Kultur und Kabarett in Kalteneck

PR – Hatten Sie schon immer Lust auf einen abendfüllenden Kulturvortrag über das oberösterreichische Innviertel? Vermutlich nicht. Das ist auch dem Berrer klar. Deshalb hat er einen ausgeklügelten Plan ausgeheckt: Unter dem Vorwand, ein Konzert mit umgedichteten Perlen des Austropops zu geben, nimmt er das Publikum am 27. April von Kalteneck aus mit auf eine äußerst unterhaltsame Kabarett-Kulturreise.

Tauchen Sie ein in eine Welt, in der die Begriffe Kunst und Dünger unzertrennlich miteinander verbunden sind. Eine Welt aus rivalisierenden Dörfern, in der verbotene Liebe unweigerlich nicht nur zu zerbrochenen Herzen sondern auch zu mehrfach gebrochenen Knochen führt. Eine Welt, in der Emannzipation gelebt, aber dafür mit Doppel „n“ geschrieben wird.

Lernen Sie das österreichische Innviertel mit seinen Eigenheiten kennen, hören Sie liebevolle Eigeninterpretationen allseits bekannter Austropop-Hadern und genießen Sie einen schrägen Abend mit dem Berrer.

Mit seinem Debutprogramm „ausgepopt“ ist dem Kabarettisten Manuel Berrer der Erfolg quasi passiert. Eigentlich wollte er nur wissen, ob er neben seinem Physikstudium (das er inzwischen abgeschlossen hat) und seiner Band auch ein Kabarettprogramm schreiben kann. Heute wissen wir: er kann!

2018 gewann er die renommierten Kabarettpreise das „Kufsteiner Salzfassl“ und den „Salzburger Sprössling“. Mittlerweile geht „ausgepopt“ in sein zweites Jahr und die Anfragen lassen darauf schließen, dass es noch eine ganze Menge Menschen gibt, die mehr über das Innviertel wissen wollen. Na dann! www.daberrer.at

Ticket’s gibt es ab sofort im Wirtshaus Kalteneck sowie in allen Zweigstellen der Kreis- und Stadtsparkasse Wasserburg und in allen Geschäftsstellen von Inn Salzach Ticket oder online

Der Einlass am 27.April ist um 18 Uhr, los geht’s um 20 Uhr.




Die Haager im Himmel

Dass in Haag nichts los sei, hieß es zu Beginn des Abends in der Fastenpredigt von Florian Haas ganz provokant. Dabei lieferten die Schauspieler und Sänger der gestrigen Starkbierfest-Premiere selbst den Gegenbeweis. Zum sechsten Mal stellten sie ein Singspiel auf die Beine, das sich sehen lassen kann. Feinsinnig und schonunglos, derb und charmant. Ein unterhaltsamer Abend auf höchstem Niveau, den die Gäste im restlos ausverkauften Grandl-Stadl mit stehendem Beifall belohnten.

In gewohnter Manier „dableckte” Fastenprediger Florian Haas mit seinen Ministranten gleich zu Beginn des Abends einmal ordentlich jeden, der Rang und Namen in Haag und Umgebung hat– wie es sich für ein bairisches Singspiel gehört. Angefangen bei überregionaler Politprominenz wie Seehofer, Söder und Aiwanger über die großen Parteien hin zur „kleinen SPD”, wie Haas angesichts der schlechten Wahlergebnisse im vergangenen Jahr scherzte. „Die einzige Chance, die die SPD noch hat, ist, dass sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wird.“ Aber auch die hiesige Politik zog er ordentlich durch den Kakao – mit teils sehr scharfer Zunge.

Haager Geschäftsleute, Gemeinderäte, Gemeinderatsanwärter und andere „Lokalpromis” wurden ordentlich dableckt. Die Sax-Brüder kamen – wie jedes Jahr – nicht aus, die Bürgermeisterin musste einiges aushalten und auch über die steigenden Strompreise bei den Haager Kraftwerken wurde geschimpft. „Die haben jetzt den Schlossturm gekauft, weil sie nicht mehr wussten, wohin mit dem ganzen Geld. Jetzt lagern sie’s im Turm ein.”

Glimpflich davon kamen dagegen die örtlichen Vereine wie der TSV Haag und die Schäffler, gegen die ausnahmsweise nicht gestichelt wurde, sondern höchsten Tönen Lob erklang.

Für einen der größten Lacher in Haas’ Predigt sorgte der Spott über das Zeitungsinserat der Haager Maibaumfreunde, in dem stand, dass der Maibaum ab jetzt gestohlen werden könne und sich willige Maibaumdiebe melden sollten. „Zum Maibaumstehlen macht ma koan Termin ned aus. Des is Ehrensache!“, mahnte Haas.

