.

 

„Es soll kein Herbstfest-Ersatz sein“, so Zeilinger. Die abgespeckte Version wird auch am Zelt ersichtlich sein: Allein das Unertl Festzelt umfasste 2.500 Plätze sowie 1.000 Biergartenplätze. Dieses Jahr soll das Zeilinger Zelt für 1.500 Besucher Platz bieten. Das Biergartengeschäft wird zu dieser Jahreszeit vermutlich nicht umsetzbar sein. „Wir müssen mit schlechtem Wetter rechnen“, gab Fini Deliano (SPD) zu bedenken.

 

Das Kirtafest startet am Donnerstag, 17. Oktober, mit dem Milchbauerntag. Von Freitag bis Sonntag ist dann Festzeltbetrieb geplant und am Montag als Ausklang ein Kesselfleischessen. „Dann müssen die Haager nicht komplett auf ihr Volksfest verzichten“, so Zeilinger. Der Fokus liegt allerdings darauf, 2020 wieder ein altbewährtes Herbstfest zu veranstalten. „Es ist gut, dass es ein Ersatzfest für Haag gibt“, fand Rosemarie Heimann (PWG) und auch die Bürgermeisterin bezeichnete es als „schöne Brauchtumsveranstaltung.“

 

Weil das gewohnte Fest nur zu einem Bruchteil stattfinden kann und die Veranstalter um über die Hälfte dezimiert sind, rechnet Zeilinger auch mit deutlich weniger Besuchern: „Wenn es richtig gut läuft können wir 15.000 bis 20.000 Besucher erwarten. Das wäre ein großer Erfolg.“ Allerdings findet das Kirtafest lediglich an fünf Tagen statt. Anfangs umfasste das Herbstfest bei einer Veranstaltungszeit von zehn Tagen ähnliche Besucherzahlen. Keine Relation zu den 80.000 Besuchern im Vorjahr.

 

Die Kosten bleiben allerdings ähnlich: „Organisatorische Kosten, die Pacht, das alles war in der alten Konstellation auf mehreren Schultern verteilt“, so Zeilinger. Deshalb wäre eine Unterstützung durch die Gemeinde besonders wichtig. Der Markt Haag will für das Kirtafest wie auch für das vergangene Herbstfest eine Hilfestellung leisten. Einerseits soll wie gehabt mit organisatorischer Hilfe über den Bauhof, sowie auch finanzielle Beteiligung erfolgen.

 

Der Gemeinderat freute sich über die Möglichkeit einer Ersatzveranstaltung und möchte diese unterstützen. Wie hoch die Mitfinanzierung ausfallen soll, wurde allerdings zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit vom Gemeinderat besprochen. JF

 




Die Ersten haben sich getraut

Ab jetzt wird geheiratet. Es war nicht nur ein großer Tag für das Brautpaar, sondern auch für die Gemeinde: Heute wurde der Trauungssaal im Schlossturm zum ersten Mal genutzt – und es gibt bereits viele weitere Anmeldungen.

Das bestätigt, dass der Turm ein besonderer Ort ist, an dem die Menschen eine ihrer wichtigsten Entscheidungen im Leben begehen möchten. „Ich glaube, dass nicht nur das schöne Ambiente eine Rolle spielt“, so Bürgermeisterin Sissi Schätz, die die erste Trauung im Schlossturm vorgenommen hat. Die vier großen Fenster, durch die man in alle vier Himmelsrichtungen blicken kann, sei außerdem ein schönes Symbol für den Start in die Ehe. „Ich wünsche mir, dass im Schlossturm viele glückliche Ehen geschlossen werden.“

 

Am Samstag gibt es dann schon die nächsten Termine. „Ein weiterer Meilenstein, um das Schlossareal nach der Sanierung wieder zu beleben“, freut sich die Bürgermeisterin.




Ein neuer Maibaum auch für Haag

 

Nach zwei Jahren steht er nun wieder in voller Pracht da: Der neue Maibaum in Haag! Begleitet von der Kirchdorfer Blasmusik, den Haager Vereinen und den Dieben der Feuerwehren Wasserburg und Edling wurde der neue Baum gestern Mittag vom Ortsbeginn bis zum Marktplatz gebracht.