Auch einen Seitenhieb gegen die katholische Kirche ließ sich Haas in der Mönchskutte nicht nehmen. „Wenn der liebe Gott wollen hätte, dass Politik Spaß macht, hätte er nicht die katholische Kirche erfunden“, provozierte er. Durch ein großes Maß an Selbstironie konnte er die Wogen jedoch stets glätten, so nahm er sich beispielsweise  selbst auf dem Arm, indem er über seine unverständliche Aussprache scherzte. Ein Plädoyer, das ganz ohne Provokation und Sarkasmus, dafür aber mit einer großen Portion Überzeugung und Ernsthaftigkeit daherkam, schloss Haas’ Rede ab. „Auf die Gemeinde Haag und dass sie bald endlich aus ihrem Dornröschenschlaf aufwacht und was anpackt! Macht’s was, engagiert’s eich!“

 

Wie das äußerst aufwendig und liebevoll gestaltete Bühnenbild im Hintergund während der Fastenpredigt schon vermuten ließ, findet das Singspiel heuer im Himmelsreich statt – ganz im Branderkaspar-Stil. „Bei uns im Bayern-Himme, do is‘ schee“ stimmte der Haager Viergsang um Liedschreiber Hans Urban ein.

Die meisten der Schauspieler und Sänger präsentieren sich als Engerl, aber auch der Brandnerkaspar (Bernd Furch, rechts), der Boandlkramer (Tom Göschl, links) und der heilige Portner (Ewald Wegerer) lassen sich nicht vermissen.

Nach einem stärkenden Weißwurstfrühstück mit passendem Bier schauen die Engerl vom Himmel hinunter auf das Haager Land. „Eröffnet, aber trotzdem ned auf!“, stellten sie da zum Beispiel beim Blick von oben auf den Haager Schlossturm fest, was für einige Lacher im Publikum sorgte.

Neben der gekonnten schauspielerischen Inszenierung, wofür Tom Göschl wie gewohnt den Text verfasste, und dem Bühnenbild, das Seinesgleichen sucht, überzeugten auch in diesem Jahr vor allem die Lieder, die das Herzstück des Singspiels bilden. Wie gewohnt in perfekter Harmonie ließ der Haager Viergsang Lieder über die verschiedensten Themen und Personen rund um Haag erklingen.

So besangen sie beispielsweise die „Helden“ vom Bauhof, die mit ihrem Kombi in der „Wossalocka“ stecken bleiben oder die Ramsauer, die sich als Freizeitbeschäftigung nur zwischen Blaskapelle oder Fußball entscheiden können und ihrem eigenen Heiratsmarkt stets treu bleiben. „Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über die Ramsauer Blaskapelle“, spottete Urban, zu dessen Überraschung heuer auch ein Lied geschrieben wurde, worin es um ihn und seine teils sehr ausgeprägte Liebe zu erneuerbaren Energien geht. „Wer fährt mit Strom, trifft den richtigen Ton? Ja, unser Hans, der kann’s.“

Übers Hallenbad hieß es melodisch und sarkastisch: „Die Sanierung dauert sicher nur ein Jahr. So wie’s beim Schlossturm war.“ Wer noch alles besungen und dableckt wurde, wird an dieser Stelle nicht verraten, immerhin führen die Haager ihr Starkbier-Spektakel ja noch dreimal auf.

„Unser Gschicht is jetz aus, mia gfrein uns auf Applaus“, waren die letzten Zeilen des letzten Liedes. Und der Applaus kam. Schallend, stehend und langanhaltend.

Musikalisch passend umrahmt wird das Singspiel von der Blaskapelle Ramsau, die zusammen mit dem eh schon „griabigen” Ambiente im Saal von Wirt Matthias Bachmeier (rechts) für die perfekte Atmosphäre sorgte. Alle paar Minuten war ein kollektives Klirren der Steinkrüge zu hören, die mit bestem Forstinger Doppelbock und Unertl-Weißbierbock gefüllt waren, und die Bedienungen huschten mit Schweinshaxen, Currywurst, Brezn und Co. zum leiblichen Wohl der Gäste durch den restlos ausverkauften Stadel.

Die weiteren Termine sind:

  • Samstag, 16. März
  • Freitag, 22. März
  • Samstag, 23. März

Einlass ist jeweils ab 18 Uhr. Beginn mit Begrüßung ist um 19.30 Uhr.

Unsere Fotos vom Singspiel:

Unsere Fotos von den Gästen und dem „Drumherum”:




Wenn Schnarchen lebensbedrohlich wird …

Heute ist „Weltschlaftag” und passend dazu geht’s heute in unserem „Wer? Wie? Wasserburg!”-Audiobeitrag ums Schlafen. Dr. Cristina Bartos leitet das Schlaflabor in Haag und erklärt, wie so eine Nacht an Kabeln und Monitoren aussieht, wann Schnarchen gefährlich wird und was Eulen und Lerchen mit Schlaf zu tun haben …

https://soundcloud.com/wasserburger-stimme/wer-wie-wasserburg-uber-schlafen-scharchen-eulen-und-larchen

 

 




Biere gut – alles gut!