Kurz vor Mittag leitete die Blasmusik den Marsch ein und gemeinsam ging es dann rauf zum Marktplatz, wo der Baum bereits von bestem Wetter und zahlreichen Besuchern erwartet wurde. Mittels Oldtimer-Traktor wurde er sicher um die Kurven gebracht.

 

 

Das gute Wetter zog etliche Besucher an, vor der Gemeinde mussten noch weitere Biertischgarnituren aufgestellt werden. Der enorme Andrang und die Sonne brachten die Steckerlfisch-Bräter und Fleisch-Griller ordentlich ins Schwitzen.

 

 

Vom Kindergarten „Arche Noah” gab es zur Einstimmung ein gemeinsames Lied, anschließend moderierte Florian Haas das Aufstellen und die Kirchdorfer Blasmusik begleitete das Spektakel musikalisch. Kurz vor 15 Uhr war’s dann geschafft: Der Maibaum steht. Die Böllerschützen haben’s krachen lassen und feuerten zum fertig aufgestellten Baum.

Johanna Furch

Unsere Fotos:




Klassisch, rockig, bayerisch

Ob Kontrabass oder E-Schlagzeug – die Musikstile mischten sich beim Musiker-Stammtisch im Graf Ladislaus in Haag. Abwechselnd gab es Blasmusik von der Schlossturm-Musi und akustische Rock- und Popcover unter anderem von den Green Hornies oder den Diner 59er.

Eine bunt gemischte Gruppe von Klassik über Blasmusik bis hin zu Rock’n’Roll. Die anwesenden Musiker probierten gemeinsam ein paar Lieder aus und tauschten sich über Musik und Erfahrungen aus. Am späten Abend verließen sie das Lokal mit Vorfreude auf ein Wiedersehen beim nächsten Stammtisch.

Das nächste Treffen findet am Montag, 27. Mai, ab 19 Uhr im Graf Ladislaus statt. Alle Musiker und Interessierte sind wieder zum gemeinsamen Musizieren und Mitsingen eingeladen.




Morgen ist’s soweit

Nach den Arbeiten im Zehentstadel und Dieben der Feuerwehren Wasserburg, Attel-Reitmehring und Edling sowie ausgiebigen Verhandlungen ist es endlich so weit: Nach zwei Jahren ohne Maibaum wird morgen, am 1. Mai, wieder ein Baum am Haager Marktplatz aufgestellt.

Der neue Baum wurde unter den wachsamen Augen des Stifters Dr. Wolfgang Weißmüller Ende Dezember gefällt, entrindet und unter einem Dach verstaut, damit er austrocknen konnte. Ende April ging es dann im Zehentstadl an die Feinarbeit: Der Stamm wurde gehobelt und geschliffen. Kurz vor der Vollendung der Arbeiten wurde er jedoch von „Dieben“ in einer Nacht und Nebelaktion entführt und weggeschafft.

Nach einem Bekennerschreiben der Diebe machte sich eine Delegation der Maibaumfreunde gemeinsam mit Bürgermeisterin Sissi Schätz zum Gespräch nach Wasserburg auf. Nach zähen Verhandlungen konnte man sich mit den Dieben der Feuerwehren Wasserburg, Attl-Reitmehring und Edling handelseins werden. Über das Ergebnis der Verhandlung wurde jedoch Stillschweigen vereinbart.

Nach der Vertragsunterzeichnung wurde der Baum an seinem neuen Verwahrungsort gemeinsam fertiggestellt.

Laut Vertrag wird der neue Haager Maibaum morgen um 11 Uhr am Ortsschild Haag an der Wasserburger Straße erwartet. Alle teilnehmenden Vereine und Organisationen treffen sich bei Bike Service Gruber zum Aufstellen des Festzuges. Von dort wird der Baum – begleitet von der Kirchdorfer Blasmusik – per Oldtimertraktor über die Hauptstraße zum Marktplatz gebracht und anschließend aufgestellt.

Bereits ab 11 Uhr werden zum Mittagstisch Schweinebraten, Hendl, Grillfleisch und Würstel von der Metzgerei Mair angeboten. Als besonderes Schmankerl werden auch Steckerlfische gegrillt.

Frisches Unertl Weißbier und Helles von der Brauerei Gut Forsting werden vom TSV Haag ausgeschenkt. Der Haager Verschönerungsverein bietet Kaffee und selbstgebackene Kuchen an.

Die kleinen Gäste können sich in der Hüpfburg austoben oder das vom Familienzentrum angebotene Kinderschminken in Anspruch nehmen.

Es bleibt zu hoffen, dass der Wettergott gnädig ist und viele Besucher den neuen Maibaum in Haag willkommen heißen und mitfeiern.

 




Trainieren für den Notfall

„Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ – ein Alarmstichwort, das die Feuerwehren regelmäßig als Meldung auf ihrem Piepser hören. Damit beginnt bei den aktiven Wehrmänner ein Ablauf, den sie regelmäßig trainieren, so auch jetzt wieder in Haag. Insgesamt fünf Feuerwehren aus dem Landkreis Mühldorf trafen sich zu einer Ausbildungsveranstaltung zum Thema „Technische Hilfeleistung“ im Feuerwehrgerätehaus Haag.

Die Feuerwehren Ramsau, Rechtmehrung, Reichertsheim, Haag und Mühldorf trainierten gemeinsam für den Notfall. In einem theoretischen Teil erläuterten die Haager Ausbilder taktische Vorgehensweisen bei der Rettung von Personen, Neuerungen in der Fahrzeugtechnik und vermittelten Grundkenntnisse von Fahrzeugen mit „alternativen Antrieben“.

Der Umgang mit Schneidgerät, Spreizer und anderen Geräten zur Personenrettung erfolgte im praktischen Teil des Zusammentreffens. So wurden den Teilnehmern zahlreiche kleine und große Hilfsmittel vorgestellt, die ein Arbeiten erleichtern.

 

 

Die gestellten Szenarien verdeckten die Haager Ausbilder unter einem Zelt. Dies forderte eine realistische und schnelle Entscheidungsfindung, wie sie auch im Ernstfall benötigt wird.

Für zusätzlichen Stress sorgten die in den Szenarien eingebauten Negativ-Überraschungen: Gasflaschen, Stromkabel oder eine verletzte Person, die plötzlich beginnt, Blut zu spucken, simulieren besonders schwierige Situationen, die einen richtigen Umgang der Feuerwehrler voraussetzen.

Gemeinsam konnten jedoch alle Einsatzszenarien bestens gelöst werden!

 

 

Der Schulungstag endete mit einer Nachbesprechung von Lehrgangsleiter KBM Herbert Rutter, welcher für die engagierte Ausarbeitung des Unterrichtes den Haager Ausbildern dankte. Gemeinsam und voneinander lernen – das war das Ziel des Übungstages, damit die in der Realtität anfallenden Szenarien sicher und bestmöglich abgearbeitet werden können.

Die Teilnehmer aus den Feuerwehren sprachen sich für weitere Schulungsangebote dieser Art aus.




Haag bekommt wieder einen Maibaum

Die Maibaumfreunde und der Markt Haag laden ein: Am Mittwoch wird der Maibaum am Marktplatz aufgestellt. Das Aufstellen beginnt ab 13 Uhr, davor gibt’s ab 11 Uhr bereits einen Mittagstisch und einen Festzug der ortsansässigen Vereine.

Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung am kommenden Sonntag, 5. Mai, statt.




Von den 50ern bis zu den Charts

Von den Beatles über Pink Floyd bis hin zu den Imagine Dragons: Am kommenden Samstag, 27. April, spielt die Haager Coverband „Downstairs“ im Gasthaus Oberndorf. Ab 20 Uhr geht’s los mit Rockklassikern und bekannten Popsongs der vergangenen Jahrzehnte.

Der Eintritt ist frei.

 




„Ohne Auto geht leider gar nichts“

Für eine Diskussion zum Thema Nahverkehr luden die Gemeinde Haag und die „Agenda 21 Haager Land“ die Kreisräte des Landkreises Mühldorf sowie die Bürgermeister der Landkreise Mühldorf, Rosenheim und Erding in den Bürgersaal ein. Die Busverbindung soll über die Landkreisgrenzen hinausgehen – das zeigen die Unterschriftlisten aus dem vergangenen Jahr. Diese Forderung soll nun an den Kreistag gerichtet werden.

Die Landkreise Mühldorf und Rosenheim bearbeiten bereits ihre Nahverkehrspläne. Das nahm die Gemeinde Haag zum Anlass, um über den Verbesserungsbedarf des öffentlichen Nahverkehrs zu diskutieren. „Die Nord-Süd-Verbindung von Dorfen nach Wasserburg fehlt brdonders“, bemerkte Haags Bürgermeisterin Sissi Schätz. Studenten müssen in die Fachhochschule nach Rosenheim, in die Berufsschule nach Erding oder zum Bahnhof nach Dorfen für eine günstige Verbindung nach München. Die Verbindung zu Kreisstadt sei nun auf den Weg gebracht worden, aber Schätz appellierte, man müsse auch landkreisübergreifend denken.

 

Heide Schmidt-Schuh, Vorsitzende der „Agenda 21 Haager Land“, argumentierte: „Ohne Auto geht gar nichts.“ Deshalb habe der Verein erneut eine Unterschriftensammlung gestartet. Eine bessere Verbindung, Gleichbehandlung der Entwicklung von ländlichem und städtischem Raum, Klimaschutz, Individualverkehr verringern – viele Gründe sprechen laut Schmidt-Schuh für eine verbesserte ÖPNV-Verbindung. Menschen ohne Auto, gerade Rentner und Schüler, haben kaum Möglichkeit, in die umliegenden Landkreise zu kommen. „Mindestens fünfzehn Kilometer muss man von Haag aus mit dem Auto fahren, anders geht es nicht“, so die Vorsitzende.

 

Die umliegenden Gemeinden sind sich einig: „Wir brauchen diese Verbindung.“ Von Maitenbeth dauert es beispielsweise knapp zwei Stunden in die Kreisstadt, so Josef Kirchmaier, Bürgermeister aus Maitenbeth, aber zurück komme man nur bis Haag. Auch Albachings Bürgermeister Franz Sanftl bemerkte, es gebe überall rundherum dieselben Probleme: Die Busse fahren nicht im Takt und meist nur morgens und abends.

 

Die Bürgermeister aus Soyen, Karl Fischberger, und Kirchdorf, Alfons Linner, gaben ebenfalls ein Statement ab und sprachen sich für die Verbesserung des Nahverkehrs aus. Zwar sei die Verbindung nach Mühldorf inzwischen vereinfacht, aber „wir brauchen dringend auch die anderen drei Richtungen“, so Linner.

 

Zusätzliches Problem sei auch: Eine Umsiedlung von Firmen aus der Landeshauptstadt sei nicht möglich. „Die Mitarbeiter haben keine Möglichkeiten in die Arbeit zu kommen“, so Kirchmaier. „Man darf nicht an den Landkreisgrenzen aufhören.“

 

Der RVO zeigte sich bereit, die Verbindung von München nach Mühldorf im Stundentakt anzubieten – hier sei man aber auf die Unterstützung des Landkreises angewiesen. Auch der MVV ist bereit zu einer Verbunderweiterung, aber auch hier müssen vorerst die finanziellen Mittel geklärt werden.

 

„Der Landkreis Mühldorf ist einer der ersten, der verbindlich wieder einen Nahverkehrsplan aufstellen möchte“, kommentierte Günter Knoblauch. „Wir müssen das gemeinsam mit den Landkreisen Rosenheim und Erding verbinden.“ Bei diesem Vorhaben sei besonders wichtig, dass nicht nur Haag, sondern auch die umliegenden Landkreise die Verbindung für notwendig halten und klar sagen: „Wir wollen!“

 

Die deutliche Mehrheit der Anwesenheit war dafür, eine Erklärung nach außen abzugeben, dass die geforderten Änderungen des öffentlichen Personennahverkehrs umgesetzt werden sollen. „Ziel ist es, die Linie Dorfen-Wasserburg in die jeweiligen Nahverkehrspläne aufzunehmen“, so Sissi Schätz. Die Forderung soll nun an den Kreistag zur Sondersitzung am 24. Mai weitergegeben werden. JF




Ein Blick in die Vergangenheit

Schon beim Tag des offenen Denkmals im September konnten die Besucher die Ausgrabungen am Haager Schlosshof, die bis dahin gemacht worden waren, besichtigen. Ziel ist es nun, die Bodendenkmäler zu erhalten. Wie sie am besten geschützt werden können, wird mit dem Landesamt für Denkmalpflege besprochen. Außerdem stellte die CSU-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates den Antrag, noch weitere Ausgrabungen durchzuführen.

Die bisherigen mittelalterlichen Funde am Schlosshof wurden dokumentiert und im Bereich der Kapelle bereits abgeschlossen. Wie es im Anschluss an die Ausgrabungen weitergeht, hängt von der Beurteilung des Landesamtes für Denkmalpflege ab.

 

„Es ist schade, wenn alles wieder zu gemacht wird“, fand Egon Barlag (FW Haag). Allerdings seien die Bodendenkmäler am besten geschützt, wenn sie nicht an der Oberfläche sind. „Andere Orte reißen sich um alles, was Besucher anlocken kann und wir schütten es wieder zu.“ Auch Ludwig Schletter (CSU) bemerkte: „Wir dürfen uns das nicht kaputt machen lassen.“

 

Die CSU hat außerdem bereits einen Antrag gestellt, weitere Grabungen durchzuführen. Die aktuelle Ausgrabungszulassung ist erschöpft – nun soll mit dem Landesamt der Denkmalpflege das weitere Vorgehen erörtert werden. „Wir haben viel Geld für die Untersuchungen ausgegeben“, so Stefan Högenauer (CSU), „Küchen, Knochenteile, Pflasterflächen – wir hätten nie erwartet, so viel zu finden. Es ist es wert, nochmal genauer hinzuschauen.“

 

Einige Mitglieder des Gemeinderates wollen die Ausgrabungen auch der Öffentlichkeit zugänglich machen. Dr. Bernhard Grabmeyer (FW Haag) schlug hierfür eine Art Kellerfenster vor. „Das erlaubt einen kleinen Blick in die Vergangenheit.“ Und so sei das darunter liegende Bauwerk vor Wetter und Temperaturen geschützt. „Wir können stolz sein, dass wir sowas haben.“

 

Letztendlich kommt es aber auf die Beurteilung des Landesamtes für Denkmalpflege an. Beim kommenden Gespräch sollen auch der Antrag auf weitere Ausgrabungen sowie die Möglichkeit, die Funde sichtbar zu machen, angesprochen und diskutiert werden.

 

Aktuelle Bilder der Ausgrabungen sind auf der Homepage des Marktes Haag zu finden.

JF




Gemeinsam weiter beim Zehentstadl

Für den Ausbau des Zehentstadls haben die zuständigen Architekten angeregt, eine Lenkungsgruppe mit Vertretern des Gemeinderates sowie der Kirchenverwaltung zu gründen. Damit sollen der Gemeinderat und der Bauausschuss entlastet werden. Welche Mitglieder des Gemeinderates sich der Lenkungsgruppe anschließen, wurde in der jüngsten Sitzung besprochen.

Insgesamt drei Vertreter des Gemeinderates sowie zwei aus der Kirchenverwaltung sollen neben der Bürgermeisterin selbst und einem Verwaltungsmitglied bei der Lenkungsgruppe zum Zehentstadl beteiligt sein. Weil Sissi Schätz aus der SPD-Fraktion und Hermann Jäger der PWG als Kirchenverwalter ohnehin in der Lenkungsgruppe vertreten sind, schlug die Bürgermeisterin vor, aus den übrigen drei Fraktionen Gemeinderatsmitglieder auszuwählen.

Hier einigte man sich auf Dr. Bernhard Grabmeyer (FW Haag), Ludwig Schletter (CSU) und Herbert Zeilinger (WFH).

 

„In den kommenden Besprechungen geht es sehr oft um Nutzerbedürfnisse“, so Sissi Schätz. Deshalb sei es wichtig, dass auch die zukünftigen Nutzer, also die Kirchenverwaltung, in die Lenkungsgruppe miteinbezogen werden. Allerdings habe sie nur beratende Funktion – beschlussfähig ist die Gruppe nicht.

 

Um sich ein Bild von bereits erfolgreich sanierten, vergleichbaren Objekten zu machen, schlug die Bürgermeisterin eine Besichtigungsfahrt vor. „Zum Beispiel können in Mühldorf der Haberkasten oder der Kulturhof in Mettenheim für uns interessant sein.“ Auch der Jakobmayer in Dorfen kann Besichtigungsziel werden. Hans Urban schlug außerdem das Trachtenkulturmuseum in Holzhausen vor. JF