„A Starkbierfest wird ja erst dann guad, wenn’s Bier guad is”, stellte der Veranstalter des Haager Starkbierfestes, Matthias Bachmaier (links), gestern Abend bei der Bierprobe in seinem Hofcafè treffend fest. Alois Unertl (Mitte) und Toni Ranner (rechts) von der Brauerei Forsting beäugten das „Ozapfa” und die ersten Schlucke der Anwesenden genau. Schmeckt der dunkle Forstinger Doppelbock und der Unertl-Weißbierbock? Die einhellige Antwort: Ja!

In traditioneller Manier hatte Hias Bachmaier auch heuer wieder zur Bierprobe für das anstehende Starkbierfest am kommenden Wochenende auf seinen Hof bei Haag geladen. Und wie alle Jahre ließen sich die anwesenden Organisatoren und Beteiligten noch keine Details zum Programm entlocken. Über eine „überregionale Einrichtung” wird es sich drehen, aber mehr wurde über das Singspiel nicht verraten. „Es soll ja eine Überraschung werden”, so Hans Urban von den Starkbierfreunden.

Urban gehört als Teil des Haager Viergesangs auch zum „harten Kern“ der musikalischen Gestaltung. Er schrieb die Lieder, Tom Göschl den Text. Was jedes Jahr nach monatelanger Arbeit aussieht, stellten sie in wenigen Wochen auf die Beine. Mitte Januar war das erste Treffen. „Dem Tom geht das Schreiben leicht von der Hand und bei den Liedern brauchst du dir eigentlich nur eine Person ausdenken, über die du singen willst, und dann geht das recht schnell dahin”, verrät Urban.

Auch Festredner Florian Haas, sozusagen die Haager „Mama Bavaria”, tat mit einem kurzen „I gfrei mi scho!” seine Vorfreunde auf das kommende Wochenende kund.

Neben reichlich Brotzeit und bestem Bier sorgten Anna und Ewald Wegerer, gemeinsam mit ihrer Tochter Andrea, mit einer spontanen Gesangseinlage für beste Stimmung. Sie probten schonmal das „Dablecka” bei den Anwesenden. „Da müsst ihr jetzt durch, aber ned beleidigt sein”, scherzten sie. Beleidigt war natürlich keiner, eher belustigt und so manches Gstanzl wurde dann sogar noch im Laufe des ausgelassenen Abends hinzugedichtet.

Ein Geheimtipp ist das Haager Starkbierfest schon lange nicht mehr. Eher ein Publikumsmagnet, denn auch heuer sind die vier Termine schon ausverkauft. „Erfahrungsgemäß gibt’s aber immer noch ein paar einzelne Restkarten an der Abendkasse”, so Bachmaier.

Der Eintrittspreis beträgt wieder acht Euro und auch diesmal wird der Erlös an einen guten Zweck gespendet.

Die Organisatoren und Aktiven freuen sich bei der offiziellen Eröffnung und auch an den weiteren Terminen auf viele Ehrengäste, allen voran auf die Haager Bürgermeister, Gemeinderäte, Firmenvertreter und die Geistlichkeit, die Nachbarbürgermeister des Haager Landes, die Vertreter des Landkreises und der überregionalen Politik und natürlich auf alle anderen Gäste aus dem Haager Land und darüber hinaus.

Die Termine des Haager Starkbierfests 2019 im Überblick:

  • Offizielle Eröffnung am Freitag, 15. März
  • Samstag, 16. März
  • Freitag, 22. März
  • Samstag, 23. März

Einlass ist jeweils ab 18 Uhr. Beginn mit Begrüßung ist um 19.30 Uhr.

 

Weitere Eindrücke von der Bierprobe:




Ein Unfall infolge eines Unfalls

Am heutigen Mittwochvormittag kam es auf der B12 zu einem Auffahrunfall auf Höhe Heldenstein. Zwei Lkw stießen zwischen Hofstetten und Heldenstein aneinander. Die Straße war daraufhin in beiden Richtungen mehrere Stunden lang gesperrt. Auf der Kreisstraße MÜ25, die als Umleitung diente, kam es infolge dessen zu einem weiteren Unfall …

Dort sind zwei Pkw an einer Kreuzung zusammengeprallt. Die Insassen blieben unverletzt. Bei dem Lkw-Unfall auf der B12 wurde einer der Lkw-Fahrer mit leichten Verletzungen ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht.